Auf einen Blick (18.6.)

Nachricht 18. Juni 2007

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Göttinger Kirchengeschichtler Krumwiede ist tot

Göttingen (epd). Der Göttinger Kirchengeschichtler Professor Hans-Walter Krumwiede ist tot. Er starb bereits am 1. Juni im Alter von 85 Jahren, teilte die Theologische Fakultät der Universität am Donnerstag mit. Der evangelische Theologe war von 1957 an Dozent und von 1961 an Professor in Göttingen. Er leitete unter anderem den Aufbau der Abteilung für niedersächsische Kirchengeschichte.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1655/14.06.07)
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Diakonische Arbeitgeber stimmen Tarifeinigung zu

Hannover (epd). Die diakonischen Arbeitgeber in Niedersachsen haben der Tarifeinigung für die rund 30.000 Beschäftigten in der niedersächsischen Diakonie zugestimmt. Dem Beschluss seien allerdings intensive Diskussionen vorausgegangen, teilte der Diakonische Dienstgeberverband am Donnerstag in Hannover mit. Vor allem die Vertreter evangelischer Krankenhäuser und Altenheime hätten beklagt, dass die vereinbarte Erhöhung der Gehälter um drei Prozent nicht durch Steigerungen der Erlöse zu kompensieren sei.

Mit dem Beschluss empfahl der Verband seinen rund 130 Mitgliedseinrichtungen, das Schlichtungsergebnis anzunehmen. Die Tarifeinigung sieht vor, dass die Bezüge der Mitarbeiter in zwei Schritten erhöht werden: am 1. Juli um 2,5 Prozent und am 1. Januar 2008 um weitere 0,5 Prozent. Hinzu kommen Einmalzahlungen für die erste Jahreshälfte 2007 und im April 2008. Die Bezahlung der Ärzte in evangelischen Krankenhäusern soll auf das Niveau des Tarifvertrages für die kommunalen Krankenhäuser angehoben werden.

Trotz der kritischen Bewertung des Ergebnisses sei dem Vorstand des Verbandes bewusst, dass die Entwicklung der Löhne und Gehälter in der Sozialbranche hinter der durchschnittlichen Entwicklung anderer großer Branchen zurückbleibe, hieß es. Der Verband sei sich mit der Mitarbeiterschaft darin einig, dass soziale Arbeit etwas wert sei und ihren Preis habe. Ihr Qualitätsstandard werde sich nur halten lassen, wenn qualifiziertes Personal gewonnen und angemessen vergütet werden könne.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1654/14.06.07)
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Zehnter landeskirchlicher Hospiztag in Falkenburg

Falkenburg /Kr. Oldenburg (epd). Mehr als 150 ehrenamtliche -Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus ganz Niedersachsen werden am 6. Juli zum zehnten Hospiztag der hannoverschen Landeskirche in Falkenburg erwartet. "Der Tag soll ein Dankeschön der Kirche für die vielen ehrenamtlichen Sterbebegleiter sein", sagte die neue Hospizbeauftragte der Evangelisch-lutherischen Kirche Hannovers, Andrea Peschke, am Montag dem epd. Die Pastorin ist seit dem 1. Mai in ihrem Amt.

Das Treffen stehe unter dem Thema: "Mehr als begleiten", erläuterte Peschke. Als Referenten seien der Mainzer Physiker und Theologe Erhard Weiher und die Kirchenmusikdirektorin Christa Kirschbaum aus Lippstadt eingeladen. Ein Gottesdienst mit der neuen Hospizbeauftragten und dem geistlichen Vizepräsidenten des hannoverschen Landeskirchenamtes, Arend de Vries, beende den Tag.

In Niedersachsen gibt es rund 120 ambulante und 14 stationäre Hospizdienste. In ihnen betreuen mehr als 8.000 ehrenamtliche Frauen und Männer unheilbar kranke Menschen. Ziel dieser Begleitung ist ein möglichst schmerzfreies und menschenwürdiges Sterben.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1722/18.06.07)
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Mahnwache in Hildesheim für Gazale Salame

Hildesheim (epd). Mit einer Mahnwache wollen Unterstützer an diesem Donnerstag (21. Juni) auf das Schicksal der vor mehr als zwei Jahren vom Kreis Hildesheim in die Türkei abgeschobenen Kurdin Gazale Salame hinweisen. Die Aktion vor dem Hildesheimer Kreishaus solle die Behörde auch dazu bewegen, Salame wenigstens einen Besuch bei ihrem Mann und ihren Kindern in Deutschland zu ermöglichen, sagte Andreas Vasterling, der Sprecher einer Hildesheimer Bleiberechtsinitiative.

