Bundeskanzlerin: Den Glauben mutiger bekennen

Nachricht 01. März 2007

B e r l i n (idea) – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Europäischen Union (EU) für ein mutigeres Bekennen des christlichen Glaubens ausgesprochen. „Wenn wir ehrlich sind, ist es so, dass wir eine mangelnde Kraft haben, unsere eigene Glaubensüberzeugung deutlich zu machen“, bedauerte die Kanzlerin bei einem Festakt der Konrad-Adenauer-Stiftung am 28. Februar in Berlin.

Im Blick auf die Diskussionen um die EU-Verfassung erklärte die Protestantin, dass sie sich einen klareren Gottesbezug gewünscht hätte. Der Präsident des Europa-Parlaments, Hans-Gert Pöttering (CDU), sagte: „Wir wollen nicht den Zusammenprall der Kulturen.“ Vielmehr solle eine Partnerschaft und Freundschaft mit der arabisch-islamischen Welt gepflegt werden. Das setze freilich gegenseitige Toleranz voraus.

Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und ehemalige thüringische Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) bezeichnete das europäische Einigungswerk als eine einzigartige Erfolgsgeschichte: „Das ist für uns ein Grund zur Dankbarkeit – auch gegenüber Gott.“

Zu dem Festakt waren christlich-demokratische Politiker aus ganz Europa gekommen, darunter EU-Komissionspräsident José Manuel Barroso. Am 25. März 1957 hatten Deutschland, Frankreich, Italien und die Benelux-Staaten die Römischen Verträge unterzeichnet und damit die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gegründet. Heute hat die EU 27 Mitgliedsstaaten mit mehr als 490 Millionen Einwohnern.

(01.03.2007/13:15)
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