Kirchentag 2007 (akt. 14.6.)

Nachricht 07. Juni 2007




Texte von Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann finden Sie -> hier (wird weiter ergänzt)

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SCHWARZ AUF WEISS: MANUSKRIPTE Reden, Bibelarbeiten, Predigten, Vorträge und weitere Dikussionsbeiträge vom Kirchentag in Köln finden Sie unter www.kirchentag2007.de/presse

NACHRICHTENREDAKTION Wer eine Veranstaltung verpasst hat,den Namen einer Referentin vergessen hat oder noch einmal nachlesen möchte, wie eine bestimmte Diskussion ablief, der wird wahrscheinlich in den Meldungen der Nachrichtenredaktion fündig.

www.kirchentag2007.de/presse

KIRCHENTAG MULTIMEDIAL Die Meldungen, Videos und Audio-Dateien der Internetredaktion lassen den Kirchentag noch einmal virtuell lebendig werden.

www.kirchentag.de/aktuell

ES KLINGELN LASSEN FÜR BREMEN Zur Einstimmung auf den nächsten Kirchentag in Bremen im Jahr 2009 lädt ein Videofilm ein. Der Film steht zum Herunterladen im Internet bereit und zusätzlich gibt es auch noch einen Klingelton fürs Handy unter

www.kirchentag.de/bremen

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Bremer laden offiziell zum Kirchentag 2009 ein

Köln/Bremen (epd). Die Bremische Evangelische Kirche hat offiziell zum 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 20. bis 24. Mai 2009 in Bremen eingeladen. "Wir werden ein lebendiges Fest des Glaubens feiern", sagte ihr theologischer Repräsentant Renke Brahms am Sonntag im Schlussgottesdienst des Kirchentages in Köln. "Wir wollen uns in Bremen treffen, um weiter auf das lebendige, kräftige und schärfende Wort Gottes zu hören", betonte Brahms in Anspielung auf das Motto des Kölner Protestanten-Treffens.

Das fünftägige Großereignis stand unter dem biblischen Motto "Lebendig und kräftig und schärfer". Zu rund 3.000 Veranstaltungen kamen mehr als 100.000 Dauerteilnehmer. So viele erwarten die Organisatoren auch in der Hansestadt an der Weser. Die Bremische Evangelische Kirche gehört mit 242.000 Mitgliedern und 66 Gemeinden zu den kleineren der 23 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Bei der Organisation des Kirchentages wird sie von den benachbarten Landeskirchen im Nordwesten Deutschlands unterstützt.

Internet: www.kirchentag-bremen.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b1596/08.06.07)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Kirchentag in den Medien (Übersicht bei kirchentag.de)

Berichte / Blog / Videos ... von der Internetredaktion des Kirchentags

Berichterstattung der gastgebenden Kirche, der Evangelischen Kirche im Rheinland

www.kirchentagsradio2007.de

Kirchentagsseite bei der EKD

Kirchentags-Blog von Erich Franz, Hannover


“Gott sagt deinem Leben Sinn zu”

Landesbischöfin Margot Käßmann forderte für junge Menschen einen Kündigungsschutz in der Familiengründungsphase. Die „Generation Praktikum“ müsse die Chance erhalten, ihren Kinderwunsch in dem Alter zu verwirklichen, das biologisch dafür vorgesehen sei. Die Orientierung am Leitbild Ehe und Familie habe für die Bischöfin weiter Bestand. Doch andere Lebensmodelle dürften nicht zu einer Ausgrenzung führen, sagt sie in ihrem Vortrag zur Abendreihe Bioethik: „Gott sagt deinem Leben Sinn zu, so, wie Du bist.“
(Quelle: Franz bloggt)

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Landesbischöfin: Schwangere notfalls zur Abtreibung begleiten

K ö l n (idea) – Frauen im Schwangerschaftskonflikt müssen kirchlicherseits vielfältige Lösungen angeboten bekommen - von der Adoption über die Wohnhilfe bis hin zur Begleitung auf dem Weg zur Abtreibung. Das hat die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Köln gefordert. Sie sei zwar gegen Abtreibungen, doch schockiere sie bei Kritikern des Schwangerschaftsabbruchs, „wie schnell da der Stein geworfen wird, ohne je zu erahnen, was in einer Frau vorgeht“.

Kritisch sieht es die Mutter von vier Töchtern, dass man sich im evangelischen Umfeld oft verteidigen müsse, wenn man kinderlos sei. Dabei sehe die Bibel nirgends Fortpflanzung als alleinigen Lebenszweck an. „Ja, wir freuen uns über Kinder. Aber es gibt auch keine Rechtfertigung durch Kinder“, so Frau Käßmann. So fehle es in einer „von Familien durchtränkten Freizeitwelt“ an guten Angeboten für kinderlose Menschen.

