Auf einen Blick (18.1.)

Nachricht 18. Januar 2007

Bremer sollen künftig rund um die Uhr einkaufen können

Bremen/Bremerhaven (epd). Der Entwurf eines bremischen Ladenschlussgesetzes ist auf dem parlamentarischen Weg einen wichtigen Schritt weiter. Die zuständige Bürgerschaftsdeputation hat am Donnerstag dem Vorschlag zugestimmt, dass der Einzelhandel im kleinsten Bundesland künftig an Werktagen rund um die Uhr öffnen kann. Geplant ist, dass das neue Gesetz am 1. April in Kraft tritt.

Um den Terminplan einzuhalten, soll der Entwurf bald im Senat und dann in der Bürgerschaft beraten werden. An Sonn- und Feiertagen sollen die Geschäfte wie bisher grundsätzlich geschlossen bleiben, hieß es. Ausnahmen an vier verkaufsoffenen Sonntagen pro Jahr zu Märkten oder Messen sollen allerdings wie bisher möglich sein. Diese Regelung kritisiert die Bremische Evangelische Kirche. Ihr leitender Theologe Pastor Louis-Ferdinand von Zobeltitz sieht darin eine Aushöhlung der Sonn- und Feiertagsruhe.

Von Zobeltitz verwies darauf, dass durch die Ausnahmeregelung in einzelnen Stadtteilen Öffnungen zu unterschiedlichen Terminen möglich seien. "Diese Reihum-Öffnungen können den Effekt haben, dass man eigentlich jeden Sonntag irgendwo in Bremen einkaufen kann", warnte er. Im vergangenen Jahr hat der Senat zwölf verkaufsoffene Sonntage in unterschiedlichen Bremer Stadtbezirken genehmigt.

Die Präsidentin der bremischen Landeskirche, Brigitte Boehme, wandte sich auch gegen eine Rund-um-die-Uhr-Öffnung am Sonnabend. Nach christlicher Auffassung müsse der Vorabend des Sonntags besonders geschützt werden. Erwerbstätige bräuchten "Zeit zur Einstimmung und zum Atemholen".

(epd Niedersachsen-Bremen/b0141/18.01.07)
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Superintendentin Fähndrich wird verabschiedet

Garbsen/Region Hannover (epd). Superintendentin Gisela Fähndrich aus Garbsen bei Hannover wird an diesem Sonntag in den Ruhestand verabschiedet. Die 63-jährige Theologin leitet seit 1993 den evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Garbsen/Seelze. Ihre Nachfolgerin Elke Schölper wird ihr Amt im April antreten, kündigte ein Kirchensprecher an. Der Abschiedsgottesdienst mit Landessuperintendentin Ingrid Spieckermann im Silvanus-Kirchenzentrum in Garbsen-Berenbostel beginnt um 15 Uhr. Fähndrich wird selbst die Predigt halten.

Im Stadtkirchenverband Hannover ist Gisela Fähndrich Ausschussvorsitzende für Kindergärten, Jugendarbeit und Schulfragen. In ihrem Kirchenkreis hat sie sich unter anderem für die Jugendwerkstatt und die Ehe- und Familienberatung eingesetzt. Ihr Ehrenamt als Präsidentin der Dokumentationsstätte zu Kriegsgeschehen und über Friedensarbeit in Lehrte-Sievershausen wird sie nach Angaben von Kirchensprecher Joachim Lau behalten.

Fähndrich stammt aus Tübingen und studierte Theologie dort, in Göttingen und in Bonn. Bei einem einjährigen Aufenthalt in den USA ließ sie sich zur Klinikseelsorgerin ausbilden. Sie war Gemeindepastorin in Hannover und Sehnde und Dozentin für Konfirmandenarbeit am Religionspädagogischen Institut in Loccum. Zwölf Jahre lang gehörte sie der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0140/18.01.07)
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Alexander Dietz erhält Henning-Schröer-Förderpreis

Der Theologe Alexander Dietz (Heidelberg) erhält den mit 2.000 Euro dotierten „Henning-Schröer-Förderpreis für verständliche Theologie“. Der Preis wird zum zweiten Mal verliehen. Dietz wird für seine Dissertation ausgezeichnet, in der er die ethische und theologische Relevanz und Problematik der grundlegenden Annahmen in den Wirtschaftswissenschaften über menschliches Verhalten verständlich darstellt. Im Rahmen der Preisverleihung am 22. Januar an der Universität Bonn wird mit Alexander Dietz und Dr. Hans-Peter Klös vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln ein Podiumsgespräch stattfinden.

Der Förderpreis erinnert an den evangelischen Theologen Henning Schröer (1931-2002), der an der Bonner Universität lehrte und sein Interesse für hermeneutische Fragestellungen mit einer die Öffentlichkeit suchenden Theologie verband.

Stifter des Preises sind das Institut für Hermeneutik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn, der CMZ-Verlag Rheinbach, die Evangelischen Kirche im Rheinland und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD).

Der Jury gehören an: Prof. Dr. Eberhardt Hauschildt, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Hermeneutik an der Universität Bonn, der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), Oberkirchenrat Jürgen Dembek (Düsseldorf) sowie der Theologe Wolfgang Thielmann, Ressortleiter bei der Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“ (Bonn).

Lutherisches Kirchenamt - Pressestelle
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