Göttinger "Arbeitskreis Asyl" feiert Jubiläum

Nachricht 16. April 2007

Göttingen (epd). Der Göttinger Arbeitskreis Asyl feiert sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass seien in den kommenden Wochen zahlreiche Veranstaltungen geplant, sagte ein Sprecher am Montag. Göttingens evangelischer Ausländerpfarrer Peter Lahmann würdigte die Gründung als "wichtiges Ereignis der Stadtgeschichte". Der Arbeitskreis habe sich von Beginn an "nicht nur karitativ engagiert, sondern auch politisch eingemischt".

Der Arbeitskreis Asyl ist eine der ältesten flüchtlingspolitischen Initiativen in Niedersachsen. Der Verein entstand 1982 als "Göttinger Arbeitskreis zur Unterstützung von Asylsuchenden". Der Arbeitskreis unterstützte Flüchtlinge unter anderem beim Protest gegen Sammelunterkünfte und Wertgutscheine. Er beriet Asylbewerber in juristischen Angelegenheiten und organisierte in Göttingen mehrmals Kirchenasyle mit. In der jüngeren Vergangenheit wandte sich die Gruppe vor allem gegen die geplante Abschiebung von Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem Libanon wie der Kurdin Gazale Salame.

Die Veranstaltungsreihe beginnt am Donnerstag mit einem Rückblick auf ein Vierteljahrhundert flüchtlingspolitischer Auseinandersetzungen in Südniedersachsen. Weitere Veranstaltungen beschäftigen sich mit den aktuellen Auseinandersetzungen in niedersächsischen Flüchtlingsunterkünften, der Arbeit der Organisation "Cap Anamur" sowie dem Thema "Zwangsprostitution und Migration"

Göttinger "Arbeitskreis Asyl" im Internet

(epd Niedersachsen-Bremen/b0992/16.04.07)

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