Auf einen Blick (19.3.)

Nachricht 19. März 2007

Radio hören im Internet
produziert vom Evangelischen Kirchenfunk (ekn - www.ekn.de)

-> Das Kinderbibelquiz vom 18.3.2007 (mp3-Datei, 2,7 MB)

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Verantwortete Freiheit - Evangelische Standpunkte

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und die Hanns-Lilje-Stiftung laden zu einer Podiumsdiskussion im Rahmen des Hanns-Lilje-Forums ein: "Religion und Staat. Ende eines friedlichen / schiedlichen Miteinanders?" Dienstag, 27. März 2007, 19.00 Uhr, Neustädter Hof- und Stadtkirche, Rote Reihe 8, Hannover

Teilnehmende: Dr. Wolfgang Schäuble Prof. Dr. Barbara John Prof. Dr. Hans-Richard Reuter Moderation: Dr. Fritz Erich Anhelm, Evangelische Akademie Loccum

Seit 1992 veranstaltet die Hanns-Lilje-Stiftung zusammen mit der Landeskirche Hannovers diese Vortragsreihe zu jeweils einem Jahresthema.
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Familienprojekt "wellcome" hat Standort in Göttingen

Göttingen (epd). Das evangelische Projekt "wellcome" zur Unterstützung junger Familien ist jetzt auch in Südniedersachsen vertreten. Der Göttinger Standort wurde am Donnerstag mit einer Feier in den Räumen der Innenstadtgemeinde St. Johannis eröffnet. Die stellvertretende Leiterin der Evangelischen Familienbildungsstätte Göttingen, Elke Drebing, wird die Arbeit koordinieren.

Bei dem Projekt bieten Ehrenamtliche jungen Eltern im Alltag ihre Hilfe an. Dafür werden sie der Diakonie oder den Familienbildungsstätten speziell geschult. Der Begriff "wellcome" setzt sich aus den englischen Wörtern "Wellness" für Wohlfühlen und "Welcome" für Willkommen zusammen.

Schirmherrin des Projekts ist die niedersächsische Familienministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU). "Wellcome" wurde vor vier Jahren in Hamburg ins Leben gerufen. Das Projekt erhielt bereits mehrere Auszeichnungen (Internet: www.wellcome-online.de).

(epd Niedersachsen-Bremen/b0750/15.03.07)
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Acht Minuten für Gerechtigkeit

Bonn/ Schwerin / Stuttgart 19.3.2007 Wenn am 6. Juni die Regierungschefs der acht größten Industrieländer in Heiligendamm bei Rostock zu ihrem jährlichen Gipfeltreffen zusammenkommen, sollen in ganz Deutschland Andachten gehalten werden und Kirchenglocken dazu einladen. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs, der Evangelische Entwicklungsdienst und „Brot für die Welt“ wollen mit der Aktion „8 Minuten für Gerechtigkeit“ mahnen, dass die ärmsten Menschen auf dieser Welt nicht vergessen werden. Der zeitgleich in Köln eröffnete Deutsche Evangelische Kirchentag wird dieses Anliegen auf vielfältige Weise unterstützen.

„Wir rufen die evangelischen Gemeinden dazu auf, in den Gottesdiensten für Gerechtigkeit zu beten, denn das Engagement für den Nächsten gehört in die Mitte unseres Gemeindelebens“, erklärt der Landesbischof Hermann Beste von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs. Wenn am 6. Juni um 18 Uhr die Kirchenglocken läuten, soll das gemeinsame Gebet die Gemeinden deutschlandweit verbinden. „Wir erwarten, dass die deutsche Regierung in Heiligendamm deutliche Akzente für weltweite Armutsbekämpfung setzt. Mit dieser Aktion möchten wir diesem Ansinnen Nachdruck verleihen“, so Konrad von Bonin, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Entwicklungsdienst.