Positiv wertet es die Bischöfin, dass die Gesellschaft angesichts der demographischen Entwicklung den Wert von Kindern neu zu schätzen lerne. „Wer nur auf Bausparverträge baut, der baut auf Sand. Wer nur Börsenkurse im Blick hat, kann tief fallen.“
(08.06.2007/10:01)
Copyright: Evangelische Nachrichtenagentur idea
E-Mail: idea@idea.de

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Margot Käßmann: “Nicht ich bin Kirche”

Als lutherische Tugend wertet Landesbischöfin Margot Käßmann die Streitkultur. “Abweichende Meinungen sind zugelassen. Das ist evangelische Freiheit”, betont sie auf der RheinEnergieBühne. “Wie geht evangelisch? So geht evangelisch!”, heißt die Veranstaltung. Kennzeichnend fürs Evangelische sei zudem “die ständige Weiterentwicklung”, an der alle beteiligt sind. “Nicht ich bin Kirche, sondern wir sind es.”
(Quelle: Franz bloggt)

Rüttgers und Käßmann fordern beim Kirchentag gerechte Globalisierung

Köln (epd). Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hat sich für eine Globalisierung "mit menschlichem Antlitz" ausgesprochen. Die Entwicklungsländer müssten stärker in die Lenkung der weltwirtschaftlichen Entwicklung eingebunden werden, sagte Rüttgers am Donnerstag auf dem evangelischen Kirchentag in Köln. Zudem müsse die internationale Finanzarchitektur so reformiert werden, "dass Investition und nicht Spekulation die eindeutige Leitlinie des Kapitalverkehrs" werde.

Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann forderte eine Globalisierung, von denen alle Menschen in der Welt profitieren sollten. "Wir brauchen endlich einen Wandel in der inneren Haltung der Bürgerinnen und Bürger in den reichen Industrienationen", sagte Käßmann. Wenn die Globalisierung so gepriesen werde, dann müsse es "um eine Globalisierung der sozialen Gerechtigkeit gehen, der Lebenschancen, der Zukunftsfähigkeit".

Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Samuel Kobia, wies auf die Folgen der Globalisierung für die Benachteiligten hin. Viele suchten ihre Identität in Religion und ethnischer Zugehörigkeit. Unterschiede zwischen den Religionen dürften jedoch nicht instrumentalisiert werden, um Konflikte heraufzubeschwören.

Am Donnerstag standen auch Begegnungen zwischen Christen und Muslimen sowie der Klimawandel im Mittelpunkt des Protestantentreffens. Der Kirchentag war am Mittwoch mit Gottesdiensten eröffnet worden. Anschließend feierten mehr als 400.000 Menschen einen "Abend der Begegnung". Bis Sonntag stehen insgesamt knapp 3.000 Veranstaltungen auf dem Programm.
(00972/7.6.2007)
Copyright: epd

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Landesbischöfin: Der Teufel ist nicht witzig

K ö l n (idea) – Der Teufel ist nicht witzig. Gegen die Verharmlosung des Widersachers Gottes, etwa durch einen Modeschnaps namens „Kleiner Teufel“, hat sich die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann gewandt. Der Teufel stelle die großen Versuchungen des Menschen dar, sagte sie am 6. Juni in einer Bibelarbeit auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Köln. Die Versuchung bestehe darin, die Welt ohne Gott zu denken oder sich selbst an seine Stelle zu setzen: „Der Teufel als Stimme in dir, die sagt: warum nicht? Ein bisschen Egoismus, was schadet’s?“ Anhand der biblischen Erzählung von den Versuchungen Jesu (Matthäus 4,1-11) sprach sie unter anderem von der Versuchung des Hungers. Das Unrecht, das sich beispielsweise in afrikanischen Bootsflüchtlingen zeige, mache manchmal stumpf. Wenn Jesus dem Teufel erwidere, dass der Mensch nicht von Brot allein lebe, so sei dies kein Zynismus gegenüber den Hungernden, sondern die Einsicht, dass der Mensch einen tiefen inneren Halt brauche, um in diesem Leben zu bestehen.
Der Teufel wolle Jesu auch zu einem Schauwunder verführe, indem er sich von der Zinne des Tempels hinab stürzen solle. Die Kirche, so die Bischöfin, dürfe nicht der Versuchung erliegen, durch eine große Show die Massen zu bewegen. Zum Glauben komme man vielmehr durch das Hören auf Gottes Wort, durch Lesen in der Bibel, durch Gebet und Stille. Schließlich sei auch Macht eine große Versuchung. Das habe man zum Beispiel in den Wirtschaftsaffären der vergangenen Monate wahrgenommen, etwa bei VW und Siemens, oder im Doping-Skandal. Jesus widerstehe diesen Versuchungen und lasse sich leiten von Gottes Wort. Die Bischöfin: „Da verlässt ihn der Teufel.“
(07.06.2007/13:34)
Copyright: Evangelische Nachrichtenagentur idea
E-Mail: idea@idea.de

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Landesbischöfin: Augen vor dem Leid nicht verschließen

Köln (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat mangelnde Achtsamkeit gegenüber dem Leid in der Welt beklagt. "Es gibt einen Zynismus des Unrechts in dieser Welt, der uns manchmal stumpf macht", sagte die evangelische Theologin am Donnerstag auf dem evangelischen Kirchentag in Köln. Viele Menschen fühlten sich hilflos gegenüber Meldungen über Flüchtlingsdramen, Hunger und andere Katastrophen und würden diese daher oft verdrängen.

"Wir brauchen endlich einen Wandel in der inneren Haltung der Bürgerinnen und Bürger in den reichen Industrienationen", sagte Käßmann in einer Bibelarbeit laut Manuskript. Wenn die Globalisierung so gepriesen werde, dann müsse es "um eine Globalisierung der sozialen Gerechtigkeit gehen, der Lebenschancen, der Zukunftsfähigkeit".

(epd Niedersachsen-Bremen/b1572/07.06.07)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

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Internationale Religionsführerkonferenz mit Appell an G8-Gipfel beendet
-> s. hier