Auf einen Blick (6.6.)

Nachricht 06. Juni 2007

Bibelgesellschaft verlost Kindergarten-"Schatzkisten"

Stade/Elbe-Weser (epd). Mit "Bibel-Schatzkisten" will die Bibel- und Missionsgesellschaft in Stade bei Hamburg die Heilige Schrift schon im Vorschulbereich ins Gespräch bringen. Dazu sollen nach Angaben des Vorsitzenden Helmut Blanke 30 Kisten mit Kinderbibeln und Erzählbüchern zu biblischen Themen verlost werden. Ergänzt wird das Material im Wert von rund 160 Euro durch christliche Geschenkartikel wie ein Holzkreuz und einen Gebetswürfel. Teilnehmen können den Angaben zufolge Kindertagesstätten im Elbe-Weser-Raum.

Die Bibel- und Missionsgesellschaft hat rund 380 Teilnahmekarten an Einrichtungen der Region verschickt. "Unter denen, die bei der Verlosung am 27. Juni ab 19 Uhr im Evangelischen Bildungszentrum Bad Bederkesa vertreten sind und ihre Karte dort abgeben, werden die Schatzkisten verlost", erläuterte Blanke.

Die Aktion unter der Schirmherrschaft des Stader Landessuperintendenten Manfred Horch wird mit Erlösen aus dem Bücherverkauf der gemeinnützigen Gesellschaft und ihrer christlichen Bücherstube bezahlt. Die Verlosung wird von einem Vortrag begleitet. Diakonin und Sozialpädagogin Elke Alsago will unter der Überschrift "Gepflanzt am Wasser des Lebens" über den Stellenwert von Religion für Kinder sprechen.

Die Stader Bibel- und Missionsgesellschaft wurde vor 175 Jahren von Lehrern, Bauern und Pastoren als fromme Basis-Bewegung gegründet, um die Bibel preiswert anbieten zu können. "Mit dem Bücherverkauf sowie mit Vorträgen und weiteren Aktionen wollen wir dazu beitragen, dass die Menschen im Elbe-Weser-Raum die Bibel in die Hand nehmen, sie lesen und verstehen und danach leben", sagte Geschäftsführerin Christiane Huß.

Internet: www.stader-bibelgesellschaft.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b1537/05.06.07)
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Früher gefürchtet, heute geachtet - Stader Bibel- und Missionsgesellschaft besteht 175 Jahre

Von Dieter Sell (epd)

Stade (epd). Als Lehrer, Bauern und Pastoren vor 175 Jahren die Stader Bibel- und Missionsgesellschaft gründeten, ging unter den Offiziellen die Angst um. Sie fürchteten, dass mit dem 13. Juni 1832 in der Aula des Athenäums in Stade ein Sammelbecken für "Sektierer und frömmelnde Schwärmer" entstehen könnte. Die Gründer um Gymnasial-Rektor Georg Sattler (1794-1866) sorgten indes für eine Verbindung, die bis heute bundesweit einmalig blieb: Bibel und Mission sollten gemeinsam "das Reich Gottes fördern", wie es im ersten "Grundgesetz" der Gesellschaft hieß.

Bauern gaben dafür ihr Geld und trugen ihre Spenden zu Fuß aus vielen Dörfern zwischen Elbe und Weser nach Stade. "Das war pietistische Herzensfrömmigkeit, die da aufbrach", erläutert der Stader Pastor i.R. Martin Schomerus, der zwischen 1981 und 2001 Vorsitzender war. Orthodoxe Lutheraner sahen sich von den "Pietisten, Mystikern und Separatisten" bedroht und warnten vor einem Angriff auf den wahren Glauben, den sie mehr mit der Vernunft als mit dem Herzen verbanden.

Erst Jahre später entspannte sich die Lage. Zum Vertrieb von Bibeln entstanden Agenturen. 1842 wurden eigene Theologen zur "Heidenmission" nach Neuseeland entsandt. Später machten die Stader Missionsfeste in ganz Niedersachsen Furore. Die Nationalsozialisten verboten die Organisation, deren Arbeit nach dem Zweiten Weltkrieg auch mit britischen und amerikanischen Spenden mühsam wieder aufgebaut wurde.

"Einen kräftigen Schub" gab es Schomerus zufolge 1989 durch die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft im Nordwesten, in der regionale Bibelgesellschaften aus Niedersachsen und Bremen kooperierten. Lange Zeit konnten Kirchengemeinden über diese Quelle Bibeln mit Rabatten kaufen. Doch Buchhändler sahen darin eine unlautere Konkurrenz und pochten auf die allgemein gültige Preisbindung für Bücher. Preisnachlässe sind nun passé, und Geschäftsführerin Christiane Huß setzt auf neue Aktionen für den alten Auftrag, Gottes Reich zu fördern.

So können Kindertagesstätten im Jubiläumsjahr "Schatzkisten" mit dem "Buch der Bücher" gewinnen. In einem kleinen Laden neben der Stader St.-Cosmae-Kirche laufen die Fäden für diese und andere Aktionen zusammen. Wohl nirgendwo in der Region gibt es so viele unterschiedliche Bibeln wie in der christlichen Bücherstube, die Christiane Huß zusammen mit 25 Ehrenamtlichen offen hält. Das Sortiment reicht vom opulenten Kunstdruck bis zur Heiligen Schrift auf CD-ROM. Als Handlungsreisende für die Bibel fährt Christiane Huß zudem wie früher mit Büchertischen über Land.

