Landeskirche Hannover ordnet Sprengel-Regionen neu

Nachricht 29. Juni 2007

Mit Karte: Die neuen Sprengelgrenzen

Hannover (epd). Die Regionen in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers werden neu geordnet. Die mit mehr als drei Millionen Mitgliedern größte deutsche Landeskirche reduziert die Zahl ihrer Sprengel zum 1. Juli von acht auf sechs. Die Reform wurde im November 2006 von der Landessynode beschlossen. Das Kirchenparlament wies im Juni letzte Einsprüche zurück.

Der Kirchenkreis Emsland-Bentheim, bisher beim Sprengel Osnabrück, hatte seiner Eingliederung in den Sprengel Ostfriesland widersprochen, war aber in der Synode knapp gescheitert. Proteste hatte es auch gegeben, weil die Sprengel Hildesheim und Göttingen zusammengelegt wurden.

Der Sprengel Calenberg-Hoya wurde ganz aufgelöst. Seine Kirchenkreise zwischen Bad Pyrmont und Syke bei Bremen wurden benachbarten Sprengeln zugeteilt. Die Kirchenkreise Grafschaft Schaumburg, Nienburg und Stolzenau-Loccum gehen nach Hannover, Syke-Hoya nach Osnabrück und Hameln-Pyrmont nach Hildesheim-Göttingen. Die Kirchenkreise Gifhorn und Wolfsburg, bisher beim Sprengel Hildesheim, gehören künftig zum Sprengel Lüneburg.

Lüneburg ist der mit 639.000 Mitgliedern größte Sprengel. Landessuperintendent ist Hans-Hermann Jantzen. Die größte Zahl an Kirchengemeinden hat der Sprengel Hildesheim-Göttingen mit 431. Geleitet wird er von Landessuperintendent Eckhard Gorka in Hildesheim. Der bisherige Göttinger Landessuperintendent Burghard Krause wechselt nach Osnabrück in den zahlenmäßig kleinsten Sprengel mit 328.600 Mitgliedern.

Sprengel Stade unter Landessuperintendent Manfred Horch bleibt unverändert. Der erweiterte Sprengel Hannover wird von Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann geleitet. Zum Landessuperintendenten in Ostfriesland wurde der Burgdorfer Superintendent Detlef Klahr berufen. Er wird am 30. September eingeführt.

In den Sprengeln haben Landessuperintendenten die Dienstaufsicht über die Pastoren und erfüllen bischöfliche Funktionen wie die Einweihung von Kirchen oder die Ordination neuer Pastorinnen und Pastoren in ihr Amt. Zusammen mit der Landesbischöfin bilden sie den Bischofsrat.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1852/29.06.07)
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