Auf einen Blick (31.1.)

Nachricht 31. Januar 2007

Rund 500 Jugendliche zu Missionstag erwartet

Krelingen/Kr. Soltau-Fallingbostel (epd). Rund 500 Jugendliche werden zum norddeutschen Missionstag "Move" an diesem Sonnabend in Krelingen bei Walsrode erwartet. Zum dritten Mal laden das Geistliche Rüstzentrum Krelingen sowie neun Missionswerke zu dem Informationstag ein. Er soll nach Angaben des Rüstzentrums junge Erwachsene dafür begeistern, als Missionare vor allem im Ausland den christlichen Glauben zu verbreiten.

Die Veranstaltung für Jugendliche ab 16 Jahren beginnt am 3. Februar um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Insgesamt präsentieren sich 35 Missionswerke aus ganz Deutschland mit Ständen und Seminaren. Dabei gehe es um Themen wie "Ansteckendes Christsein" oder "Muslime – fürchten oder vergessen?". Zu den Organisatoren gehört neben dem Rüstzentrum das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen. (Internet:www.move-to-mission.de)

(epd Niedersachsen-Bremen/b0249/30.01.07)
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Muslimische Verbände lehnen Gesprächseinladung der EKD ab

Mit Bedauern hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, auf die Absage des dritten Spitzentreffens zwischen der EKD und Vertretern muslimischer Verbände von islamischer Seite reagiert. Vier muslimische Verbände - die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e.V. (IRD), der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) und der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. – hatten das für den 6. Februar in Berlin geplante Gespräch mit der Begründung abgesagt, dass nach der Veröffentlichung des EKD-Textes „Klarheit und gute Nachbarschaft“ im November 2006 „erheblicher Klärungsbedarf“ entstanden sei.

Der EKD-Ratsvorsitzende zeigte sich überrascht von dieser Begründung. In einer Reaktion an die vier Verbände schreibt er: „Besonders überrascht hat mich, dass Sie diese Gesprächsmöglichkeit mit der Begründung absagen, dass Gesprächsbedarf besteht. Ich bedaure sehr, dass wir den langfristig ins Auge gefassten Termin in der kommenden Woche nicht dafür nutzen können, die Intentionen der Schrift "Klarheit und gute Nachbarschaft" und Ihre Reaktion auf diese Handreichung der EKD miteinander zu besprechen. Das kann ich nur so verstehen, dass unter Ihnen selbst der Bedarf nach einer Klärung besteht, die weiteren Gesprächen mit der EKD vorausgehen soll. So warte ich nun auf eine Initiative von Ihrer Seite zu einem Gespräch.“

Das erste Spitzentreffen zwischen der EKD und muslimischen Verbänden hatte im Januar 2005 auf Einladung des EKD-Ratsvorsitzenden stattgefunden, ein zweites im März 2006.

Hannover, 31. Januar 2007
Pressestelle der EKD
Silke Fauzi
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EKD: Keine neue Rechtslage für Beichtgeheimnis

Hannover (epd). Für den Schutz des Beichtgeheimnisses und seelsorgerlichen Gesprächs ergibt sich nach Einschätzung des Kirchenjuristen Burkhard Guntau aus dem jüngsten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts keine neue Rechtslage. Im Fall des katholischen Gefängnisseelsorgers hätten die Verfassungsrichter klargestellt, dass sich das Zeugnisverweigerungsrecht nur auf das seelsorgerliche Gespräch beziehe, sagte der Vizepräsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Mittwoch dem epd. Vom Beichtgeheimnis nicht geschützt seien hingegen darüber hinausgehende Recherchen und Tätigkeiten eines Seelsorgers.

Das Bundesverfassungsgericht hatte in einem am Montag veröffentlichten Beschluss die Verfassungsbeschwerde des Gemeindereferenten abgewiesen. Nach der Entscheidung der Karlsruher Richter soll der Seelsorger nicht über ein seelsorgerisches Gespräch mit einem Gefangenen vernommen werden, sondern darüber, ob er dem Angeklagten bei der Beschaffung von Entlastungsmaterial geholfen habe. Dafür könne er kein Zeugnisverweigerungsrecht geltend machen. Der Gefängnisseelsorger, dem sechs Monate Beugehaft drohten, sagte am Mittwoch im Düsseldorfer El-Kaida-Prozess aus.

