Auf einen Blick (16.4.)

Nachricht 16. April 2007

VELKD gibt Paul-Gerhardt-Preisträger bekannt

Hannover (epd). Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hat die 15 Preisträger des Paul-Gerhardt-Wettbewerbs bekannt gegeben. Für den Wettbewerb anlässlich des 400. Geburtstages des evangelischen Liederdichters Paul Gerhardt (1607-1676) gab es 851 Einsendungen, teilte die VELKD am Montag in Hannover mit. Die Auszeichnung in der Kategorie "Neue geistliche Lieder und Gedichte" ist mit insgesamt 4.500 Euro dotiert und wird am 27. September in Berlin überreicht. Juryvorsitzende ist die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann.

Die Einsendungen stellten ein Spektrum der Frömmigkeit der Gegenwart dar, so die VELKD. Die Preisträger sind: Martin Heider (Menden), Susanne Brandt (Papenburg), Erwin Seifried (Forbach-Hundsbach), Walter Prinz (Bad Soden), Matthias Hessenberg (Handeloh), Lothar Petzold (Zeuthen), Gertrud-M. Schendel (Uelzen), Joachim Grössing (Mörbisch a. See/Österreich), Eva Zeller (Berlin), Ulrike Modrack (Trossingen), Hannegret Bocké (Berlin), Benigna Werthen (Hamburg), Brigitte Rosetz (Bodenfelde-Amelith), Erika Ruckdäschel (Neuendettelsau) und Ingrid Misselwitz (Chemnitz).

Einen Sonderpreis erhält eine Schulklasse des Hamburger Heilwig-Gymnasiums für Texte zur Melodie des Morgenliedes "Morgenlicht leuchtet". In der Kategorie "Wissenschaftliche Arbeiten zu Leben und Werk Paul Gerhardts" wird Maria Gebel (Bielefeld) geehrt. Deren Studie "Die Welt und ihre Kinder. Das Motiv der Menschenwelt in Paul Gerhardts geistlicher Dichtung" wird mit 4.000 Euro ausgezeichnet.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0991/16.04.07)

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Konrad-Gegner protestieren weiter gegen Endlager

Salzgitter (epd). Nach ihrer juristischen Niederlage wollen Atomkraftgegner den Protest gegen das geplante Endlager Schacht Konrad wieder mehr auf die Straße tragen. Am Sonntag sei an der Schachtanlage ein "Sonntagsspaziergang" geplant, teilte die atomkritische Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad mit. Auch der 21. Jahrestag des Tschernobyl-Unfalls am 26. April sowie der 1. Mai würden für Aktionen gegen die Einlagerung von Atommüll in Schacht Konrad genutzt.

Anfang April hatte das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass das Endlager gebaut werden kann. Die Richter verwarfen Beschwerden von Kommunen und einem Landwirt gegen die Nichtzulassung von Revisionen. Der Landwirt rief danach das Bundesverfassungsgericht an, eine Entscheidung steht noch aus.

Nach Einschätzung der Arbeitsgemeinschaft dauert es noch mindestens zwei Jahre, bis der Umbau der Schachtanlage zum Endlager beginnen kann. In dem Lager sollen bis zu 303.000 Kubikmeter schwach und mittelradioaktive Abfälle aus Atomkraftwerken, Sammelstellen, Kliniken und Forschungsinstituten aufbewahrt werden.

(epdNiedersachsen-Bremen/b0989/16.04.07)

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UN-Richter Buergenthal wird Göttinger Ehrendoktor

Göttingen (epd). Thomas Buergenthal, Nazi-Verfolgter und Richter am Internationalen Gerichtshof, wird Ehrendoktor der Universität Göttingen. Er erhält die Auszeichnung am Donnerstag bei einer akademischen Feier. Mit der Ehrendoktorwürde werden Buergenthals Einsatz für die Menschenrechte und seine Verdienste um das Völkerrecht gewürdigt, teilte die Hochschule mit.

Buergenthal (72) überlebte als Kind einer deutsch-jüdischen Familie die nationalsozialistische Verfolgung in Ghettos und Konzentrationslagern. 1951 wanderte er in die USA aus. Er lehrte dort als Professor an mehreren Universitäten. 2000 wurde Buergenthal zum Richter am Internationalen Gerichtshof ernannt. Er ist für sein Engagement bereits mehrfach ausgezeichnet worden.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0988/16.04.07)

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