Landessuperintendentin will mehr Werbung für den Glauben

Nachricht 17. Juni 2007

Celle/Aurich (epd). Die ostfriesische Regionalbischöfin Oda-Gebbine Holze-Stäblein hat die Christen aufgefordert, in der Öffentlichkeit mehr für den Glauben zu werben. Es würde Gott gefallen, wenn Christen sich auch als Marktschreier gäben und sich auch einmal an die Straße stellten, statt miteinander nur "Kuschelkirche" zu sein, sagte die evangelisch-lutherische Landessuperintendentin und am Sonntag vor rund 1.400 Teilnehmern eines christlichen Treffens in Celle.

"Gott tritt uns als Straßenverkäufer, ja als Marktschreier entgegen", sagte Holze-Stäblein. Darum müsse auch die christliche Kirche eine gewinnende Kirche sein. Vielen Menschen scheine die Karriere wichtiger als der Glaube zu sein, und der Wohlstand wichtiger als die Gemeinschaft. Doch tief verborgen hätten sie andere Sehnsüchte, erläuterte die Regionalbischöfin, die auch als frühere Sprecherin des "Wortes zum Sonntag" bekannt ist.

Zu dem Treffen unter dem Motto "Gibt's was Neues von Gott?" hatte der Hannoversche Verband Landeskirchlicher Gemeinschaften eingeladen. Der theologisch konservative Verband gehört zur europaweiten Gemeinschaftsbewegung, einer der größten evangelischen Basisinitiativen. Nach eigenen Angaben treffen sich Gruppen der Bewegung regelmäßig in mehr als 200 Orten Niedersachsens und Bremens.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1705/17.06.07)
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