Auf einen Blick (25.5.)

Nachricht 25. Mai 2007

Auf Hamelner Kirchendach wird Sonnenstrom erzeugt

Hameln (epd). Die evangelische Paul-Gerhardt-Gemeinde in Hameln hat auf dem Dach ihrer Kirche eine Photovoltaik-Anlage installiert. Sie besteht aus 120 Solarmodulen und hat eine Fläche von 150 Quadratmetern, sagte Pastor Jürgen Harms am Freitag dem epd. Bei 20 Kilowatt Leistung soll die Anlage jedes Jahr rund 17.400 Kilowattstunden Strom aus Sonnenstrahlen erzeugen und in das Netz der Hamelner Stadtwerke einspeisen. Den Angaben zufolge wird die Umwelt so jährlich um hunderte Tonnen Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und Stickoxide entlastet.

Kirchengemeinde und Stadtwerke haben die 108.000 Euro teure Anlage gemeinsam bezahlt. Allein 20.000 Euro seien durch Spenden zusammengekommen, sagte Harms. Die Photovoltaik-Anlage soll durch eine Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz refinanziert werden. Seit 2002 betreibt die evangelische Christophorusgemeinde in Göttingen eine Solarstromanlage. In Hameln war 2004 eine katholische Gemeinde nachgezogen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1433/25.05.07)
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Hospiz-Stiftung schreibt Preis mit 10.000 Euro aus

Hildesheim (epd). Die Hospiz-Stiftung Niedersachsen will Ehrenamtliche und Pflegeheime, die sich für sterbende Menschen einsetzen, erstmals mit einem Hospizpreis auszeichnen. Dafür ist ein Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro ausgesetzt, teilte die Stiftung am Freitag in Hildesheim mit. Die Auszeichnung soll am 13. Oktober von der Stiftung und dem niedersächsischen Sozialministerium in der Kaiserpfalz in Goslar verliehen werden. Interessierte können sich bis zum 15. August bewerben.

Der Preis wird in zwei Sparten verliehen. Zum einen wendet er sich an Menschen, die langjährig in der Hospizarbeit tätig sind. Zum anderen sollen Einrichtungen geehrt werden, die sich für eine moderne Hospizkultur und eine schmerzlindernde Palliativ-Versorgung einsetzen und dabei Ehrenamtliche einbeziehen. Die Stiftung wurde 2003 von den evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümern in Niedersachsen gegründet, um die ehrenamtliche Hospizarbeit zu fördern. Ihr Schirmherr ist der frühere Bundesinnenminister Rudolf Seiters (CDU) aus Papenburg.

In Niedersachsen engagieren sich den Angaben zufolge rund 8.000 Frauen und Männer in mehr als 130 Initiativen ehrenamtlich für sterbende Menschen. Ihre Arbeit sei nicht wegzudenken, sagte Pastoralreferent Ulrich Domdey vom katholischen Bistum Hildesheim als Vorsitzender der Stiftung. Die Ehrenamtlichen sollten sich weiter auf Augenhöhe in die professionellen Netzwerke zur Begleitung Sterbender einbringen: "Sie müssen sich auf gar keinen Fall verstecken." Domdey begrüßte es, dass sich der Hospizgedanke auch in der Ausbildung der Ärzte und Pfleger fortentwickele.

Nötig sei es, die Fortbildungen der Ehrenamtlichen und ihre Strukturen durch das Land langfristig finanziell zu fördern wie in anderen Bundesländern, hieß es. Die Stiftung forderte auch eine "Hospizkarenz" wie in Österreich und anderen Ländern. Dort können sich Angehörige für einen bestimmten Zeitraum von der Arbeit freistellen lassen, um schwerkranke Angehörige zu pflegen.

Domdey begrüßte es weiter, dass das Land flächendeckend Stützpunkte zur Hospiz- und Palliativversorgung einrichte. Dabei müsse aber auf Qualität statt auf Schnelligkeit geachtet werden. Die Politiker sollten so bald wie möglich einen Bedarfsplan für Palliativbetten erstellen. Sonst bestehe die Gefahr, dass sich die neuen Spezialbetten in den Krankenhäusern gegenseitig Konkurrenz machten und die Position der stationären Hospize schwächten. Landesweit gibt es bisher zwölf Palliativ-Stützpunkte.

Internet: www.hospiz-stiftung-niedersachsen.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b1426/25.05.07)
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Braunschweig will Gemeindekolleg der VELKD aufnehmen

Braunschweig (epd). Neuer Standort des Gemeindekollegs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) wird möglicherweise Braunschweig. Es gebe allerdings mehrere Bewerbungen, sagte am Freitag der Pressesprecher der VELKD, Udo Hahn. Die seit 20 Jahren bestehende Bildungseinrichtung hat derzeit ihren Sitz im Predigerseminar in Celle, das die Landeskirche Hannover im nächsten Jahr schließen will.

Über die Braunschweiger Bewerbung will Oberlandeskirchenrat Peter Kollmar am Wochenende nach Pfingsten die braunschweigische Landessynode auf ihrer Tagung in Goslar informieren. Das Gemeindekolleg würde in Braunschweig die Infrastruktur des Predigerseminars an der Brüdernkirche nutzen. Die braunschweigische Landeskirche bezeichnet diesen Komplex seit kurzem als "Theologisches Zentrum". Der Leitende Bischof der VELKD, Johannes Friedrich (München), ist als Gast nach Goslar eingeladen worden.

VELKD-Sprecher Hahn wies darauf hin, dass das Gemeindekolleg über die acht VELKD-Mitgliedskirchen hinaus Zuspruch finde. Bekannt sei es unter anderem durch die missionarische Telefonaktion "Neu anfangen" und durch Kurse für Sterbebegleiter. Hahn geht davon aus, dass sich die VELKD mit der Standortentscheidung noch Zeit lassen wird.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1425/25.05.07)
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EKD plant Zentrum für Männer- und Frauenarbeit

Berlin/Hannover (epd). Die Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat die Weichen für Reformen gestellt. Ab 2009 soll in Hannover ein gemeinsames Zentrum für Frauenarbeit und Männerarbeit in der EKD gebildet werden, wie auf der Haupttagung am Donnerstag in Berlin beschlossen wurde. Partner sei der dann neu gegründete Verband Evangelische Frauen in Deutschland e.V. Beide Verbände sollen jedoch in ihren Strukturen und Gremien eigenständig bleiben.

Internet: www.maenner-online.de.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1417/24.05.07)
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Ehrendoktorwürde in Potsdam für Axel von Campenhausen

Potsdam/Göttingen (epd). Der Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Axel von Campenhausen, hat am Mittwoch die Ehrendoktorwürde der Universität Potsdam erhalten. Der Göttinger Kirchenrechtler werde von der Juristischen Fakultät, dem Kanonistischen Institut und dem Evangelischen Institut für Kirchenrecht für seine Verdienste um Wissenschaft, Kirche und Staat geehrt, teilte die Hochschule mit.

Campenhausen gilt als renommierter Experte für Rechtsfragen zu Kirche und Staat. Der Professor war Mitglied der EKD-Synode sowie der Synoden der evangelischen Landeskirchen in Bayern und Hannover. Er leitete 20 Jahre lang die Klosterkammer Hannover und steht seit 1970 an der Spitze des Kirchenrechtlichen Instituts der EKD in Göttingen. Zudem ist der Autor zahlreicher Bücher zu Kirchen-, Stiftungs- und Schulrecht auch Domherr im Kapitel der Vereinigten Domstifter von Merseburg, Naumburg und Zeitz in Sachsen-Anhalt.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1403/23.05.07)
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Christine Jahn wird neue Gottesdienst-Referentin der VELKD

Christine Jahn, Pfarrerin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, wird neue Referentin für Gottesdienst und Liturgie der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD). Die 47-jährige Theologin, die seit 2000 als Pfarrerin in Murnau (Dekanat Weilheim/Kirchenkreis München) arbeitet, wurde von der Kirchenleitung der VELKD zur Nachfolgerin von Oberkirchenrat Hans Krech berufen, der zum 31. Oktober 2007 in den Ruhestand geht.

Frau Jahn wechselt zum 1. November in das Amt der VELKD nach Hannover. Sie studierte an der Musikhochschule München sowie Evangelische Theologie. Von 1995 bis 1998 war sie Theologische Referentin für Gottesdienst und Kirchenmusik sowie von 1998 bis 2000 Theologische Referentin für Pfarrerinnen und Pfarrer im Personalreferat des bayerischen Landeskirchenamtes. Seit 2002 ist sie Mitglied der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sowie u. a. Mitglied des Liturgischen Ausschusses der VELKD. ________________________________________
Amt der VELKD - Pressestelle
www.velkd.de