Edith-Stein-Preis für Schwestern aus Wülfinghausen

Nachricht 01. Juni 2007

Göttingen/Springe (epd). Wegen ihres Beitrags zur Ökumene erhalten die Schwestern des evangelischen Ordens Communität Christusbruderschaft im Kloster Wülfinghausen in diesem Jahr den Göttinger Edith-Stein-Preis. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt alle zwei Jahre Personen oder Einrichtungen, die sich in Gesellschaft und Politik besonders engagiert haben, teilte das Kuratorium des Edith-Stein-Kreises mit. Äbtissin Adelheid Wenzelmann nimmt den Preis am 22. November bei einer Feier in Göttingen entgegen.

Mit ihren Exerzitien-Angeboten versuche die Communität klassische katholische Spiritualität in den evangelischen Raum hineinzutragen, hieß es zur Begründung. Die Schwestern hielten im Kloster ein breites Angebot an Veranstaltungen für katholische und evangelische Christen sowie für Nicht-Christen vor. Zudem sei es den Schwestern gelungen, ein altes Kloster wiederzubeleben.

Das Kloster Wülfinghausen in Springe wurde 1236 von Augustinerinnen gegründet und nach 1593 als evangelisches Damenstift weitergeführt. 1994 wurde es der Communität Christusbruderschaft zur Verfügung gestellt, die ihren Sitz im oberfränkischen Selbitz hat.

Die 1891 in Breslau geborene Jüdin und Philosophin Edith Stein konvertierte zum katholischen Glauben und trat in den Orden der Karmeliterinnen ein. 1942 wurde sie von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordet und 1998 vom Papst heilig gesprochen. Dem Kuratorium des Göttinger Edith-Stein-Kreises gehören evangelische und katholische Christen sowie die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit an.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1503/01.06.07)
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