Auf einen Blick (27.4.)

Nachricht 27. April 2007

Behinderten-Stiftung zeichnet engagierte Senioren aus

Hildesheim (epd). Die Stiftung Himmelsthür in Hildesheim will erstmals Senioren aus Niedersachsen auszeichnen, die sich besonders für behinderte Menschen engagieren. Sie sollen mit Preisen von insgesamt 6.000 Euro belohnt werden, sagte die Vorsitzende Johanna Hämel am Donnerstag in Hildesheim. Schirmherr der Aktion ist der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann (CDU). 2005 hatte die Stiftung bereits Jugendliche ausgezeichnet, die sich für Behinderte einsetzen.

Gesucht werden Senioren, die behinderten Menschen langfristig und regelmäßig im Alltag zur Seite stehen oder mit ihnen die Freizeit gestalten. "Viele Senioren in Niedersachsen engagieren sich sehr für behinderte Menschen, aber das wird zu wenig gesehen", sagte Hämel. Die Stiftung ruft Senioren-Vereinigungen, Familien oder Betreuungseinrichtungen auf, bis zum 15. Mai geeignete Kandidatinnen und Kandidaten vorzuschlagen. (Internet: www.stiftung-himmelsthuer.de)

Für den ersten Platz gibt es 3.000 Euro, für den zweiten Platz 2.000 Euro und für den dritten 1.000 Euro. Kandidaten können sich auch selbst bewerben. - Die "Stiftung Himmelsthür - damit Leben gelingt" will die Integration von Menschen mit geistigen, körperlichen und seelischen Behinderungen fördern. Sie wurde 2001 gegründet. Die Diakonischen Werke Himmelsthür sind mit rund 1.700 geistig und mehrfach behinderten Bewohnern die größte Behinderten-Einrichtung in Niedersachsen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1119/26.04.07)
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Synoden-Präsidenten treffen sich in Goslar

Goslar (epd). Die Präsidentinnen und Präsidenten der 23 evangelischen Landessynoden in Deutschland treffen sich am 5. und 6. Mai in Goslar zu einem Erfahrungsaustausch über die Arbeit der Kirchenparlamente. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, wird mit den Teilnehmern über die Perspektiven im 21. Jahrhundert sprechen. Der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber stellt "Chancen und Risiken einer kleinen Landeskirche" vor.

Der Präsident der braunschweigischen Landessynode, Gerhard Eckels, sagte am Donnerstag dem epd, die Diskussion um die Strukturreform der EKD sei lediglich ein Teilaspekt des Treffens. Er gehe davon aus, dass die Landeskirche Braunschweig auf absehbare Zeit selbstständig bleiben werde. Die Zusammenarbeit müsse allerdings verbessert werden. Braunschweig sei eine "gut aufgestellte" Landeskirche. Ein Reformpapier der EKD schlägt unter anderem vor, die Zahl der Landeskirchen durch Zusammenlegungen von 23 auf acht bis zwölf zu verringern.

Die Synoden-Präsidenten treffen sich regelmäßig an auswechselnden Orten. Eckels hat seine Kollegen nach Goslar mit einen Abstecher nach Braunschweig eingeladen. In Braunschweig wird Domprediger Joachim Hempel die Präsidenten durch den Dom führen und ihnen die City-Arbeit erläutern.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1107/26.04.07)
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Potsdam: Ehrendoktorwürde für Axel von Campenhausen

Potsdam/Göttingen (epd). Axel von Campenhausen, Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Göttingen, soll am 23. Mai die Ehrendoktorwürde der Universität Potsdam erhalten. Er werde von der Juristischen Fakultät mit ihrem Evangelischen Institut für Kirchenrecht für seine Verdienste geehrt, teilte die Hochschule am Donnerstag auf Anfrage mit.

Den Festvortrag zur Verleihung halte der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber zum Thema "Kirche und Verfassungsordnung". Axel von Campenhausen wurde 1934 in Göttingen geboren und gilt als renommierter Experte für Rechtsfragen zu Kirche und Staat.

Der Professor war Mitglied der EKD-Synode sowie der Synoden der evangelischen Landeskirchen in Bayern und Hannover. Er leitete 20 Jahre lang die Klosterkammer Hannover und steht seit 1970 an der Spitze des Kirchenrechtlichen Instituts der EKD. Axel von Campenhausen ist auch Domherr im Kapitel der Vereinigten Domstifter von Merseburg, Naumburg und Zeitz in Sachsen-Anhalt.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1120/26.04.07)
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TelefonSeelsorge beschäftigt sich mit wachsendem Problem "Inszenierungen am Telefon"

Berlin, den 27. April 2007. Die Evangelische Konferenz für TelefonSeelsorge und Offene Tür e. V. hat anlässlich der jährlich gemeinsam mit der Katholischen Konferenz stattfindenden Leitertagung einen zum Teil neuen Vorstand gewählt. Dieter Schütte, Superintendent des Kirchenkreises Wesel wurde erneut zum Vorsitzenden des Vorstandes gewählt. Pfarrer Werner Korsten von der TelefonSeelsorge Essen ist zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt worden. Neben sechs weiteren gewählten Vorstandsmitgliedern wird das Diakonische Werk der EKD durch Bernd Blömeke, den Leiter des Arbeitsbereiches der TelefonSeelsorge im DW EKD im Vorstand vertreten.