Der Landkreis solle veranlassen, dass die bestehende Wiedereinreise-Sperre für Salame gelöscht werde, verlangte Vasterling. Dann könne die Deutsche Botschaft in Ankara ein Besuchsvisum ausstellen. Die vom Kreis geforderten Abschiebungskosten von fast 2.000 Euro hätten die Unterstützer Salames überwiesen: "Dennoch rührt sich der Landkreis nicht."

Der Kreis hatte im Februar 2005 die damals schwangere Salame sowie ihre jüngste Tochter abgeschoben, während ihr Mann die beiden anderen Töchter in den Kindergarten brachte. Salame und die Kinder leben in einem Ghetto bei Izmir, nach Angaben von Unterstützern geht es ihnen gesundheitlich sehr schlecht. Mehrere Initiativen kämpfen seitdem für eine Rückkehr der Kurdin nach Deutschland.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1708/18.06.07)
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Gazastreifen: Humanitäre Lage verschlechtert sich
Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für medizinische Dienste

Stuttgart,18. Juni 2007. Angesichts der schwierigen humanitären Lage im palästinensischen Gazastreifen ruft die Diakonie Katastrophenhilfe zur Unterstützung der Bevölkerung auf. „Die Versorgung der Menschen wird immer schwieriger“, berichtet Constantine Dabbagh aus Gaza-Stadt. Er ist Regionalkoordinator der Flüchtlingshilfe des mittelöstlichen Kirchenrates (DSPR), einem Partner der Diakonie Katastrophenhilfe. „Da die Grenzen zu Israel geschlossen sind, können keine Waren mehr eingeführt werden. Die Preise für Lebensmittel steigen, Diesel und Benzin werden knapp.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden, damit sie gemeinsam mit DSPR die dringend notwendigen medizinischen Dienste im Gazastreifen fortführen kann. Mit DSPR ist die Diakonie Katastrophenhilfe über ihre weltweite Allianz ACT (Kirchen helfen gemeinsam) verbunden. Die Organisation unterstützt bereits seit Jahren mehr als 10.000 arme Familien in Gaza mit medizinischen und sozialen Einrichtungen.

Auch während der Kämpfe zwischen Hamas und Fatah, die viele Verletzte und Tote gefordert haben, sei der Betrieb in den drei Krankenstationen aufrecht erhalten worden, berichtet Dabbagh. Es sei jedoch zusätzliches Personal nötig, da der Bedarf an medizinischer Versorgung steige. Durch die anhaltend schlechte Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser steige die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Der Gesundheitszustand der Menschen im Gazastreifen werde sich in den nächsten Wochen noch verschlechtern, wenn die Region isoliert bleibt.

Der Gazastreifen zählt zu den ärmsten und am dichtesten besiedelten Regionen der Welt. 80 Prozent der 1,5 Millionen Einwohner leben nach Angaben der Vereinten Nationen unter der Armutsgrenze und können sich nicht selbst versorgen. Israel hatte sich im September 2005 aus Gaza zurückgezogen, kontrolliert aber noch immer die Grenzen und den Zugang zum Mittelmeer. Mitte Juni 2007 hatte die radikalislamische Hamas nach gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Fatah die Kontrolle über das Gebiet übernommen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden für die Menschen im Gazastreifen. Kennwort „Naher Osten“.
Spendenkonten:
Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/naher-osten
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EKD: Kommunitäten können Spiritualität stärken

Hannover (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) beobachtet ein wachsendes Interesse an Kommunitäten und geistlichen Gemeinschaften. Vor allem Angebote wie "Kloster auf Zeit" seien bei jungen Menschen sehr gefragt, heißt es in einem Votum des Rates der EKD, das am Donnerstag in Hannover veröffentlicht wurde. Im Vorwort beschreibt der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber die Kommunitäten als "einen Schatz der evangelischen Kirche" und "Leuchttürme evangelischer Spiritualität".

Evangelische Spiritualität sei auf Gemeinschaften angewiesen, die sich dem verbindlichen gemeinsamen geistlichen Leben verschrieben hätten, erklärt Bischof Huber weiter. Gerade die Mischung aus geistlicher Verdichtung und ökumenischer Offenheit mache die Faszination der Kommunitäten aus: "Für eine bestimmte Dauer und biographische Wegstrecke möchte man eintauchen in ein Klosterleben, möchte einen Raum der Stille mitten im Strom der Zeit entdecken und so Halt finden vor Gott und in sich."

