Niedersachsen gibt Ladenöffnung an Werktagen frei

Nachricht 06. März 2007

Hannover (epd). In Niedersachsen können Läden vom 1. April an allen sechs Werktagen rund um die Uhr öffnen. Der Landtag beschloss am Dienstag in Hannover mit dem Stimmen der CDU-FDP-Koalition ein Ladenöffnungsgesetz, das die bisherigen Beschränkungen weitgehend aufhebt. An höchstens vier Sonn- und Feiertagen im Jahr dürfen Geschäfte fünf Stunden lang öffnen. Ausgenommen sind die kirchlichen Feiertage um Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten und Weihnachten sowie der Volkstrauertag, Ewigkeitssonntag und die Adventssonntage.

Für die evangelischen Kirchen begrüßte der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber das Ergebnis. Erfreulich sei, dass entgegen dem ersten Entwurf die Adventssonntage und die zweiten Feiertage an Ostern und Pfingsten von der Sonntagsöffnung ausgenommen seien, sagte Weber als Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen. Die Regelung "sechs mal 24 Stunden" in der Woche tue ihm jedoch um der Arbeitskräfte willen Leid.

Die Kirchen seien über die verkaufsoffenen Sonntage "nicht begeistert", sagte der Bischof dem epd. Ihre Anregung, die Läden am Sonnabend schon um 20 Uhr zu schließen, um den Sonntag besser zu schützen, sei leider nicht aufgenommen worden. Er gehe aber davon aus, dass der Handel selbst keinen Bedarf an solchen Öffnungszeiten haben werde. So gebe es in der Braunschweiger Geschäftswelt bereits Absprachen zur Begrenzung der Ladenöffnungszeiten.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0618/06.03.07)
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