Qumran-Forscher treffen sich in Göttingen

Nachricht 08. Mai 2007

Göttingen (epd). Wissenschaftler aus mehreren europäischen Ländern und aus Israel befassen sich bei einer Tagung in Göttingen am 15. und 16. Mai mit Fragen der Bibelauslegung in den Schriften von Qumran. In einem öffentlichen Vortrag stellt der Präsident der Akademie für hebräische Sprache in Jerusalem, Professor Moshe Bar-Asher, die Texte vom Toten Meer vor und ordnet sie in die Sprachgeschichte ein, teilte die Göttinger Universität mit.

Die Überreste der Siedlung Qumran waren 1947 am Ufer des Toten Meeres entdeckt worden. In den zahlreichen Höhlen fanden Forscher Schriftrollen und Pergamente aus den ersten vor- und nachchristlichen Jahrhunderten, darunter auch Bücher des Alten Testaments mit Kommentaren. Die Dokumente geben Aufschluss über die Schriftsprache und das Leben einer vom Tempel in Jerusalem gelösten Bruderschaft, vermutlich der Essener. - Der öffentliche Vortrag beginnt am 15. Mai um 10.15 Uhr im "Theologicum" der Universität.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1203/04.05.07)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen