Auf einen Blick - 22.5. - aktualisiert: Interview mit Rainer Kiefer

Nachricht 22. Mai 2007

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Das Thema: „global & gerecht“ – Kirchenaktion zum G8-Gipfel - Interview mit OLKR Rainer Kiefer
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Militärbischof Krug bestürzt über Attentate in Kundus

Oldenburg (epd). Der evangelische Militärbischof Peter Krug hat sich bestürzt über das Attentat auf Bundeswehr-Soldaten im afghanischen Kundus geäußert. "Selbstmord-Attentate sind durch nichts zu rechtfertigen", sagte Krug, der auch Bischof der oldenburgischen Kirche ist, am Montag dem epd. Soldaten im Einsatz für den Frieden seien heimtückisch umgebracht worden. Solche Attentate seien ein Zeichen "schrecklichster religiöser Verblendung". Bei dem Anschlag am Wochenende waren drei deutsche Soldaten ums Leben gekommen.

Er trauere mit den Angehörigen der Soldaten, aber auch mit ihren Kameraden und den Sanitätern, die noch unter dem Schock der Eindrücke stünden, sagte Krug. In seine Trauer mische sich auch Bitternis: Gerade Kundus sei ein erfolgreiches Modell ziviler und militärischer Zusammenarbeit zum Wohle der Bevölkerung. "Das Attentat wirft unsere Bemühungen um Jahre zurück", sagte der Militärbischof. Er hatte die Stadt im Norden Afghanistans vor zwei Jahren besucht und dort "sehr positive Eindrücke" gesammelt.

Krug forderte die Politiker und die Führung der Bundeswehr auf, sich über das zukünftige Engagement Deutschlands in Afghanistan Gedanken zu machen. In der näheren Zukunft müssten die Soldaten im Land bleiben. "Aber wie viele Jahre ist dies noch durchzuhalten?", fragte Krug.

In Kundus habe es bereits einen Trauergottesdienst mit dem evangelischen und dem katholischen Militärseelsorger gegeben, berichtete Krug. Am Mittwochabend werden die toten Soldaten am Kölner Flughafen erwartet. Dort solle auch eine kleine Trauerfeier stattfinden, an der er teilnehmen werde, sagte der Militärbischof.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1371/21.05.07)
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1. Internationaler Gebetstag für den Frieden – 2007: Mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens

Im Jahre 2007 schließt sich der Ökumenische Rat der Kirchen zum vierten Mal dem Internationalen Friedenstag der Vereinten Nationen an und lädt die Gemeinden in aller Welt ein, – möglichst mit gleichlautenden Gebeten – in allen Kirchen am 21. September, beziehungsweise an dem vorangehenden oder am darauf folgenden Sonntag, für den Frieden zu beten. Bei der Zusammenkunft im Mai 2004 von Dr. Sam Kobia (Generalsekretär des ÖRK) zu Gesprächen mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, über die Rolle der Kirchen im Friedensprozess bestätigte Annan, dass der vorgeschlagene Friedenstag in diesem Jahr am 21. September begangen werden soll.
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Diakonische Dienste Hannover mit neuem Sprecher

Hannover (epd). Die Holding-Geschäftsführung der Diakonischen Dienste Hannover gGmbH bekommt einen neuen Sprecher. Der Mediziner Utz Wewel wurde zum Nachfolger von Pastor Gerhard Szagun gewählt, der Mitte des Jahres in den Ruhestand geht, teilte der Aufsichtsrat am Montag mit. Zur Holding haben sich die evangelischen Krankenhausträger Henriettenstiftung, Annastift und Friederikenstift in Hannover zusammengeschlossen.

Mit dem 49-jährigen Wewel habe man "eine Persönlichkeit gewonnen, die hervorragende Erfahrungen in der Steuerung komplexer Systeme mitbringt", erklärte Landeskirchenamts-Präsident Eckhart von Vietinghoff als Vorsitzender des Aufsichtsrates. Der promovierte Mediziner Wewel ist Leitender Verwaltungsdirektor der Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH mit Sitz in Osnabrück, die in Norddeutschland acht Akutkliniken betreibt. Von 1991 bis 2002 war er beim Landesbetrieb Krankenhäuser Hamburg tätig. (epd Niedersachsen-Bremen/b1376/21.05.07)

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„Bonhoeffer und Luther“

Unter dem Titel „Bonhoeffer und Luther – Zentrale Themen ihrer Theologie“ ist jetzt eine Veröffentlichung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) erschienen. Der 233 Seiten umfassende Band dokumentiert die Vorträge eines Symposiums mit wissenschaftlichen Theologinnen und Theologen der jüngeren Generation aus dem In- und Ausland, das die VELKD in ihrem Theologischen Studienseminar in Pullach bei München anlässlich des 100. Geburtstags Dietrich Bonhoeffers im vergangenen Jahr veranstaltete. Martin Luther ist die in den Werken Bonhoeffers am häufigsten zitierte Autorität, heißt es im Vorwort der Publikation. Angesichts der intensiven Auseinandersetzung Bonhoeffers mit Luthers Theologie, sei ein Vergleich zwischen beiden lohnend. Aber auch über diese Verbindung hinaus gebe es Berührungspunkte zwischen beiden. Luther wie Bonhoeffer seien Theologen gewesen, deren Lebenskontexte und -erfahrungen in vielfältiger Weise in ihre Theologie eingeflossen seien.

Das Buch enthält Beiträge von Tomi Karttunen, Christina-Maria Bammel, Karsten Lehmkühler, Christiane Tietz, Kirsten Busch Nielsen, Martin Abraham, Péter Szentpéterey, Frédérique Dantonel, Peter Zimmerling und Wolf Krötke. Es wird herausgegeben von Oberkirchenrat Prof. Dr. Klaus Grünwaldt, Referent für Theologische Grundsatzfragen der VELKD, Dr. Christiane Tietz (Tübingen/Mainz), Privatdozentin für Systematische Theologie, und Oberkirchenrat Udo Hahn, Pressesprecher der VELKD und Leiter des Referates „Medien und Publizistik“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Der Band „Bonhoeffer und Luther – Zentrale Themen ihrer Theologie“ (233 Seiten, 9,80 Euro, ISBN 978-3-9810914-1-0) kann über jede Buchhandlung bezogen oder direkt beim Amt der VELKD, Richard-Wagner-Str. 26, 30177 Hannover, Tel.: 0511/62 61 239, Fax: 0511/62 61 211, E-Mail: zentrale@velkd.de), bestellt werden.