Auf einen Blick (10.5.)

Nachricht 10. Mai 2007

Holze-Stäblein eröffnet ersten Pilgerweg Ostfrieslands

Ihlow/Kr. Aurich (epd). Die evangelische Landessuperintendentin Oda Gebbine Holze-Stäblein eröffnet an diesem Sonnabend den ersten Pilgerweg in Ostfriesland. Auf größtenteils historischen Pfaden führe der Weg von Ihlow im Süden Aurichs durch das Brookmerland über Marienhafe bis zur Ludgeri-Kirche in Norden, sagte der Norder Superintendent Helmut Kirschstein am Mittwoch dem epd. Der Weg verbinde das Gelände der einstmals größten Klosterkirche zwischen Bremen und Groningen mit der größten erhaltenen Kirche des Mittelalters in Ostfriesland.

Ein Arbeitskreis aus Mitgliedern des Fördervereins "Klosterstätte Ihlow", Touristik-Mitarbeitern und Pastoren habe ein Pilgerheft mit meditativen Texten und einer detaillierten Wegbeschreibung erarbeitet, sagte Kirschstein. Benannt sei der Weg nach dem Namen des alten Klosters Ihlow: "Schola Dei - Schule Gottes".

Zur Eröffnung am Sonnabend werde sich eine Pilgergruppe nach einer Andacht um 9 Uhr in der Klosterstätte auf den 27 Kilometer langen Weg nach Marienhafe machen. Am Sonntag gehe es nach einem Festgottesdienst weiter ins 14 Kilometer entfernte Norden. In den Kirchen am Weg und an anderen Punkten hielten die Pilger zu einer Andacht inne. (Informationen und Anmeldungen beim Pilgerbüro in Ihlow unter Telefon 04929/89100).

(epd Niedersachsen-Bremen/b1248/09.05.07)
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Urlauberseelsorge sucht Helfer für Campingplätze

Aurich/Goslar (epd). Die evangelischen Urlauberseelsorger suchen noch Helfer für die Arbeit auf den Campingplätzen von der Nordseeküste bis zum Harz. An einigen Orten gebe es in der Zeit von Mitte Juli bis Ende August noch Belegungslücken, sagte der Geschäftsführer des Projektes "Kirche im Tourismus-Nordsee", Urlauberpastor Hartmut Schneider, am Mittwoch in Aurich dem epd. Auch auf den Inseln gebe es noch Plätze für Freizeithelfer.

"Die Leute sollten mindestens 18 Jahre alt sein und Spaß am Leben auf einem Campingplatz haben", sagte Schneider. Zudem sollten sie Lust haben, die Kirche bei Strand- und Zeltgottesdiensten, bei der Kinderkirche oder beim Abendsegen zu vertreten. Willkommen seien auch Paare oder Familien. Auf den Campingplätzen seien sie in modernen Wohnwagen untergebracht. Alle Teilnehmer müssten jedoch an einem Vorbereitungsseminar teilnehmen. Interessierte können sich bei Schneider in Aurich unter Telefon 04941/959251 melden.

Das Projekt "Kirche unterwegs" ist bundesweit ein spezielles Angebot der evangelischen Landeskirchen für Urlauber auf Campingplätzen. Neben vielen Ehrenamtlichen kümmern sich nach Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mehr als 200 Pastorinnen und Pastoren auf rund 90 Campingplätzen im In- und Ausland um Camping-Touristen.

Internet: www.kirche-im-tourismus.de.

