"Tschernobyl-Kinder" machen Ferien in Niedersachsen

Nachricht 23. Mai 2007

Hannover (epd). Die ersten 134 "Tschernobyl-Kinder" sind am Mittwoch auf dem Flughafen Hannover eingetroffen. Insgesamt erwartet die hannoversche Landeskirche wieder rund 1.000 Gäste aus Weißrussland zu ihrer 17. Ferienaktion. Die gesundheitlichen Folgen der Reaktor-Katastrophe vom 26. April 1986 hielten noch immer an, erklärte die evangelische Landeskirche.

Mit dem ersten Flug kamen auch fünf Mütter mit Kleinkindern und sechs Dolmetscherinnen. Die Gäste aus der besonders betroffenen Region Gomel werden vier Wochen bei Gastfamilien verbringen. Das Flugzeug wurde für den Rückflug mit knapp 4,5 Tonnen an Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern beladen. Die Sachspenden haben einen Wert von 80.000 Euro.

Die Erholungsaufenthalte für strahlengeschädigte Kinder seien immer noch nötig und sinnvoll, betont die Landeskirche. Die Anzahl der erkrankten Kinder sei hoch und steige weiter an. Neben Krebserkrankungen träten auch Immunschwächen und Diabetes auf. Viele der Kinder und Jugendlichen litten an zwei bis drei chronischen Krankheiten. Die Ferienaktion läuft bis zum 12. September. Beteiligt sind 24 Kirchenkreise.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1398/23.05.07)
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