EKD-Sportbeauftragter fordert Kampf gegen Doping

Nachricht 24. Mai 2007

Hannover (epd). Der Sportbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Valentin Schmidt, hat eine gemeinsame Anstrengung internationaler Sportverbände beim Kampf gegen Doping gefordert. Wenn die Anwendung unerlaubter Mittel künftig nicht verhindert werden könne, werde der Sport großen Schaden nehmen, sagte Schmidt in einem epd-Gespräch. Die Doping-Geständnisse der Radsportler Rolf Aldag und Erik Zabel bezeichnete der ehemalige Präsident des EKD-Kirchenamtes in Hannover als "ganz furchtbar".

Die beiden Spitzenfahrer seien Vorbilder im Radsport gewesen, so Schmidt. Viele Hobbyradsportler hätten sich an ihnen orientiert. "Späte Reue ist aber besser als gar keine Reue", sagte der EKD-Sportbeauftragte. Immerhin hätte die beiden die Kraft zu einem späten Geständnis gefunden. Schmidt warnte davor, alle Radsportler zu verdammen. Die Auswüchse müssten aber intensiver bekämpft werden.

Es gehe um einen fairen Wettbewerb "und nicht um einen Wettkampf der Medikamente", betonte Schmidt. Er plädierte für eine andere Haltung bei der Bewertung sportlicher Leistungen und für Fairness: "Eine Niederlage ohne Doping ist weit ehrenwerter als ein Sieg mit unerlaubten Mitteln."

Schmidt sprach sich weiter für eine stärkere Beteiligung des Staates beim Kampf gegen Doping aus. Die bisherigen Kontrollmechanismen hätten versagt. Bereits der Besitz unerlaubter Mittel müsse unter Strafe gestellt werden, um eine größere Abschreckungswirkung zu erzielen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1415/24.05.07)
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