Sprengel Calenberg-Hoya wird nach 71 Jahren aufgelöst

Nachricht 27. Juni 2007

Nienburg (epd). Nach 71 Jahren endet an diesem Sonnabend die Geschichte des evangelisch-lutherischen Sprengels Calenberg-Hoya. Kirchenvertreter aus der Region längs der Weser zwischen Hameln und Syke bei Bremen begehen diesen Anlass mit einem feierlichen Gottesdienst und einem anschließenden Empfang, teilte Sprengel-Sprecher Frank Uhlhorn am Mittwoch mit. Der Kirchenbezirk wird im Zuge der Sprengelreform der hannoverschen Landeskirche zum 30. Juni aufgelöst. Seine fünf Kirchenkreise werden Nachbar-Sprengeln zugeschlagen.

Der Sprengel Calenberg-Hoya, einer von bisher acht, umfasste zuletzt 133 Gemeinden mit insgesamt rund 280.000 Mitgliedern. Bei der Feier am 29. Juni ab 17 Uhr werden die fünf Superintendenten aus dem bisherigen Sprengel symbolisch die letzten Akten der Kirchenkreise aus dem alten Amtssitz des Landessuperintendenten in Nienburg an ihre neuen Regionalbischöfe übergeben.

Die Kirchenkreise Stolzenau-Loccum, Nienburg und Grafschaft Schaumburg werden künftig dem Sprengel Hannover mit Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann angegliedert. Hameln-Pyrmont geht in den neuen Sprengel Hildesheim-Göttingen mit Landessuperintendent Eckhard Gorka über. Syke-Hoya wechselt zum Sprengel Osnabrück mit Landessuperintendent Burghard Krause.

Beim Abschiedsgottesdienst in der Nienburger St. Martinskirche wird der letzte Landessuperintendent des Sprengels, Arend de Vries, die Predigt halten. De Vries ist inzwischen Geistlicher Vizepräsident des Landeskirchenamtes in Hannover.

Der Sprengel Calenberg-Hoya ging aus dem alten Sprengel Calenberg hervor, der 1936 gegründet wurde. Zu diesem Sprengel gehörte zeitweise auch die Region Hannover. Vier Jahre lang waren sogar Celle, Gifhorn und Wolfsburg angegliedert. 1957 wurden Hannover, Bodenwerder und Coppenbrügge abgetrennt. Aus dem damals aufgelösten Sprengel Verden-Hoya kam dafür die Region von Loccum bis kurz vor Bremen hinzu.

Dienstsitz des Regionalbischofs war bis 1969 Hannover, bis 1976 Celle und seit 1977 Nienburg. Von 1959 bis 1969 hatte der Landessuperintendent seine Pfarrstelle in Wunstorf. Insgesamt gab es sechs Amtsinhaber: Auf Theodor Laasch folgten Johannes Schulze, Hans-Helmut Peters, Günter Linnenbrink, Hein Spreckelsen und Arend de Vries.

epd Niedersachsen-Bremen/b1820/27.06.07)

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen