Auftakt der landeskirchlichen Tschernobyl-Aktion

Nachricht 18. Mai 2007

Familien schenken strahlengeschädigten Kindern vier Wochen Erholung

Zum Auftakt der 17. Ferienaktion der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für die sog. Tschernobyl-Kinder werden am Mittwoch, dem 23. Mai 2007, 134 Kinder, 5 Mütter mit Kleinkindern sowie 6 Dolmetscherinnen aus dem besonders von der Reaktorkatastrophe betroffenen Gebiet Gomel auf dem Flughafen Hannover-Langenhagen erwartet.

Das erste Flugzeug mit weißrussischen Gästen wird durch Oberlandeskirchenrat Gerd Steffen und den Botschafter der Republik Belarus (Weißrussland) aus Berlin, Wladimir Skworzow, auf dem Flugfeld offiziell begrüßet. Im Zeitraum vom 23. Mai bis zum 12. September 2007 werden insgesamt etwa 1.000 weißrussische Gäste nach Niedersachsen reisen. Sie kommen für jeweils vier Wochen und werden in Familien wohnen. 24 Kirchenkreise beteiligen sich an der diesjährigen Aktion.

Diese Erholungsaufenthalte für die strahlengeschädigten Kinder sind noch immer dringend nötig und sinnvoll, weil die (gesundheitlichen) Folgen der Reaktorkatastrophe noch lange nicht vergehen werden. Neben der Vielzahl von Schilddrüsenkrebserkrankungen nehmen in den letzten Jahren Herz- und Blutkrankheiten, Brust-, Lungen-, Haut- und Magenkrebserkrankungen sowie Immunschwächen und Diabeteserkrankungen speziell bei Kindern und Jugendlichen spürbar zu. Die Anzahl der erkrankten Kinder ist beklemmend hoch und steigt weiter an. Viele von ihnen leiden gleichzeitig an 2-3 chronischen Erkrankungen.

Im direkten Anschluss an die Ankunft der Kinder am 23. Mai wird das Flugzeug für den Rückflug mit knapp 4,5 Tonnen aus Spenden finanzierten Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern im Wert von ca. 80.000 € für die Kinderabteilungen der zentralen Gomeler Krankenhäuser beladen.