Bischöfin Käßmann vermisst Bewegung in der Ökumene

Nachricht 16. April 2007

Hannover (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann vermisst von Papst Benedikt XVI. Signale zur Stärkung der Ökumene.

Anlässlich des 80. Geburtstages des Papstes sagte sie am Montag im Deutschlandfunk, in den Gemeinden sei vieles möglich, aber auf der offiziellen Ebene sehe sie keine Bewegung. Dies gelte sowohl für konfessionsverschiedene Ehepartner, die nicht gemeinsam zur katholischen Eucharistie gehen dürften, als auch für den Sonntagsgottesdienst. Dieser dürfe offiziell immer noch nicht ökumenisch miteinander gefeiert werden.

In Deutschland seien sich der Katholizismus und die Reformation sehr nahe, sagte Käßmann weiter: "Der Katholizismus sollte nicht vergessen, dass er in der evangelischen Kirche einen wichtigen Dialogpartner hat." Persönlich hat der Papst nach Ansicht der Bischöfin der größten evangelischen Landeskirche viel für das Bild der Deutschen getan. So wie Benedikt das Amt als Person ausfülle, leiste er viel Positives für das Deutschland-Bild im Ausland.

Persönlich wünschte ihm Käßmann von Herzen Gottes Segen zu seinem 80. Geburtstag. Wenn sie selbst einen Wunsch äußern dürfte, dann würde sie gern den Blick darauf lenken, dass es viele hervorragende katholische Theologinnen gebe, die sich zum Amt berufen fühlten, sagte die Bischöfin. Sie hoffe, dass gerade in einer Zeit des Priestermangels die Frage der Frauen in der Kirche noch einmal ganz deutlich angesprochen werde.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0990/16.04.07)

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