Aus der Oldenburger Synode

Nachricht 07. Mai 2007

Oldenburger Kirche will Einfluss der Laien stärken

Oldenburg (epd). Die oldenburgische Kirche will den Einfluss ihrer ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Entscheidungsgremien stärken. Die am Donnerstag und Freitag in Rastede tagende Synode werde über ein neues Modell der Kirchenleitung diskutieren, sagte Bischof Peter Krug am Montag in Oldenburg vor Journalisten. Ziel sei ein "Gemeinsamer Kirchenausschuss", der als Mittler zwischen der Synode und dem kirchenleitenden Gremium Oberkirchenrat arbeite. Damit solle die Arbeit erheblich effektiver werden.

Die Delegierten des Kirchenparlaments müssen sich außerdem mit einer Versorgungslücke für die Pfarrer im Ruhestand befassen, sagte Chefjurist Wolfgang Friedrichs. Ein Gutachten habe ergeben, dass der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg 50 Millionen Euro bei der "Norddeutschen kirchlichen Versorgungskasse für die Pfarrer und Kirchenbeamten" fehlen. Diese Summe müsse in den kommenden zehn Jahren aufgefüllt werden.

In der Kirchenkreisreform werde die Synode die bereits beschlossene Reduzierung von elf auf sechs Kirchenkreise gesetzlich regeln, kündigte der Leiter der synodalen Steuerungsgruppe, Pfarrer Dieter Qualmann an. Alle 123 Kirchengemeinden seien zu Kooperationen mit den Nachbargemeinden aufgerufen. Die neu zu bestimmenden Kreispfarrer sollen erstmals mit einer halben Stelle für ihre Arbeit freigestellt werden.

Auch die Zukunft der Oldenburger Ausgabe der "Evangelischen Zeitung" soll von den 60 Synodalen diskutiert werden. Ihnen liegt eine Beschlussvorlage vor, nach der die finanzielle Unterstützung für die "Evangelische Zeitung" zum nächst möglichen Termin beendet werden soll. Bisher trägt Oldenburg jährlich 117.500 Euro zur Kirchenzeitung bei. Als Zeitpunkt nannte Oberkirchenrat Friedrichs Ende 2008. Er versicherte, die vereinbarten Kündigungsfristen zu prüfen und zu beachten.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1217/07.05.07)
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