Heidekirchen sind Attraktionen für Touristen

Nachricht 15. März 2007

Lüneburg (epd). In der Lüneburger Heide sind von April an mehr als 100 Kirchen an fünf Wochentagen verlässlich geöffnet. Die Region sei damit ein Schwerpunkt einer Aktion, die es in mehreren Bundesländern gebe, sagte am Donnerstag der Tourismus-Seelsorger in der Heide, Pastor Christian Cordes. In Niedersachsen beteiligen sich nach seine Angaben insgesamt rund 300 Kirchen. Sie sind mit blauen Schildern gekennzeichnet.

Damit werden laut Cordes während der Saison bis Oktober feste Öffnungszeiten von jeweils mindestens vier Stunden am Tag garantiert. Kirchen und Klöster seien Attraktionen für Touristen und Einheimische, sagte Cordes, der Pastor in Betzendorf bei Lüneburg ist: "Sie sind Brennpunkte der Geschichte und Orte der Besinnung, Gefühle und Erinnerungen."

In einem jetzt vorgelegten Konzept für den Tourismus in der Heide werde dies zu wenig berücksichtigt, sagte Cordes. Die Studie des Europäischen Tourismus Institutes in Trier empfiehlt, künftig noch stärker auf "touristische Leuchttürme" zu setzen. Dazu zählt sie den Erlebnistourismus und die Freizeitparks, den Erholungsurlaub in der Natur und die Städte Lüneburg und Celle.

Zugleich rät die Studie, die Vermarktung des Urlaubsgebietes in einer zentralen Agentur zu bündeln. Sie wurde im Auftrag von Landkreisen und Städten der Region erstellt. Cordes forderte Kirchengemeinden auf, sich am "Tag des offenen Denkmals" am 9. September zu beteiligen, der in diesem Jahr unter dem Motto "Orte der Einkehr und des Gebets – historische Sakralbauten" steht. (Internet: www.kirche-im-tourismus.de)

(epd Niedersachsen-Bremen/b0740/15.03.07)
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