Als Hilfestellung für Kirchengemeinden gibt es ab sofort die Arbeitsmappe „global & gerecht“. Sie informiert darüber, wie Wirtschaft und Lebensweise in den reichen Ländern auf die Lebensbedingungen in den ärmeren Ländern wirken und wie eine gerechtere Welt erreicht werden kann. „Die Menschen in Bolivien, Tansania oder Indien bekommen die Folgen unserer Politik direkt zu spüren“, so Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von „Brot für die Welt“. „Die WTO-Regelungen zum Patentrecht für Arzneimittel etwa verhindern trotz aller Proteste bis heute, dass für Millionen von Menschen Medikamente gegen die Mutter-Kind-Übertragung von Aids zugänglich sind.“ Neben Informationen zu den Themen Patente (am Beispiel HIV/Aids), Entschuldung sowie Klima und Agrarhandel, enthält die Arbeitsmappe einen Gottesdienstentwurf und viele Hintergrundinformationen.

Mehr Informationen zur Aktion „8 Minuten für Gerechtigkeit“ unter: www.g8minuten.de .
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Südafrika will endlich Kampf gegen Aids aufnehmen
„Brot für die Welt“ begrüßt Einbeziehung von Nichtregierungsorganisationen

Stuttgart, 16. März 2007.„Brot für die Welt“ begrüßt den radikalen Gesinnungswechsel in der Aids-Politik Südafrikas. „Nach zu langen vergeudeten Jahren ideologischer Abwehrkämpfe nimmt nun endlich die Regierung den Kampf gegen die Epidemie in ihrem Land auf“, sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin von „Brot für die Welt“, zum Strategieplan, der bei einer nationalen Konferenz am 14. und 15. März in Johannesburg vorgestellt und diskutiert wurde. Letzte Verbesserungen an diesem Plan müssten jetzt so schnell wie möglich vorgenommen und der Plan dann verabschiedet werden. Er sieht vor, dass bis 2011 80 Prozent der an HIV/Aids Erkrankten in Südafrika Zugang zu antiretroviralen Medikamenten bekommen.

„Ganz besonders bedeutsam ist, dass endlich auch das jahrelange Engagement von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie der Treatment Action Campaign von der Regierung anerkannt wird und sie in die Ausarbeitung des Strategieplans mit einbezogen werden“, so Füllkrug-Weitzel weiter. „Dieser Plan ist ein politischer Durchbruch“, betont auch Nathan Geffen, Sprecher des „Brot für die Welt“-Partners Treatment Action Campaign (TAC). Er sei überzeugt, dass es jetzt endlich zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit der Regierung kommen werde. Obwohl täglich rund 950 Menschen in Südafrika an HIV/Aids sterben, hat die Regierung das Problem bislang heruntergespielt. Sie hat bis jetzt gegen jede wissenschaftliche Erkenntnis und Meinung der internationalen Fachwelt und UN-Gesundheitsbehörde Aids-Medikamente öffentlich diffamiert und das Märchen von der Heilbarkeit von Aids mit Multivitaminpräparaten unterstützt.

„Brot für die Welt“ arbeitet seit vielen Jahren mit der Selbsthilfeorganisation TAC zusammen, die sich seit 1998 für Menschen mit HIV/Aids einsetzt. Die Organisation hat einen entscheidenden Anteil an der Verabschiedung eines Nationalen Präventions- und Behandlungsplans durch die südafrikanische Regierung Ende 2003, der erst nach mehreren von TAC angestrengten Gerichtsverfahren sowie einer Kampagne zivilen Ungehorsams zustande kam. Ein weiterer Erfolg von TAC war eine außergerichtliche Einigung mit zwei Pharmakonzernen, die sowohl die Herstellung ihrer Produkte als Generika in Südafrika als auch den Export in andere afrikanische Länder möglich macht.
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„Antisemitismus – Wir haben etwas dagegen!“
EKD, UEK und VELKD geben Faltblatt zum Abbau von Vorurteilen in 2. Auflage heraus

Unter dem Titel „Antisemitismus – Wir haben was dagegen!“ ist jetzt in 2. Auflage mit 20.000 Exemplaren ein Flyer erschienen, den die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) gemeinsam herausgeben.

