Diakonie-Mitarbeiter in Niedersachsen protestieren

Nachricht 26. April 2007

Hannover (epd). In den Auseinandersetzungen um die Tarife in der niedersächsischen Diakonie haben die Beschäftigten Proteste gegen die Position ihrer Arbeitgeber angekündigt. Die Gewerkschaft ver.di erneuerte am Donnerstag in Hannover die Forderung nach 3,8 Prozent mehr Gehalt. Vertreter der rund 35.000 Beschäftigten hatten am Vortag in Hannover den Trägern der sozialen Einrichtungen in den evangelischen Kirchen vorgeworfen, sie wollten Löhne und Gehälter um zehn bis 13 Prozent absenken.

Ver.di kündigte eine überregionale Demonstration am 2. Juni in Hannover an. Vorangehen sollen die Verweigerung von Überstunden, Pausen-Proteste am 9. Mai in Hannover und eine regionale Demonstration am 12. Mai in Oldenburg. Den Arbeitgebern, die jetzt die Schlichtungskommission anrufen wollen, warfen die Beschäftigten eine Blockadehaltung vor.

Die Arbeitsrechtliche Kommission der Diakonie, in der jeweils zur Hälfte kirchliche Arbeitgeber und Arbeitnehmer vertreten sind, war zu keiner Einigung über die neuen Entgelte gekommen. Das Angebot der Arbeitgeber sah unter anderem 2,3 Prozent mehr Gehalt und ein von der wirtschaftlichen Situation abhängiges Weihnachtsgeld vor.

(epd Niedersachsen-Bremen/b1112/26.04.07)
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