Auf einen Blick (27.1.)

Nachricht 26. Januar 2007

Zukunftskongress "Kirche der Freiheit im 21. Jahrhundert" -> EKD-Berichterstattung

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Pflegefamilie – die zweite Chance?

„Offen gesagt …“ die christliche Talksendung aus der St. Pauli Kirche Hamburg mit Moderator Pastor Jan Dieckmann am Sonntag, 28.01.2007 um 14.45 Uhr im NDR-Fernsehen

Die Schicksale von Jessica, 7, Michelle, 2, Brian, 2 oder Bianca, 4 – haben in den letzten Monaten Schlagzeilen gemacht. Vier Kinder, die jahrelang in verdreckten, vermüllten und zugekoteten Wohnungen eingesperrt waren, und solange dahinvegetierten, bis sie ihre Kraft verließ. Rund 80.000 Kinder sind in Deutschland von extremer Vernachlässigung bedroht. Meist sind ihre Eltern überfordert, hängen an der Flasche oder haben massive psychische Probleme. Was passiert, wenn das Jugendamt die Kinder aus den Familien herausnimmt? Wie gehen Pflegeeltern mit den seelischen Wunden der Kinder um? Welche Kraft kostet es, ihnen ein halbwegs normales Zuhause zu geben? Haben Pflegekinder eine Chance auf ein normales Leben? Darüber spricht Pastor Jan Dieckmann mit der Pflegemutter Rosemarie Wagner, die seit acht Jahren vernachlässigte Kinder in Kurzzeitpflege nimmt und dem ehemaligen Pflegekind Nina-Svenja Bock bei „offen gesagt...“, der christlichen Talksendung in der St. Pauli Kirche in Hamburg. www.fernsehkirche.de
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Ausstellung im Landeskirchenamt zeigt Entwürfe für Kirchenfenster

Mit dem Künstler Hans Matschinski beschäftigt sich die neue Ausstellung im Landeskirchenamt Hannover.

Der 1897 in Münster geborene Hans Matschinski war Glasmaler in Braunschweig. Zusammen mit Heinz Lilienthal prägte er die Kirchenfenster der 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Fenster in mehr als 150 Kirchen und Kapellen im Bereich der hannoverschen Landeskirche sind nach seinen Entwürfen gestaltet worden.

Aus dem Nachlass des Künstlers hat die landeskirchliche Kunstsammlung eine Anzahl farbiger Entwurfszeichnungen erworben.
67 von ihnen konnten eindeutig Kirchen und Kapellen unserer Landeskirche zugeordnet werden.
Sie werden im Erdgeschoss und in der 1. Etage präsentiert und können zu den Öffnungszeiten des Landeskirchenamtes besichtigt werden.
Der am Empfang erhältliche Katalog enthält Erläuterungen zu den Entwürfen.
Die Ausstellung ist bis Ende März zu sehen.
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Behinderte Künstler schenken Bischof Trelle ein Gemälde

Hildesheim (epd). Behinderte Künstler aus einer evangelischen Einrichtung in Hildesheim haben dem katholischen Bischof Norbert Trelle ein Gemälde geschenkt. Das Bild der Gruppe "Die Wilderers" zur biblischen Jahreslosung 2007 werde im Bischofshaus einen würdigen Platz finden, sagte Trelle am Freitag nach seinem Antrittsbesuch bei den Diakonischen Werken Himmelsthür in Hildesheim. Bilder der "Wilderers" hängen bereits in mehreren Landesministerien in Hannover. Auch Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) erhielt ein Gemälde von der Künstlergruppe.

Die Diakonischen Werke Himmelsthür sind mit fast 2.000 Bewohnern an 17 Standorten die größte Einrichtung für behinderte Menschen in Niedersachsen. Ihr Direktor, Pastor Ulrich Stoebe, betonte bei dem Antrittsbesuch die große Schnittmenge zwischen Protestanten und Katholiken in der Sozialarbeit. Angesichts dessen träten die konfessionellen Unterschiede in den Hintergrund: "Unser diakonisches Profil gestaltet sich im ökumenischen Horizont."

