Auf einen Blick (27.3.)

Nachricht 27. März 2007

Radio hören im Internet
produziert vom Evangelischen Kirchenfunk (ekn - www.ekn.de)

Das Thema der Woche: Leben mit Hartz IV
„Sieben Wochen leben mit Hartz IV“ - so
heißt eine Aktion der Diakonie der
hannoverschen Landeskirche. 450 Menschen
in Niedersachsen probieren seit dem 21.
Februar freiwillig aus, wie es ist, mit
wenig Geld klarzukommen. Renate Baumgart
aus der Hit-Radio-Antenne-Kirchenredaktion
hat eine Teilnehmerin getroffen, die in
der Osnabrücker Tafel arbeitet und dort
gespendete Lebensmittel an Bedürftige
weiterverteilt....
-> anhören (mp3-Datei, 1,5 MB)
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Neues Käßmann-Buch: Glauben sinnlicher gestalten

Hannover/Gütersloh (epd). Mit ihrem neuen Buch "Mit Herzen, Mund und Händen" will die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann den Glauben sinnlicher gestalten helfen. "Spiritualiät im Alltag leben" ist der Untertitel des Buches aus dem Gütersloher Verlagshaus, das Käßmann am Montag in Hannover vorstellte. Es gebe "ein großes Bedürfnis nach erlebter und gelebter Religion, nach erfahrbarem Glauben", sagte die Bischöfin.

Viele Menschen wollen nach den Worten der evangelischen Theologin ihrem Leben mehr Tiefe geben. Diese Menschen wolle sie ermutigen, "die Schatztruhe unserer spirituellen Tradition zu öffnen". Im fiktiven Gespräch mit Personen der Vergangenheit und der Gegenwart zeigt das Buch nach Angaben des Verlags die Spannungsbögen zwischen Glauben und Weltverantwortung, Hoffen und Kämpfen, Beten und Handeln. (Margot Käßmann, Mit Herzen, Mund und Händen, Spiritualität im Alltag leben, Gütersloher Verlagshaus, 184 Seiten, 14,95 Euro)

(epd Niedersachsen-Bremen/b0833/26.03.07)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Herausragendes Diakonie-Projekt ausgezeichnet "MüfüMü - Mütter für Mütter" ist Bundessieger bei "startsocial"

Berlin, den 23. März 2007. "Dies ist ein bestechendes Beispiel dafür, wie bürgerschaftliches Engagement funktionieren kann! Ich freue mich über die Kraft, Kreativität und den Erfolg der Frauen, die das auf den Weg gebracht haben und gratuliere ihnen", so kommentiert Diakonie-Präsident Pfarrer Klaus- Dieter Kottnik, dass ein Diakonie-Projekt es unter 500 Mitbewerbern auf den ersten Platz im Wettbewerb "startsocial" schaffte. Der Chef des Bundeskanzleramtes, Bundesminister Dr. Thomas de Maziere, zeichnete in Berlin die Preisträger des bundesweiten Wettbewerbs "startsocial" für soziale Ideen aus. Das Projekt "MüfüMü - Mütter für Mütter" der Diakoniegemeinschaft Bethania aus Berlin-Moabit gehörte zu den sieben Bundessiegern des Wettbewerbs zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Neben einem intensiven Coaching erhalten die sieben prämierten Initiativen ein Preisgeld von je 5.000 Euro. Ziel des Wettbewerbs ist, aus Ideen neue soziale Initiativen entstehen zu lassen, das Ehrenamt zu mobilisieren und die soziale Eigeninitiative der Menschen zu unterstützen.

Die Projektidee der Initiative "MüfüMü" in Berlin-Moabit ist die verbesserte Integration von Immigrantenfamilien in das Gemeinwesen. Immigrantinnen werden geschult und als Multiplikatorinnen zu anderen - vorwiegend arabischstämmigen - Müttern geschickt, um sie über die zahlreichen Bildungs-, Beratungs- und Freizeitangebote des Viertels zu informieren. Die Initiative setzt darauf, dass Frauen in ähnlicher Lage besseren Zugang zur Zielgruppe haben und leichter Vertrauen gewinnen können. Auf dieser Basis könnten die angesprochenen Frauen Ängste und Hemmungen leichter überwinden und auf Dauer aktiv am öffentlichen Leben teilnehmen. Die Multiplikatorinnen selbst erhalten individuelle Unterstützung durch Supervision und zusätzliche Bildungstage. Langfristig ist eine Übertragung des zunächst auf Berlin-Moabit beschränkten Projekts auf andere Stadtteile geplant.

"Bürgersinn und Ehrenamt sind die Garanten einer funktionierenden Zivilgesellschaft, sie halten unsere Gesellschaft zusammen. Die "startsocial"- Gemeinde kann man als Vorreiter für eine neue Kultur des Helfens und der Verantwortung bezeichnen", formulierte Bundesminister de Maiziere in seiner Laudatio.

Am diesjährigen Wettbewerb haben insgesamt mehr als 500 soziale Projekte teilgenommen. 100 erhielten ein dreimonatiges Beratungsstipendium durch Experten aus Wirtschaft sowie aus sozialen Institutionen. Mehr als ein Drittel der eingereichten Projekte befasste sich mit Themen aus dem Bereich Kinder, Jugend und Familie. Bei knapp einem Fünftel der Initiativen ging es um Krankheit oder Behinderung. Seit der Gründung von "startsocial" im Jahr 2001 haben sich mehr als 3.800 Projekte mit rund 30.000 ehrenamtlichen Helfern an dem Wettbewerb beteiligt.

Mehr zum ausgezeichneten Projekt unter www.diakonie.bethania.de

Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V. Barbara-Maria Vahl Pressesprecherin