Die gerade zu Ende gegangene Leitertagung in Vierzehnheiligen hat sich vorrangig mit dem Thema "Inszenierungen am Telefon" beschäftigt. Anlass ist das zunehmend um sich greifende Phänomen, dass dramatische Inhalte präsentiert werden, die den Eindruck erwecken, es gehe vor allem darum, erhöhte Aufmerksamkeit zu erzielen. Ehrenamtliche Mitarbeiter der Telefonseelsorge können sich in Einzelfällen nicht des Verdachts erwehren, dass es sich dabei um bewusste Inszenierungen handelt - dieses Phänomen tritt seit der zunehmenden Verbreitung der sogenannten Neuen Medien verstärkt auf. Der Umgang mit über das Internet verfügbaren Angeboten wie "second life" und ähnlichem verstärke die Tendenz, so ein Ergebnis der Beratungen, sich mit Hilfe von Inszenierungen auszuprobieren und die eigene Identität probeweise zu variieren. Dies erfordere eine entsprechende Sensibilisierung der Beratenden.

"Für die ehrenamtlich tätigen Menschen, die hier eine höchst dankenswerte Aufgabe wahrnehmen, ist es manchmal eine zusätzliche Herausforderung, die Ernsthaftigkeit des Anliegens sicher einzuschätzen", so Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik, Präsident des Diakonischen Werkes der EKD. Durch ihre Erfahrung und gute Schulungen gelinge es ihnen jedoch, "jedem Menschen das an Aufmerksamkeit und Zuwendung zu geben, was er in seiner Situation gerade benötigt." Die Erfahrung zeige, das sehr viele Menschen irgendwann in ihrem Leben in eine Lage geraten, in der sie dankbar für das Angebot der Telefonseelsorge sind.

Die Evangelische Konferenz für TelefonSeelsorge und Offene Tür e. V. ist neben der Katholischen Konferenz für TelefonSeelsorge und Offene Tür ein Bundesverband, in dem sich die 100 TelefonSeelsorge-Stellen bundesweit organisieren, um ihre gemeinsame Arbeit zu koordinieren und die gemeinsamen Interessen zu vertreten. Im vergangenen Jahr feierte die TelefonSeelsorge ihr 50jähriges Jubiläum; seit zehn Jahren erfährt die Arbeit der TelefonSeelsorge in Deutschland die verlässliche Unterstützung durch die Deutsche Telekom AG.

Barbara-Maria Vahl - Pressesprecherin DW EKD www.telefonseelsorge.de
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Turmbläser lässt Choräle über Dächern erklingen

Hannover (epd). In Hannover tritt im Mai ein Turmbläser in Aktion. Solotrompeter Martin Meyer wird an vier Sonnabenden jeweils um 14 Uhr vom Turm der Kreuzkirche aus zwei Choräle des Kirchenlied-Dichters Paul Gerhardt (1607-1676) über den Dächern der Altstadt erklingen lassen, teilte der evangelische Stadtkirchenverband am Freitag mit. Mit der Aktion will die Kirche an das Wirken Gerhardts erinnern, dessen Geburtstag sich am 12. März zum 400. Mal jährte.

Passanten, die beide Lieder erkennen, können den Angaben zufolge an einer Verlosung teilnehmen. Zu gewinnen sind fünfmal zwei Turmbesteigungen während des weltgrößten Schützenfestes in Hannover, das Ende Juni beginnt. Die Gewinner dürfen dann ein Feuerwerk vom Turm aus betrachten. Die Lösungen können bei der Wiedereintrittsstelle "Kirche im Blick" in der Buchhandlung an der Marktkirche abgegeben oder per E-Mail an die Adresse kirche-im-blick@evlka.de gesandt werden.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1132/27.04.07)
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Niedersachsens höchster Kirchturm ab Mai wieder geöffnet

Hildesheim (epd). Touristen können vom 1. Mai an wieder Niedersachsens höchsten Kirchturm besteigen, den 114 Meter hohen Turm der evangelischen Andreaskirche in Hildesheim. Die verglaste Aussichtsplattform in 75 Metern Höhe biete bei guter Sicht einen Blick bis zum Brocken, dem höchsten Berg im Harz, teilte der Hildesheimer Verkehrsverein am Freitag mit.

Der Turm ist bis zum 31. Oktober montags bis sonnabends von 11 bis 16 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 16 Uhr begehbar. Seit er 1995 geöffnet wurde, haben rund 189.000 Besucher die 364 Stufen erklommen. (Kontakt: Telefon 05121/301 395).

(epd Niedersachsen-Bremen/b1124/27.04.07)
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Turmsanierung in Clausthaler Holzkirche ab Januar

Clausthal-Zellerfeld (epd). Die Sanierung des vom Einsturz bedrohten Turms der historischen Marktkirche "Zum heiligen Geist" in Clausthal soll im Januar beginnen. Die Arbeiten sollten möglichst in nur einem Bauabschnitt erfolgen, da der Turm völlig zerlegt und neu aufgebaut werden müsse, teilte die Gemeinde mit. Die Kosten betragen den Angaben zufolge 2,1 Millionen Euro.

Der Turm musste im September mit Stämmen abgestützt werden. Zwei der insgesamt drei Glocken wurden abgeschaltet. "Der Turmkörper neigt sich nach Südwesten, die Holzstiele in der Turmhaube vollziehen eine Drehbewegung", sagte die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Dorothee Austen.

Die Arbeiten am Turm sind nur ein Teil der kompletten Renovierung der größten Holzkirche Europas. Für die Sanierung wird so genanntes "Mondphasen-Holz" benutzt, das bei abnehmendem Mond geschlagen wird und als besonders trocken und widerstandsfähig gilt. Die im Volksmund "St. Holz" genannte Kirche wurde im 17. Jahrhundert errichtet. Mit 2.700 Quadratmetern Fläche und 17.000 Kubikmetern umbautem Raum bietet die Kirche 2.000 Menschen Platz.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1128/27.04.07)
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