Rat der EKD besucht das Heilige Land

Nachricht 04. April 2007

Hannover (epd). Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wird in der Woche nach Ostern nach Israel und in die palästinensischen Autonomiegebiete reisen. Wie die EKD am Mittwoch in Hannover mitteilte, wird die Delegation mit religiösen und politischen Vertretern zusammentreffen und evangelische Einrichtungen besuchen. Die Reise des EKD-Rates unter Leitung seines Vorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber, dauert vom 10. bis 15. April. Mit dabei ist auch die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, die dem Rat angehört.

In Jerusalem sind unter anderem Treffen mit Knesset-Präsidentin Dalia Itzik, die derzeit auch als israelische Staatspräsidentin amtiert, sowie im israelischen Außenministerium vorgesehen. Die Delegation wird zudem die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem sowie die Klagemauer in Jerusalem besuchen.

In den palästinensischen Autonomiegebieten sind Begegnungen mit hochrangigen Repräsentanten der Autonomiebehörde in Ramallah geplant. In Bethlehem wird die Geburtskirche besucht, in Beit Dschala eine christliche Schule sowie das Begegnungszentrum "Abrahams Herberge". Vorgesehen sind außerdem mehrere ökumenische und interreligiöse Treffen sowie christlich-jüdische Begegnungen. Gespräche sind unter anderem geplant mit dem Oberrabbiner Jona Metzger, mit Vertretern der katholischen und orthodoxen sowie der anglikanischen und lutherischen Kirche.

Mit den Anglikanern verbindet die deutschen Protestanten eine lange Tradition missionarischer Arbeit, die in ihren Anfängen von den preußischen Königen und deutschen Kaisern stark gefördert worden ist. Die Kaiserin-Auguste-Victoria-Stiftung und andere EKD-Einrichtungen in Jerusalem unterstützen Pilger, leisten Bildungsarbeit und unterhalten Sozialeinrichtungen wie das Auguste-Victoria-Hospital.

Die evangelische Delegation wird außerdem mit Vertretern kirchlicher Friedens- und Entwicklungsprojekte sprechen. Die Reise wird am 15. April mit einem Gottesdienst in der Himmelfahrtskirche in Jerusalem enden, in dem der Grundsteinlegung für das Auguste-Victoria-Hospiz vor 100 Jahren gedacht werden soll. Zugleich werde ein Vertrag zur Kirchengemeinschaft mit der Evangelisch-lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land unterzeichnet, teilte die EKD weiter mit.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0903/04.04.07)
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