165 Gemeinden und 32 Einzelpersonen sind derzeit Mitglied der Gesellschaft und zeugen davon, dass die Arbeit längst in der Mitte der Landeskirche angekommen ist. Der Verkauf, die Arbeitsgemeinschaft Nord-West und besondere Aktionen wie Vorträge und Konzerte seien die Säulen der Arbeit, betont der Vorsitzende, der Buxtehuder Superintendent Helmut Blanke. Alles konzentriert sich nach den Worten des leitenden Theologen auf die Mission, die seit 175 Jahren gültig ist: "Wir wollen die Bibel unter die Leute und ins Gespräch bringen."

Internet: www.stader-bibelgesellschaft.de

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Hamelner übertragen Schlussgottesdienst des Kirchentages

Hameln (epd). Christen in Hameln können den Schlussgottesdienst des evangelischen Kirchentages in Köln auf einer Großbildwand live miterleben. Im Stil der Spiele der Fußball-WM werde der Gottesdienst an diesem Sonntag um 10 Uhr im Hamelner Münster übertragen, teilte Pressepastor Simon Pabst am Mittwoch mit. Die Lieder werden von allen Besuchern mitgesungen. Auch das Abendmahl soll vor Ort mit Brot und Traubensaft gefeiert werden. Zum 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag werden von Mittwoch bis Sonntag in Köln rund 100.000 Dauerteilnehmer erwartet.

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Evangelische Kirche macht beim Harzfest mit

Clausthal-Zellerfeld (epd). Mit einem eigenen Festwagen und anderen Aktionen beteiligen sich evangelische Kirchengemeinden am 30. Juni und 1. Juli am Harzfest in Clausthal-Zellerfeld. An einem Stand können Interessierte für eine Spende kleine Original-Holzstücke aus der gegenwärtigen renovierten Marktkirche in Clausthal erwerben, teilte der Kirchenkreis Clausthal-Zellerfeld mit. Die Marktkirche ist eine der größten Holzkirchen auf der Welt. Das Harzfest findet zum 15. Mal statt, es wird erstmals in Clausthal-Zellerfeld ausgerichtet.

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"Zauberhandy" informiert Kinder über Klostergeschichte

Lilienthal/Kr. Osterholz (epd). Zum 775-jährigen Bestehen des Klosters und der Gemeinde Lilienthal bei Bremen ist ein besonderer Kirchenführer für Kinder erschienen. Die Autorin Ingeborg Bräuninger hat zusammen mit der Illustratorin Anne Hermsen unter dem Titel "Das Zauberhandy" ein Buch veröffentlicht, das mit einer Zeitreise in die Klostergeschichte historische Fakten und Hintergründe kindgerecht vermittelt.

Das Buch mit einer Startauflage von 500 Exemplaren ist unter anderem in den Pfarrämtern der örtlichen evangelischen St. Marien-Gemeinde zu bekommen. Der Erlös fließt nach Angaben von Pastor Tilman Heidrich in die Sicherung der mittelalterlichen Wandmalereien in der Klosterkirche, die bei einer Renovierung in den 1970er Jahren freigelegt worden waren.

Urkundlich verbürgt beginnt die Geschichte Lilienthals 1232 mit der Gründung des Zisterzienser-Nonnenklosters durch den Bremer Erzbischof Gerhard II. Die Kellergewölbe des Klosters sind teilweise noch erhalten. Das 775-jährige Bestehen der Siedlung soll insbesondere mit einem Jubiläums-Wochenende vom 15. bis 17. Juni gefeiert werden. Unter dem Motto "Gestern - Heute - Morgen" gehört dazu ein Festumzug, an dem sich die Kirchengemeinde beteiligt.

Die Klosterkirche selbst wurde zwischen 1248 und 1262 errichtet und durch den Bremer Erzbischof Hildebold eingeweiht. Das Kloster "vallis liliorum" hat der Gemeinde Lilienthal auch den Namen gegeben: Die weiße Lilie aus dem Marienbild des Zisterzienserordens findet sich bis heute im Wappen der Kommune wieder.

Internet: www.lilienthal.de

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Leitfaden für Flüchtlinge im Internet

Hildesheim (epd). Ein neuer Leitfaden für Flüchtlinge in Niedersachsen ist jetzt im Internet abrufbar. Es handele sich um den Versuch, das Asylverfahren sowie die aufenthalts- und sozialrechtliche Situation von Flüchtlingen zusammenhängend darzustellen, sagte Kai Weber vom Niedersächsischen Flüchtlingsrat am Dienstag in Hildesheim. Der Leitfaden behandele alle wesentlichen Rechtsfragen zum Asylverfahren wie auch zu rechtlichen Ansprüchen.

-> INTERNET

(epd Niedersachsen-Bremen/b1542/05.06.07)
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Kloster Loccum bietet geistliches Handbuch für Pilger an

Loccum (epd). Für Wanderer auf dem Pilgerweg von Loccum nach Volkenroda steht jetzt ein spirituelles Handbuch zur Verfügung. Der "Loccumer Wegbegleiter" bietet auf 296 Seiten Bibeltexte, Lieder, Segenssprüche und Gedanken zum Pilgern, teilten die Initiatoren des Pilgerwegs am Mittwoch mit. Autoren sind der Abt des Klosters Loccum und frühere evangelische Landesbischof in Hannover, Horst Hirschler, sowie Pastorin Maike Selmayr.

Der ökumenische Pilgerweg, 2005 eröffnet, führt über rund 300 Kilometer an Weser, Leine und Unstrut entlang vom Kloster Loccum bei Nienburg zum Kloster Volkenroda in Thüringen. Zahlreiche Kirchen und 39 Klöster säumen den spirituellen Wanderweg, unter ihnen zwölf Zisterzienser-Klöster und zwei orthodoxe Klöster. Der "Loccumer Wegbegleiter" mit rund 120 Abbildungen kann im Kloster Loccum bestellt werden (Telefon 05766/9602-0).

(epd Niedersachsen-Bremen/b1555/06.06.07)
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