Konzerte lassen Orgeln aus fünf Jahrhunderten erklingen

Nachricht 22. Juni 2007

Verden (epd). Mit einer Konzertreihe im Spätsommer wollen Kirchenmusiker aus dem Elbe-Weser-Raum Orgeln aus fünf Jahrhunderten erklingen lassen. "Die Region gehört mit ihren historischen und modernen Instrumenten zu den weltweit reichsten Orgellandschaften", sagte Mitorganisator Hans-Eckhard Dannenberg am Donnerstag vor Journalisten in Verden bei Bremen. Die 17. "Orgellandschaft zwischen Elbe und Weser" beginnt nach Angaben des Vorsitzenden der Orgelakademie Stade am 30. August. Bis Ende September werden Orgeln an 19 Orten gespielt.

Die Reihe unter dem Titel "Tasten und Tabulatoren" beginnt mit einem Konzert im Verdener Dom. Kantorinnen und Kantoren der Region wollen dort an den vier Orgeln der gotischen Hallenkirche Werke von Musikern und Komponisten aus der Elbe-Weser-Region spielen. "Zu der Reihe gehören außerdem besondere Gottesdienste und Exkursionen", erläuterte der Verdener Kirchenmusikdirektor Tillmann Benfer. Musik aus der Region sei ein Programm-Schwerpunkt der diesjährigen "Orgellandschaft".

Zum Abschluss ist am 30. September in Stade ein Orgel-Wandelkonzert für Kinder, Jugendliche und Familien geplant, beis dem die Organisatoren Einblicke in das musikalische Europa des 17. und 18. Jahrhunderts gewähren wollen. Hintergründe zu den Stücken und Instrumenten der gesamten Konzertreihe will der Musikwissenschaftler Konrad Küster Ende August in einem Begleitbuch veröffentlichen.

"Im Umfeld der Orgel - Musik und Musiker zwischen Elbe und Weser", heißt der Titel, der dann bei der Orgelakademie, im Buchhandel und in vielen Kirchen der Region erhältlich sein soll. Forschungen zeigten, dass im Land zwischen Elbe und Weser schon in früheren Jahrhunderten "Gottesdienste mit immenser musikalischer Qualität" gefeiert worden seien, betonte Küster, der als Professor für historische Musikwissenschaften in Freiburg im Breisgau lehrt.

Internet: www.orgelakademie.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b1774/21.06.07)
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