In Deutschland gibt es der Übersicht zufolge etwa 120 geistliche Gemeinschaften und rund 100 diakonische Gemeinschaften. Darunter finden sich etwa ordensähnliche Kommunitäten und Klöster, Bruder- und Schwesternschaften, sowie Familiengemeinschaften. Die Mitglieder leben nach bestimmten Regeln oder einer kommunitären Ordnung. Die Kommunitäten finanzieren sich überwiegend durch die gemeinsame Arbeit oder Einkünfte aus Berufstätigkeit. Zudem werden viele Kommunitäten von Freundes- und Förderkreisen finanziell unterstützt.

In einigen evangelischen Gemeinschaften leben auch Mitglieder anderer Konfessionen, zudem sind die meisten Kommunitäten mit ähnlichen Initiativen anderer Kirchen verbunden. Konfessionelle Unterschiede seien nicht überwunden, aber zu Gunsten gemeinsamer christlicher Orientierung in den Hintergrund getreten, stellt die EKD fest. In dem Votum "Verbindlich leben" wird dafür geworben, Berührungsängste oder Konkurrenzdenken zwischen örtlichen Kirchengemeinden und geistlichen Lebensgemeinschaften zu vermeiden. In diesem Zusammenhang empfiehlt die Stellungnahme unter anderem eine formelle Anerkennung der Kommunitäten durch die Kirchenleitung, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

Als Stadtkloster oder Eremitage auf dem Lande könnten die geistlichen Gemeinschaften "kommunitäre Profilgemeinden" bilden, heißt es. In einer konstruktiven Beziehung zur Gemeindestruktur der evangelischen Kirche könnten sie "segensreich wirken".

(epd Niedersachsen-Bremen/b1661/14.06.07)
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Evangelische Kirche öffnet Bürgern die Kanzel

Rotenburg/Wümme (epd). Die evangelische Kirche in Rotenburg bei Bremen öffnet Bürgern die Kanzel. "Gottesdienst ist nach biblischem Verständnis das, was im Leben passiert", sagte Superintendent Hans-Peter Daub am Freitag dem epd. Deshalb habe die Kirche Bürgerinnen und Bürger gebeten, auf der Kanzel von ihrem Glauben im Alltag zu erzählen. Zu Beginn der dreiteiligen Reihe predigt am 24. Juni Franka Strehse, Bürgermeisterin in Visselhövede. Alle Gottesdienste beginnen um 10 Uhr in der neugotischen Stadtkirche Rotenburg.

Am 1. Juli folgt der Kinderarzt Christoph Dembowski. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rotenburg beschließen am 8. Juli die Reihe. In den drei Predigten geht es nach Angaben Daubs um Kraftquellen des Lebens, um die Bewahrung der Schöpfung und das persönliche Engagement. "Grundidee der Bürgerkanzel ist es, die Trennung zwischen sakralem Raum, Alltag und Leben zu durchbrechen", erläuterte der Superintendent.

Internet: www.kirche-rotenburg.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b1676/15.06.07)
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Forum will familienfreundliche Region fördern

Bad Bederkesa/Kr. Cuxhaven (epd). Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist Thema eines Forums, zu dem das Evangelische Bildungszentrum Bad Bederkesa und der Landkreis Cuxhaven einladen. Am 28. und 29. Juni wird im Bildungszentrum den Angaben zufolge nach den Bedingungen für eine familienfreundliche Politik gefragt. Daran beteiligen sich Experten wie der Soziologe Professor Hans Bertram (Berlin), der Sozialforscher Harald Seehausen (Frankfurt/Main) und die ZEIT-Redakteurin Susanne Mayer (Hamburg).

Das Familienforum solle helfen, gute Beispiele aus der Region bekannt zu machen und Entscheidungsträger als Bündnispartner für eine familienfreundliche Politik gewinnen, hieß es im Vorfeld. Ziel sei es, zusammen mit Vertretern aus Politik, Kirchen, Vereinen und Verbänden einen Maßnahmenplan für Familien zu entwickeln. Das Forum startet am 28. Juni um 19 Uhr mit einem öffentlichen Vortrag von Professor Bertram. Tags darauf schließen sich nach einer Bestandsaufnahme familienfreundlicher Projekte im Landkreis Cuxhaven weitere Vorträge und Arbeitsgruppen an.

Internet: www.ev-bildungszentrum.de und www.balance-familie-beruf.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b1647/13.06.07)
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Open-Air-Gottesdienst auf dem Brocken

Altenau (epd). Evangelische Christen aus dem Harz feiern am 15. Juli auf dem Brocken einen Gottesdienst unter freiem Himmel. Mitglieder mehrerer Gemeinden wollen vorher auf den höchsten Berg des Harzes wandern. Der Gottesdienst beginnt um 16 Uhr.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1589/08.06.07)
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