Mit dem Beschluss wird dem EKD-Vizepräsidenten zufolge zugleich klargestellt, dass sich der Schutz des Beichtgeheimnisses nicht auf ordinierte Pfarrer und geweihte Priester beschränkt. Vielmehr sei für das Zeugnisverweigerungsrecht von Seelsorgern entscheidend, dass ein Auftrag der Kirche vorliegt.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0263/31.01.07)
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Woche der Diakonie 2007 unter dem Leitwort "Mitten im Leben. Diakonie."
Niedersachsenweite Kampagne vom 2.-9. September

Das Leitwort der diesjährigen Woche der Diakonie, die vom 2.- 9. September landesweit begangen wird, lautet "Mitten im Leben. Diakonie." In vielen der 1.600 Kirchengemeinden und der 3.000 diakonischen Einrichtungen in Niedersachsen wird es dazu Veranstaltungen, Gottesdienste sowie Veröffentlichungen geben.
Am 2. September wird die Woche der Diakonie mit einem zentralen Gottesdienst eröffnet. Ziel der landesweiten Woche ist es, auf diakonische Aktivitäten in Niedersachsen hinzuweisen und für Projekte der Diakonie zu sammeln. Die Woche der Diakonie findet stets in der zweiten Woche im September statt. Der Diakoniesonntag ist der 9. September.

Im Jahr 2005 eröffnete Familienministerin Ursula von der Leyen die Woche in Verden, 2006 Bischof Peter Krug in Oldenburg. Der Ort für die diesjährige Eröffnung steht noch nicht fest.

Unter www.woche-der-diakonie.de sind weitere Informationen abrufbar. Aktuelle Materialien stehen ab April zur Verfügung.


Bernd Prigge
Pressesprecher
des Diakonischen Werkes der
Evangelisch-lutherischen
Landeskirche Hannovers
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Forscher bestätigen seltene Bibelhandschrift

Göttingen/Turin (epd). Die Göttinger Akademie der Wissenschaften hat den Fund einer seltenen griechischen Bibelhandschrift aus dem siebten Jahrhundert bestätigt. "Die Entdeckung verdient große Aufmerksamkeit", sagte am Dienstag der Leiter der Septuaginta-Arbeitsstelle der Akademie, Bernhard Neuschäfer. Bei den Fragmenten aus der Turiner Nationalbibliothek handele es sich um Passagen aus "Sprüche", "Prediger" und "Hiob".

Nach Angaben der Akademie hatte die italienische Wissenschaftlerin Chiara Faraggiana in Göttingen eine Bestätigung dafür gesucht, dass von ihr mitgeführte Fotografien griechische Handschriften des Alten Testaments zeigen. Ein Kopist und Lehrer in Konstantinopel hatte die Bibelhandschrift vor 600 Jahren mit einer byzantinischen Grammatik überschrieben.

Von dem Werk existieren nur noch verkohlte Papierklumpen, weil das ursprünglich 240 Seiten umfassende Buch aus Pergament im Jahre 1904 Opfer des Brands der Turiner Nationalbibliothek wurde. Italienischen Experten war es mit einem technischen Verfahren aber gelungen, Seiten aus dem Pergamentklumpen zu lösen und zu fotografieren. Auf dem verrußten Papier wurden die Grammatik aus dem 15. Jahrhundert und eine deutlich ältere Schrift sichtbar.

Wer den ursprünglichen Bibeltext geschrieben hat, ist bislang unklar. Die Arbeitsstelle Septuaginta ist weltweit die einzige Forschungseinrichtung, die verstreute griechische Bibelhandschriften sammelt. Die Göttinger Forscher wollen daraus die älteste Fassung der griechischen Übersetzung des hebräischen Alten Testaments zusammenstellen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0243/30.01.07)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen