Diakonie Katastrophenhilfe ruft dringend zu Spenden für Somalia auf

Nachricht 21. März 2007

Stuttgart, 21. März 2007. Angesichts der sich extrem verschärfenden Kämpfe in der somalischen Hauptstadt weitet die Diakonie Katastrophenhilfe ihre Hilfe für die Menschen in Somalia aus. „Die Kämpfe müssen sofort beendet und umfassende Friedensgespräche mit allen am Konflikt in der Region Beteiligten geführt werden“, fordert Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Die Bundesregierung ist gefragt, ihren Einfluss zur Vermittlung solcher Gespräche einzubringen und zur Deeskalation beizutragen.“ In den vergangenen Tagen haben die Kämpfe zwischen den Truppen der Übergangsregierung und Äthiopiens und den Gegnern der Invasion massiv zugenommen.

„Heute morgen schlugen Raketen und Mörser ein. Überall auf den Straßen war Maschinengewehrfeuer zu hören. Die Situation ist sehr, sehr kritisch, spitzt sich stündlich zu“, berichtet Abukar Sheikh Ali, Leiter des Partners der Diakonie Katastrophenhilfe DBG (Daryeel Bulsho Guud).

Ende Dezember waren Truppen des Nachbarlandes Äthiopien in Somalia einmarschiert und hatten die Verbände der Islamischen Gerichtshöfe aus dem Land gedrängt. Anschließend zog die Übergangsregierung Somalias in der Hauptstadt ein. US-Kampfflugzeuge bombardierten parallel dazu Gebiete, in denen sie mutmaßliche Terroristen vermuteten. Seit Anfang März sind ugandische Truppen unter dem Mandat der AU (African Union) in Somalia stationiert. Schon Anfang des Jahres hatten die Islamischen Gerichtshöfe angekündigt, die Invasoren mit Guerilla-Taktik zu bekämpfen.

Tausende Bewohner Mogadischus flüchteten schon in den vergangenen Wochen in Camps außerhalb der Stadt. Der Strom der Flüchtlinge schwillt täglich an. Die sanitären Bedingungen in den Camps sind prekär. Eine starke Zunahme von Durchfallerkrankungen schwächt vor allem die Kinder, erste Ausbrüche von Cholera werden gemeldet. Die Diakonie Katastrophenhilfe leistet gegenwärtig als eine der ganz wenigen internationalen Hilfsorganisationen humanitäre Hilfe und versorgt aktuell rund 1.300 Familien mit sauberem Wasser, Kanistern und Bechern.
Finanziert mit 100.000 Euro durch das Auswärtige Amt verteilt der Partner DBG darüber hinaus Plastikplanen, Decken, Moskitonetze, Speiseöl, Reis und Bohnen an die Familien.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden für die Menschen in Somalia. Kennwort „Somalia“
Spendenkonten:
Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de