Huber fordert zum Protest gegen Gewalt in Darfur auf

Nachricht 13. März 2007

Hannover/Berlin (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hat zu Protesten gegen die Gewalt in der sudanesischen Krisenregion Darfur aufgerufen. "Menschen in Darfur erleiden Gewalt, werden verfolgt und ihrer Menschenwürde beraubt. Dazu darf die Welt nicht schweigen", erklärte er in einem am Dienstag in Hannover veröffentlichten Grußwort zu einer Darfur-Aktionswoche im Jüdischen Museum in Berlin.

Huber rief zu Gerechtigkeit und Versöhnung auf. Die Lage in Darfur sei eine Mahnung an die internationale Gemeinschaft, ihrer Pflicht nachzukommen, Menschen zu schützen. Die am Donnerstag beginnende Aktionswoche "Darfur. Verbrechen gegen die Menschlichkeit" veranstaltet das Museum zusammen mit der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch". Am 20. März dirigiert Daniel Barenboim ein Benefizkonzert zu Gunsten von Hilfsprojekten. Schirmherr der Aktionswoche ist der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan.

In der sudanesischen Krisenregion Darfur sind seit Februar 2003 mehr als 200.000 Zivilisten ums Leben gekommen. Vier Millionen Menschen sind auf internationale Hilfe angewiesen. Inzwischen sind auch die angrenzenden Staaten wie der Tschad und die Zentralafrikanische Republik wegen der Flüchtlingsströme aus dem Sudan auf Hilfslieferungen angewiesen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0719/13.03.07)
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