Auf einen Blick (18.5.)

Nachricht 18. Mai 2007

Diakoniepräsident für schnellen Ausbau von Krippen

Hannover (epd). Die Diakonie könne die Zahl der Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren schnell ausbauen, hat ihr Präsident Klaus-Dieter Kottnik zugesagt. Voraussetzung sei, dass die Finanzierung stehe, erklärte er in einem Interview der in Hannover erscheinenden "Evangelischen Zeitung". In Deutschland stünden derzeit rund 16.000 arbeitslose Erzieherinnen bereit.

Der Ausbau von Kindertagesstätten bedeute nicht, "dass jeder sein Kind dahin bringen muss", sagte Kottnik. Aber es gebe viele Familien und Alleinerziehende, für die das nötig sei. In Modellprojekten habe die Diakonie Kindergärten mit Beratungsstellen vernetzt. Dort hätten Eltern eine Anlaufstelle, an die sie sich mit ihren Problemen wenden könnten. In Deutschland würden Familien zunehmend benachteiligt.

Der Präsident forderte, Deutschland müsse sich dem europäischen Standard in der Kinderbetreuung annähern: "Das Land, das den Kindergarten erfunden hat, hinkt heute bei den Kindertagesstätten weit hinterher." Erzieherinnen und Erzieher seien zunehmend dafür da, Bildung zu vermitteln. Das müsse sich auch in ihrer Ausbildung widerspiegeln.

Der 54-jährige Kottnik ist jetzt 100 Tage in seinem Amt als Präsident eines der größten Wohlfahrtsverbände in der Bundesrepublik. Unter dem Dach des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sind mehr als 450.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 27.500 sozialen Einrichtungen beschäftigt.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1352/18.05.07)
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Landesregierung trifft sich mit evangelischen Kirchen

Hannover (epd). Die niedersächsische Landesregierung trifft sich am Dienstag in Hannover mit der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Nach einer Kabinettssitzung im Landeskirchenamt stehe eine Begegnung in der Neustädter Hof- und Stadtkirche auf dem Programm, teilte die Staatskanzlei am Freitag mit. Bei diesem turnusmäßigen Treffen könnte diesmal angesichts der demographischen Entwicklung der Umgang mit älteren Menschen ein Thema sein, sagte ein Regierungssprecher.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1362/18.05.07)
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Kirchlicher Aktionstag in Göttingen zum G-8-Gipfel

Göttingen (epd). Mit Aktionen am 23. Mai in Göttingen wollen Kirchen und entwicklungspolitische Organisationen auf den bevorstehenden G-8-Gipfel in Heiligendamm aufmerksam machen. Ein Programm in der Fußgängerzone und ein Vortrag am Abend rückten das Thema Verschuldung in den Mittelpunkt, heißt es in einer Ankündigung. Veranstalter des Aktionstages sind die evangelische hannoversche Landeskirche, das katholische Bistum Hildesheim und das in Göttingen ansässige Institut für angewandte Kulturforschung.

Auf einer Bühne vor der Innenstadtkirche St. Jacobi werden Kirchenvertreter und andere Persönlichkeiten von 15 Uhr anöffentlich befragt, wie sie die Verschuldung der Entwicklungsländer beurteilen. Auf großen Ballons sollen Unterschriften für einen Schuldenerlass gesammelt werden. Die Kampagne "Erlassjahr" (www.erlassjahr.de) will zur Großdemonstration gegen den G-8-Gipfel am 2. Juni 1.000 solcher Ballons mit insgesamt 100.000 Unterschriften mitbringen.

In der Fußgängerzone präsentieren sich auch viele Initiativen mit ihren Ständen. Außerdem gebe es Musik und "fair gehandelten Kaffee", hieß es. Abends um 19.30 Uhr hält Vitalice Meja vom afrikanischen Entschuldungsnetzwerk "Afroad" in der Katholischen Hochschulgemeinde einen Vortrag über die Folgen der Verschuldung in Afrika.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1343/16.05.07)
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Gorka und Strenge vertreten Kirchen im NDR-Rundfunkrat

Hildesheim/Hamburg (epd). Der Hildesheimer Landessuperintendent Eckhard Gorka ist neues Mitglied im Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks. Er sei von der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen in das Gremium entsandt worden, teilte der Sprengel am Mittwoch mit. Der Präsident der Synode der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Hans-Peter Strenge, ist ebenfalls Mitglied im NDR-Rundfunkrat.

Den evangelischen Kirchen stehen zwei Plätze in dem Gremium zu. Der Rundfunkrat konstituiert sich am 25. Mai, seine Amtsperiode dauert bis 2012. Der NDR-Rundfunkrat soll in dem Sender die Interessen der Allgemeinheit vertreten. Er ist unter anderem für die Wahl und Abberufung des Intendanten sowie für die Genehmigung des Wirtschaftsplans zuständig. – Gorka (52) hat außer Theologie auch Zeitungswissenschaft studiert. Er ist seit 2000 Landessuperintendent in Hildesheim.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1342/16.05.07)
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Medizin-Professor übernimmt Vorsitz im Akademie-Konvent

Loccum (epd). Der Mediziner Professor Horst von der Hardt aus Hannover hat den Vorsitz im Konvent der Evangelischen Akademie Loccum übernommen. Er löste die Braunschweiger Soziologie- Professorin Ulrike Vogel ab, die nach acht Jahren turnusgemäß aus dem Konvent ausschied, teilte die jüngste Ausgabe der Zeitschrift "Forum Loccum" mit.

Von der Hardt war von 1999 bis 2004 Rektor der Medizinischen Hochschule Hannover und bis zu seiner Pensionierung Leiter der Abteilung Kinderheilkunde. Er gehört dem Konvent seit 2002 an. Der ehrenamtliche Konvent berät die Akademie bei ihrer Programmplanung und in Personalfragen.

Internet: www.loccum.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b1329/15.05.07)
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Künstler schenkt Kirche in Lamspringe einen Bilderzyklus

Lamspringe/Kr. Hildesheim (epd). Der freischaffende Künstler Micha Kloth schenkt der evangelischen Sophienkirche in Lamspringe bei Hildesheim einen Bilderzyklus. Er schuf zwölf farbige Gemälde mit Motiven zum Kirchenjahr, die künftig die Empore der 1692 vollendeten Barockkirche schmücken werden, sagte Kirchenvorsteher Axel Kronenberg am Freitag dem epd. An diesem Sonntag soll der Zyklus eingeweiht werden.

Der 55-jährige Kloth, der in Lamspringe geboren wurde, hat bereits in Frankreich, Polen, Rumänien und der Türkei ausgestellt und lehrte als Gastdozent und Professor im spanischen Valencia und in der Türkei. An den Bildern habe der Künstler zwei Jahre lang gearbeitet, sagte Kronenberg. Anlass sei eine schwere Krankheit seiner Mutter gewesen: Kloth habe versprochen, der Kirche etwas Gutes zu tun, falls die Mutter wieder gesund wird. Dies löse er jetzt ein.

Die zwölf Bilder zeigen etwa das Abendmahl, die heiligen drei Könige sowie Motive zu Weihnachten, Ostern oder Pfingsten. Die Empore war dem Kirchenvorsteher zufolge ursprünglich mit barocken Blumenmotiven geschmückt. Diese wurden im 19. Jahrhundert jedoch übermalt. Die Kirchengemeinde reagiert laut Kronenberg durchweg positiv auf die modernen Bilder: "Die Leute sind stolz, dass sie einen Künstler im Ort haben, der so etwas für sie tut." Der Festgottesdienst zur Einweihung beginnt um 17 Uhr.

Internet: www.michakloth.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b1347/18.05.07)
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