Auf einen Blick (28.3.)

Nachricht 28. März 2007

Sprengel-Ausstellungseröffnung des Kunstprojekts „Next Year in Jerusalem“ in Hannover

Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann eröffnet am 1. April in einem feierlichen Gottesdienst in der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis (Rote Reihe, 30169 Hannover) um 10 Uhr die Ausstellungen im Bereich des Sprengels Hannover zum Kunst-Kirche- Projekt „Next Year in Jerusalem“. Kunstwerke des israelisch- niederländischen Künstlers Joseph Semah, Enkel des letzten Großrabbiners in Bagdad, werden zeitgleich in 12 Kirchen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gezeigt.

In der Neustädter Hof- und Stadtkirche ist das Kunstwerk „Petuchah/ Setumah“ (Open/Closed, 1990-2007) zu sehen. Blaue hebräische Neon- Buchstaben für „offen“ und „geschlossen“ brechen sich in einem ineinander gefügten Glaskubus. „Sie werden zu Symbolen der Hoffnung und Verzweiflung, die sich für Juden, Christen und Muslime mit dem Namen „Jerusalem“ verbinden. Da ist die Neustädter Kirche, Nachbarkirche der ehemaligen Großen Synagoge in Hannover, ein angemessener Ort“, so Landessuperintendentin Dr. Spieckermann. Sie wird auch die Predigt zu dieser Eröffnung halten.

Der Gottesdienst wird von einem Team gestaltet. Musikalisch wirken mit: Prof. Andor Izsák, Leiter des Europäischen Zentrums für Jüdische Musik, Kirchenmusikdirektor Lothar Mohn und das „Engelterzett“ (aus Mendelssohns „Elias“) des Mädchenchors Hannover. Zur Begegnung mit dem Kunstwerk - begleitet von Prof. Izsák an der Orgel - besteht ab 9.45 Uhr Gelegenheit.

Das Projekt „Next Year in Jerusalem“ wird durchgeführt und begleitet vom Haus kirchlicher Dienste (HkD) in Hannover, Fachgebiet Kunst und Kultur, und vom Gerhard-Marcks-Haus, Bildhauermuseum in Bremen. Es dauert bis Pfingstmontag. Im Sprengel Hannover ist neben der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis auch das Kirchenzentrum Kronsberg (Sticksfeld 6 / Thie 8, 30539 Hannover) an dem Projekt beteiligt. Dort findet ein Gottesdienst zu dem Thema der Ausstellung am 1. April um 18 Uhr statt.

28.3.2007 Pastor Joachim Lau Sprengel Hannover der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

S. auch -> Weitere Informationen zur Ausstellung
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Minister rufen Schüler zur Teilnahme am Zukunftstag auf

Hannover (epd). Die niedersächsische Landesregierung hat Jugendliche dazu aufgerufen, sich am "Zukunftstag für Mädchen und Jungen 2007" am 26. April zu beteiligen. "Unser Ziel ist es, Mädchen die Türen zu typisch männlichen Berufen zu öffnen", erklärten Familienministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU), Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) und Kultusminister Bernd Busemann (CDU) am Mittwoch in Hannover. Aber auch Jungen wählten ihre Berufe häufig nur aus einem begrenzten Spektrum und klammerten etwa soziale Berufe aus, hieß es.

Der Zukunftstag entwickelte sich in Niedersachsen 2005 aus dem "Girls' Day", der in andern Bundesländern weiter unter diesem Namen begangen wird. Nach Auskunft des Kultusministeriums nehmen inzwischen fast alle 522.000 Schüler der Klassen 5 bis 10 an dem Aktionstag teil, da nicht nur in Betrieben oder Büros, sondern auch an den Schulen selbst Angebote zur Berufsfindung unterbreitet werden.

Der frühere "Girls' Day" habe dagegen in Niedersachsen nur wenig Resonanz gefunden, sagte Sprecher Georg Weßling. 2002 hätten sich lediglich drei Prozent der Mädchen daran beteiligt. Damals seien Schülerinnen vom Unterricht freigestellt worden, um Väter oder Bekannte an deren Arbeitsstellen zu begleiten. Eigene Angebote der Schulen habe es noch nicht gegeben. Der Zukunftstag wird unterstützt von der Bundesagentur für Arbeit, den Unternehmerverbänden, den Frauenbüros, dem Landesfrauenrat, dem Landeselternrat sowie der evangelischen Landeskirche Hannovers.

Internet: www.zukunftstag-fuer-maedchen-und-jungen.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b0854/28.03.07)
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Evangelisches Gemeindekolleg Celle sucht neuen Standort

Celle (epd). Das Gemeindekolleg der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Celle sucht einen neuen Standort. Ein Umzug der Fortbildungsstätte werde spätestens Ende 2008 nötig, sagte VELKD-Oberkirchenrat Norbert Dennerlein am Mittwoch dem epd. Das Gemeindekolleg ist zurzeit Untermieter auf dem Gelände des Celler Predigerseminars der hannoverschen Landeskirche, das Ende 2008 aus Kostengründen geschlossen werden soll.

Vor kurzem hatte die Landeskirche mitgeteilt, dass es an dem Standort in Celle zukünftig auch keine kirchliche Tagungsstätte mehr geben werde. Damit scheiterte eine Initiative von Mitarbeitern des Predigerseminars. Sie wollten nach der Schließung der Ausbildungsstätte für angehende evangelische Pastoren die Einrichtung als kirchliches Tagungshaus weiterführen.

Die VELKD habe auf der Suche nach einem neuen Standort ihre acht Mitgliedskirchen angeschrieben, sagte Dennerlein. Es lägen bereits Angebote vor. Eine Entscheidung falle voraussichtlich im Mai. Die VELKD habe zunächst abgewartet, ob eine Weiterarbeit in Celle möglich sei. "Dort war die Zusammenarbeit äußerst positiv", sagte Dennerlein.

Das vor mehr als 20 Jahren gegründete Kolleg entwickelt und vermittelt bundesweit Projekte für kirchliche Gemeindearbeit. In Schulungen geht es unter anderem um die Begleitung Sterbender, um Spiritualität im Alltag oder um Einladungen zum Gespräch mit der Kirche. Die VELKD ist ein Zusammenschluss von acht lutherischen Landeskirchen mit rund 10,4 Millionen Mitgliedern innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

(epd Niedersachsen-Bremen/b0852/28.03.07)
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Hamelner Münster zeigt Ausstellung mit Kreuzen

Hameln/Obernkirchen (epd). Im Hamelner Münster wird an diesem Sonntag die Ausstellung "Kreuze" des Künstlers Günter Schulz aus Obernkirchen bei Stadthagen eröffnet. Schulz zeigt 13 Kreuz-Darstellungen mit zum Teil ungewöhnlichen Materialien wie Ketten, alten Türteilen oder einem Telefonhörer, teilte der evangelische Kirchenkreis Hameln-Pyrmont mit. Die großformatigen Plastiken wollten die Besucher zum Nachdenken über das zentrale Symbol des Christentums anregen und ungewohnte Sichtweisen eröffnen.

Der Künstler setze sich seit mehr als 20 Jahren mit Kreuz-Darstellungen auseinander, hieß es. Die Wanderausstellung wird am 1. April um 10 Uhr im Gottesdienst eröffnet und läuft bis zum 29. April. Sie ist täglich von 9 bis 18 Uhr zu sehen. Das Münster, dessen Wurzeln bis ins Jahr 812 zurückreichen, ist die älteste Kirche Hamelns. (Internet: www.muenster-hameln.de) (epd Niedersachsen-Bremen/b0850/28.03.07)

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EKD bereitet Reformationsjubiläum 2017 vor

Hannover/Wittenberg (epd). Die evangelische Kirche hat die Vorbereitungen zum 500. Jahrestag der Reformation im Jahr 2017 gestartet. Zum Jubiläum des Thesenanschlags durch Martin Luther solle an die nationale und internationale Bedeutung der Reformation erinnert werden, teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Mittwoch in Hannover mit. Zum Reformationsjubiläum 2017 hat sich in der Lutherstadt Wittenberg ein Kuratorium konstituiert.

Die Reformation begann am 31. Oktober 1517 damit, dass der Wittenberger Theologe und Mönch Martin Luther 95 Thesen veröffentlichte. Dies führte zu großen Umwälzungen in Kirche, Gesellschaft, Politik und Kultur des 16. Jahrhunderts und darüber hinaus. Zum Vorsitzenden des Kuratoriums wurde der EKD-Ratsvorsitzende und Berliner Bischof Wolfgang Huber bestimmt. (epd Niedersachsen-Bremen/e0856/28.03.07)
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