Christliche Werte und moderne Pflegeansprüche in Einklang zu bringen, sei angesichts der knappen Zuwendungen des Staates eine schwierige Aufgabe, sagte der kaufmännische Direktor Rolf-Dieter Strudthoff. Dies erfordere viel Flexibilität und Vielseitigkeit.

Bischof Trelle ließ sich bei dem Besuch die Arbeit mit schwerst mehrfach behinderten Menschen zeigen. Einige Kinder und Jugendliche müssen seit ihrer Geburt rund um die Uhr künstlich beatmet werden. Andere liegen im Wachkoma. Ein Junge, der bei seiner Geburt völlig gesund war, wurde von seinem Vater so schwer misshandelt, dass er heute körperlich und geistig schwerst beeinträchtigt ist, berichteten die Diakonischen Werke und das Bistum Hildesheim.

Die Diakonischen Werke Himmelsthür wurden 1884 von dem evangelischen Pastor Bernhard Isermeyer als Zufluchtsort für Frauen gegründet, die aus der Haft in der "Landeskorrektionsanstalt" entlassen wurden und vor dem materiellen Nichts standen. In den 1930er Jahren nahm die Einrichtung die ersten geistig behinderten Menschen auf.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0214/26.01.07)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Kinderhospiz distanziert sich von dubioser Spendenaktion

Syke/Erfurt (epd). Das Kinderhospiz "Löwenherz" in Syke bei Bremen hat sich von einer dubiosen telefonischen Spendensammlung distanziert. Mitglieder des "Deutschen Fördervereins für Behinderten- und Jugendsport" aus Erfurt hätten in den vergangenen Wochen im Namen des Kinderhospizes bei Bewohnern in der Region angerufen und sie zu Spenden für "Löwenherz" aufgefordert, teilte das Hospiz am Freitag mit. "Diese Aktion war nicht mit uns abgesprochen und nicht genehmigt", sagte die Geschäftsführerin des Löwenherz-Trägervereins, Barbara Frerker.

Das 2003 gegründete Kinderhospiz betreut unheilbar kranke Kinder. Sie und ihre Familien können bis zu vier Wochen bleiben. 2006 kamen insgesamt 109 Kinder, etwa zwei Drittel davon aus Niedersachsen und Bremen. In den vergangenen Wochen hätten sich empörte Bürger im Syker Vereinsbüro von "Löwenherz" gemeldet und sich über die massive Sammelaktion beschwert, sagte Frerker. Diese sei angeblich von "Löwenherz" in Auftrag gegeben worden. Daraufhin habe sie dem Erfurter Verein das weitere Auftreten im Namen des Kinderhospiz untersagt.

"Löwenherz" sammele grundsätzlich keine Spenden durch Telefon-Aktionen, sagte die Geschäftsführerin: "Es ist nicht unser Stil, wahllos Menschen anzurufen und verlangen, Geld zu spenden oder Fördermitglied zu werden." Man wollen vielmehr durch gute Arbeit langfristig Unterstützer gewinnen. Der Erfurter Verein habe "Löwenherz" vor einigen Wochen um Informationen gebeten und dann von sich aus ohne weitere Hinweise die Spendenaktion gestartet.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0218/26.01.07)
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Minister will Steuervorteil für Ehrenamtliche verbessern

Hannover (epd). Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) hat gefordert, die steuerlichen Vorteile für Ehrenamtliche bundesweit zu verbessern. Der "Steuerfreibetrag für Aufwandsentschädigungen aus öffentlichen Kassen" solle von derzeit 1.848 auf 2.100 Euro angehoben werden, erklärte er am Freitag in Hannover am Rande einer Landtagssitzung. Die Bundesregierung plant den Angaben zufolge, nur die so genannte Übungsleiterpauschale auf 2.100 Euro anzuheben.

"Davon profitiert nur ein sehr enger Kreis ehrenamtlich Tätiger", sagte Möllring. Dies seien etwa Trainer in Sportvereinen oder Lehrkräfte an einer Volkshochschule. Andere ehrenamtliche Tätigkeiten würden so benachteiligt. Als Beispiel verwies Möllring auf die Freiwilligen Feuerwehren. "Jeder ehrenamtlich Tätige leistet einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft und unser Land", sagte der Minister.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0222/26.01.07)
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