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Freie Zivi-Plätze in Niedersachsen bei der Diakonie
Schulabgänger sollen sich jetzt bewerben

Hannover, 10.5.2007. Schulabgänger und andere Interessierte, die zum Sommer eine Zivildienststelle antreten wollen, sollten sich jetzt bewerben. Anerkannte Kriegsdienstverweigerer können das vielfältige Angebot des Diakonischen Werkes der Landeskirche Hannovers mit 1.000 freien Zivi-Plätzen in Niedersachsen nutzen, um in ganz unterschiedlichen Bereichen ihren Dienst abzuleisten: in der Pflege, in Betreuungs- und Fahrdiensten, als Hausmeister oder Gartenhelfer. "Die Auswahl an Einsatzstellen ist riesengroß. In großen Teilen Niedersachsens kann man bei der Diakonie seinen Dienst antreten. Dabei bleibt eines wichtig: Zivildienst ist keine verlorene Zeit. Die Zivis kommen mit Menschen und Bereichen in Kontakt, die vielen anderen verschlossen bleiben. Außerdem wird Zivildienst als sozialer Lerndienst verstanden, der die eigene Kompetenzen stärkt", so Sabine Meyer, Leiterin der Verwaltungsstelle Zivildienst im Diakonischen Werk.

Unter der Zivi-Hotline 0511/3604-278 oder per E-Mail unter zivildienst@diakonie-hannovers.de können sich Interessierte informieren und beraten lassen.

Bernd Prigge
Pressesprecher
des Diakonischen Werkes der
Evangelisch-lutherischen
Landeskirche Hannovers
www.diakonie-hannovers.de
www.woche-der-diakonie.de
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Internet-Führer beschreibt 80 Kirchen und Klöster

Lüneburg (epd). Der bisher einzige Internet-Kirchenführer in Niedersachsen präsentiert sich in neuer Gestaltung. Unter der Adresse www.heidekirchen.de werden 80 evangelische Kirchen und Klöster der Lüneburger Heide vorgestellt, sagte am Dienstag der Urlauberseelsorger der Region, Pastor Christian Cordes. Nach Angaben des Arbeitszweigs "Kirche im Tourismus" der hannoverschen Landeskirche hat das Angebot in Deutschlands größter evangelischer Landeskirche eine Vorreiterrolle.

Neben Zeichnungen der Kirchen und Erläuterungen der historischen Gebäude bietet der Kirchenführer Cordes zufolge auch Angaben zu Öffnungszeiten und Ansprechpartnern sowie eine Suchfunktion. Aufgeteilt in drei Regionen informiert er über ein Gebiet von Hamburg bis Hannover und von Verden bis ins Wendland. Bis zu 500 Mal in der Woche sei die Seite bisher aufgerufen worden, sagte Cordes: "Auch professionelle Reiseanbieter wie Busunternehmen informieren sich dort über Ausflugsziele."

(epd Niedersachsen-Bremen/b1231/08.05.07)
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Viele Angebote für Trauernde in Südniedersachsen

Göttingen (epd). Im südlichen Niedersachsen gibt es immer mehr Angebote zur Begleitung trauernder Menschen. Ein am Dienstag vor Journalisten vorgestellter Flyer des "Netzwerks Trauerbegleitung" listet 15 Gesprächskreise und Selbsthilfegruppen für Trauernde in den Landkreisen Göttingen und Northeim auf. Träger der Angebote sind die evangelische Kirche, die Organisation "Pro Familia" und unabhängige Initiativen.

Gesprächsgruppen für Eltern, deren Kinder vor oder kurz nach der Geburt starben, bestehen in Göttingen und Einbeck. Der Göttinger Diakon Klaus Gottschalt leitet Gruppen für trauernde Senioren, für Männer sowie für Hinterbliebene nach einer Selbsttötung. In Hann. Münden öffnet die Beratungsstelle "Alpha" alle zwei Wochen ein "Trauer-Café".

Seit kurzem gibt es in Göttingen auch eine Trauergruppe für Kinder und Jugendliche. "Viele von ihnen haben zunächst das Gefühl, dass sie mit ihrer Trauer um verstorbene Angehörige oder Freunde allein sind", sagte die Schulpastorin Ulrike Fuchs. In der Gruppe erführen sie, dass es in ihrem Umfeld und in ihrem Alter auch andere Betroffene gebe. Zur Trauerbegleitung würden hier auch "Kreativmethoden" angewandt wie Bilder malen oder Texte schreiben.

