Kirche will multireligiöse Feiern in der Schule klären

Nachricht 04. Juni 2007

Hannover (epd). In einer neuen Arbeitshilfe für die Schule plädiert die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers für eine Unterscheidung zwischen christlichen Gottesdiensten und multireligiösen Feiern. Unter der Titelfrage "Warum beten wir eigentlich nicht zusammen?" wenden sich die Autoren gegen die Annahme, dass Menschen verschiedener Religionen an den gleichen Gott glauben. Ein "interreligiöses Gebet" sei nicht möglich, erklärte die Landeskirche am Montag in Hannover.

Ein christlicher Gottesdienst könne in "liturgischer Gastfreundschaft" gehalten werden, heißt es in der Arbeitshilfe. Dabei gehe man bewusst auf Gäste aus anderen Religionen ein. Bei einer multireligiösen Feier beteten Gläubige nebeneinander ohne Vermischung ihrer Religionen. Die Beteiligten nähmen die Gebete der jeweils anderen "respektvoll wahr". Solche Feiern seien etwa zur Einschulung oder anlässlich von Unglücksfällen geeignet.

Die Arbeitshilfe "Warum beten wir eigentlich nicht zusammen? Gottesdienste und religiöse Feiern im multireligiösen Schulkontext" ist für 5 Euro erhältlich unter Telefon 0511/1241-452 per E-Mail unter islam.migration@kirchliche-dienste.de.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1527/04.06.07)
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