-> Download des Flyers
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Evangelisch-reformierte Kirche wird 125 Jahre alt

Leer (epd). Die Evangelisch-reformierte Kirche feiert am 12. April in Emden ihr 125-jähriges Bestehen. Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses i.R. Manfred Kock (Köln), werde Gastredner bei der Feier in der Johannes-a-Lasco-Bibliothek sein, teilte das reformierte Kirchenamt in Leer am Freitag mit.

Der deutsche Kaiser und König von Preußen Wilhelm I. verlieh am 12. April 1882 der reformierten Kirche mit einem kaiserlichen Erlass die Selbstständigkeit. Heute gehören 190.000 Mitglieder in 142 Kirchengemeinden zwischen Ostfriesland und dem Allgäu zur Evangelisch-reformierten Kirche.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0754/16.03.07)
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Seemannsmission sammelt im "Online-Shop" Spenden

Bremen (epd). In einem "Online-Shop" bittet die Deutsche Seemannsmission mit Hauptsitz in Bremen um Unterstützung ihrer Arbeit. Unter der Internet-Adresse www.seemannsmission.org können Interessierte unter anderem T-Shirts, Kaffeetassen und Teddys mit dem Logo des gemeinnützigen Werkes kaufen. Pro Artikel fließen nach Auskunft von Generalsekretär Hero Feenders mindestens 1,76 Euro in die Arbeit.

Zum weltweiten Netz der Deutschen Seemannsmission gehören 16 Inlands- und 17 Auslandsstationen. Mehr als 700 Haupt- und Ehrenamtlichen kümmern sich nach Angaben der Organisation um Sozialarbeit und Seelsorge für Seeleute.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0779/19.03.07)
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Hildesheimer Kirche erhält neue Turmspitze

Hildesheim (epd). 62 Jahre nach Kriegsende lassen Hildesheimer Bürger die zerstörte Turmspitze der evangelischen St.-Lamberti-Kirche am Rand der Innenstadt wieder aufbauen. Das rund 700.000 Euro teure Projekt wird fast komplett aus Spenden finanziert, sagte Pastor Harm-Dietrich Henke am Freitag dem epd. Ein Turmbauverein hat in den vergangenen zehn Jahren bisher rund 600.000 Euro gesammelt. Der neue Turmhelm der 1488 eingeweihten Kirche soll in historischer Bauweise aus Holz errichtet werden. Eine moderne Lösung mit Stahlträgern wurde verworfen.

Der Dachstuhl wird derzeit aus rund 100 Kubikmetern Fichtenholz-Balken vor der Kirche zusammengezimmert. Am 4. Mai soll Richtfest sein, am 29. Juni die Einweihung. "Das ist ein unglaubliches Glücksgefühl wie Ostern und Weihnachten zusammen", sagte Henke, der seit 23 Jahren Pastor an St. Lamberti ist und lange für das Projekt gekämpft hat. 1988 habe er erstmals die Idee eines neuen Turmhelms geäußert. Durch die neue Spitze soll der Turm auf eine Höhe von 67 Metern wachsen. Auf 30 Metern wird ein Fensterkranz montiert, der abends von innen beleuchtet wird.

Die spätgotische St.-Lamberti-Kirche wurde wie die gesamte Hildesheimer Innenstadt beim schweren Bombenangriff am 22. März 1945 zerstört. Als sie 1952 wieder aufgebaut wurde, sparte man laut Henke die Turmspitze aus. Das Geld floss stattdessen in den Neubau von Kirchen in den Außenbezirken der Stadt. Der offene Turmschaft wurde mit einem provisorischen Notdach verschlossen.

Henke zeigte sich zuversichtlich, das auch das noch fehlende Geld durch Spenden zusammenkommt. Der Betrag sei bereits durch Bürgschaften abgedeckt. Auch die hannoversche Landeskirche unterstützt das Projekt.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0755/16.03.07)
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