In den verschiedenen Gruppen gehe es häufig um Themen wie Beerdigungen, sagte Gottschalt. Viele Trauernde befürchteten, sich dabei nach bestimmten Normen und Vorgaben verhalten zu müssen: "Denen geben wir dann die Erlaubnis, so zu sein, wie man ist." Das 1999 gegründete "Netzwerk Trauerbegleitung" arbeite verbindlich und sei deshalb in Niedersachsen einzigartig. Die Initiativen tauschten sich regelmäßig aus. In der Region Hannover gibt es eine Stiftung für Trauerbegleitung.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1226/08.05.07)
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Liedermacher Baltruweit hilft Telefonseelsorge mit Benefizkonzert

Bremervörde (epd). Der evangelische Pastor und Liedermacher Fritz Baltruweit will die Telefonseelsorge im Elbe-Weser-Raum mit einem Benefizkonzert unterstützen. Die Aktion unter dem Motto "Dein Licht leuchte uns" ist nach Angaben der Organisatoren am 20. Mai ab 17 Uhr in der St. Liborius-Kirche in Bremervörde geplant. Baltruweit und seine Studiogruppe sind durch Auftritte im Fernsehen und beim Deutschen Evangelischen Kirchentag bekannt.

Beziehungsprobleme sind laut Statistik am häufigsten der Anlass für ein Gespräch mit der Telefonseelsorge im Elbe-Weser-Raum. Das Krisentelefon mit Sitz in Bad Bederkesa ist unter den kostenfreien Rufnummern 0800-1110111 und 0800-1110222 rund um die Uhr erreichbar. Im vergangenen Jahr wurden dort 21.400 Anrufe registriert.

Bei der Einrichtung engagieren sich nach eigenen Angaben mehr als 80 Freiwillige. Für den nächsten einjährigen Ausbildungskurs werden noch Interessierte gesucht, die sich unter der Telefonnummer 04745/6029 informieren können. Internet: www.telefonseelsorge-elbe-weser.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b1218/07.05.07)
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Theologe verteidigt Ethikrat-Vorschlag zur Organspende

Bremen (epd). Der Kirchenamtspräsident der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Hermann Barth, hat den Vorschlag des Nationalen Ethikrates für eine gesetzliche Neuregelung bei Organspenden verteidigt. Der Rat hatte angeregt, die Organentnahme nach dem Tod gesetzlich zu erlauben, wenn der Verstorbene sich zuvor nicht ausdrücklich dagegen ausgesprochen hat und seine Angehörigen keinen Einwand erheben. Dies schränke das Selbstbestimmungsrecht nicht ein, sagte Barth als Mitglied des Ethikrates am Donnerstag auf Radio Bremen.

Nach Meinung des Ethikrates kann auf diese Weise die Zahl der Organspenden erhöht werden. Der Vorschlag war von Politikern aller Parteien weitgehend abgelehnt worden. Kritiker sprachen von einem "Automatismus der Verfügbarkeit".

Derzeit gilt in Deutschland die so genannte Zustimmungslösung, nach der ein Spender zu Lebzeiten oder seine Angehörigen nach seinem Tod ausdrücklich der Entnahme von Organen zustimmen müssen. Mit der Organspende könne über den Tod hinaus Nächstenliebe geübt werden, betonte der Theologe Barth. In der Entscheidung für oder gegen eine Spende dürfe aber niemand bedrängt werden. Die persönliche Entscheidung sei zu achten.

Jährlich sterben in Deutschland nach Angaben des Ethikrates rund 1.000 Menschen, weil Spenderorgane fehlen. Rund 12.000 Patienten warteten auf eine Transplantation. "In Deutschland werden seit Jahren mehr Organe eingepflanzt als gespendet", sagte Barth. Deutsche Patienten profitierten über die gemeinnützige Stiftung Eurotransplant von Spendern in europäischen Nachbarländern. Die Radio-Sendung wurde live aus dem Diakoniekrankenhaus in Rotenburg bei Bremen übertragen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1273/10.05.07)
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