Tarif-Schlichtung in der Diakonie beginnt am 25. Mai

Nachricht 08. Mai 2007

Hannover/Oldenburg (epd). Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen für die rund 36.000 Beschäftigten der Diakonie in Niedersachsen soll am 25. Mai in Hannover das Schlichtungsverfahren beginnen. Schlichter ist nach epd-Informationen der Vizepräsident des niedersächsischen Landesarbeitsgerichtes, Heinrich Kiel.

Die Beschäftigten forderten 3,8 Prozent mehr Gehalt, sagte der Vorsitzende der Mitarbeitervertretung im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg, Peter Oehne. Er warf den Arbeitgebern vor, die Löhne und Gehälter um zehn bis 13 Prozent absenken zu wollen. Die Arbeitgeber hatten dagegen eine Anhebung von 2,3 Prozent und ein von der wirtschaftlichen Lage abhängiges Weihnachtsgeld angeboten. Oehne kündigte für diesen Donnerstag eine "aktive Mittagspause" mit Protesten aller Beschäftigten der Diakonie im Großraum Hannover an.

Mit einer großen Anzeige in der in Oldenburg erscheinenden "Nordwest-Zeitung" hatten die Ärzte des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg auf ihre Lage aufmerksam gemacht. In den vergangenen Jahren hätten die Mediziner allein in Oldenburg mehrere zehntausend unbezahlte Überstunden geleistet und so eine Vorleistung von rund fünf Millionen Euro erbracht, hieß es darin. Das Angebot der Arbeitgeber für die Ärzte liege jedoch um bis zu 40 Prozent unter dem, was nichtkirchliche Krankenhäuser zahlten.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1227/08.05.07)
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