Auf einen Blick (11.1.)

Nachricht 11. Januar 2007

Neue Generalsekretärin der Evangelischen Frauenarbeit

Frankfurt a.M./Loccum (epd). Die Evangelische Frauenarbeit in Deutschland (EFD) hat eine neue Generalsekretärin. Die promovierte Anglistin und Religionswissenschaftlerin Beate Blatz habe zum 1. Januar die Nachfolge von Katharina Katt übernommen, teilte die Evangelische Frauenarbeit am Donnerstag in Frankfurt mit. Blatz habe bereits während der Elternzeit der bisherigen Generalsekretärin die Geschäftsstelle der EFD kommissarisch geleitet.

Blatz verfügt laut EFD über langjährige Erfahrung in der Unternehmenskommunikation und der Unternehmensentwicklung für kirchliche und privatwirtschaftliche Einrichtungen und Verbände. So war sie von 1990 bis 1996 Studienleiterin und Öffentlichkeitsreferentin der Evangelischen Akademie Loccum. Von dort ging sie als Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum Diakonischen Werk Braunschweig. Die Evangelische Frauenarbeit ist der bundesweite Dachverband evangelischer Frauenverbände und landeskirchlicher Frauenwerke im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0064/11.01.07)
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Kinderhospiz hat im vergangenen Jahr 109 Kinder betreut

Syke/Kr. Diepholz (epd). Das Kinderhospiz "Löwenherz" in Syke bei Bremen hat im vergangenen Jahr 109 schwerkranke Kinder aufgenommen. Etwa zwei Drittel kamen aus Niedersachsen und Bremen, sagte Leiterin Gaby Letzing am Mittwoch. Auch aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen seien Eltern mit ihren Kindern angereist. Immer öfter kämen ganze Familien mit den Geschwistern. Die Belegung sei gegenüber dem Vorjahr von 62 Prozent auf 68 Prozent gestiegen. Drei Kinder sind nach Angaben der Einrichtung während ihres Aufenthaltes im Kinderhospiz gestorben.

Das Kinderhospiz kann jeweils acht Kinder mit tödlich verlaufenden Krankheiten aufnehmen, die nicht geheilt werden können. Dazu gehören Herzerkrankungen, Stoffwechsel-Störungen, schwere angeborene Fehlbildungen, Hirnschäden, Krebs oder bleibende Unfallschäden. Die Kinder und ihre Familien können bis zu vier Wochen bleiben. Ihre Eltern können sich in dieser Zeit von der anstrengenden Pflege erholen.

Um mehr Platz für die Familien zu schaffen, soll das Kinderhospiz bis zum Herbst für rund 900.000 Euro einen Anbau mit etwa 400 Quadratmetern erhalten. Geplant sind ein erweiterter Aufenthaltsraum sowie Therapie-, Funktions- und Lagerräume. Um betroffene Familien auch zu Hause besser unterstützen zu können, baut die Einrichtung derzeit einen ambulanten Kinderhospizdienst rund um Bremen auf. Zurzeit werden 14 ehrenamtliche Mitarbeiter auf ihren Einsatz vorbereitet.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0055/10.01.07)
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Archive stellen Verzeichnis alter Drucke ins Internet

Wolfenbüttel (epd). Archivare in neun deutschen Städten haben in zehnjähriger Arbeit 236.743 deutsche Drucke des 17. Jahrhunderts digital verzeichnet. Der Abschluss dieses Projektes leite eine neue Phase der Erschließung und Bereitstellung ein, teilte am Montag die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel mit. Die Datenbank enthält eine bibliografische Beschreibung sowie Fotos der Titelbilder und wichtiger Seiten.

Mit 113.000 Exemplaren ist die Herzog August Bibliothek in der neuen Datenbank www.vd17.de vertreten. Sie verfügt der Mitteilung zufolge über die größte Sammlung von Drucken des 17. Jahrhunderts und nimmt für diesen Zeitraum die Funktion einer Nationalbibliothek war.

An dem digitalen Verzeichnis beteiligen sich neben der Herzog August Bibliothek die Staatsbibliotheken in Berlin und München, die Sächsische Landesbibliothek in Dresden, die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen, die Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha, die Landesbibliothek in Halle, die Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar und die Stadtbibliothek Nürnberg. Die Förderung dieses Projektes sei ein "Glanzstück deutscher Forschungspolitik", erklärte die Herzog August Bibliothek.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0035/08.01.07)
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Gottesdienst aus Dorfkirche bei Hildesheim im Radio

Hildesheim (epd). Die Radiosender NDR 4 und WDR 5 senden an diesem Sonntag einen Rundfunk-Gottesdienst aus einer Dorfkirche bei Hildesheim. Die Live-Übertragung aus der St.-Katharinen-Kirche in Bockenem-Hary beginnt um 10 Uhr, teilte der evangelische Kirchensprengel Hildesheim mit. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes steht das Singspiel "Die Kinder des Kain" von Fritz Baltruweit und Gabriele Niedernolte. Es erzählt die biblische Geschichte von Kain, der seinen Bruder Abel ermordet, im Licht der Gegenwart.

Ausgangspunkt ist dabei Kains Sohn Henoch, der nach einem Streit dem früheren Verbrechen seines Vaters auf die Schliche kommt. Das Singspiel versteht sich als Beitrag zur ökumenischen Dekade "Gewalt überwinden". Für die Musik in dem Gottesdienst sorgen unter anderem die Studiogruppe Baltruweit um den Pastor und Liedermacher Fritz Baltruweit aus Hildesheim und der Ökumenische Kinderchor Ambergau unter der Leitung von Marion Imholz. Die Predigt hält Pastorin Ulrike Blanke. Über Kabel ist der Gottesdienst auch im Südwestrundfunk zu hören.

Die St.-Katharinen-Kirche in Hary wurde 1754 im Stil des Barock erbaut. In dem kleinen Dorf am Harzrand leben rund 250 evangelische Christen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0053/10.01.07)
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Gottesdienst für Liebende am Valentinstag

Lüneburg (epd). Zu einem Segnungsgottesdienst für Liebende laden die evangelische und katholische Kirche in Lüneburg am 17. Februar ein. Die Feier um 20.30 Uhr in der katholischen St.-Marien-Kirche werde aus Anlass des Valentinstages (14. Februar) gehalten, sagte am Donnerstag der katholische Diakon Martin Blankenburg. Wer möge, könne als Paar oder einzeln nach vorne treten, sich die Hand auflegen und den Segen zusprechen lassen.

Der Gottesdienst unter dem Motto "tatsächlich Liebe" wendet sich laut Blankenburg an Paare mit und ohne Trauschein ebenso wie an Alleinstehende, Wiederverheiratete und Geschiedene. Es gehe um die Liebe in vielerlei Gestalt. Der Erfurter Dompfarrer Reinhard Hauke initiierte im Jahr 2000 in Erfurt den ersten ökumenischen Segnungsgottesdienst zum Valentinstag. In Varianten werden die Gottesdienste mittlerweile in vielen Orten in Deutschland begangen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0062/11.01.07)
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Rundfunk-Journalist Peter Becher gestorben

Hannover (epd). Der frühere hannoversche Rundfunk-Journalist und Kirchen-Experte Peter Becher ist tot. Wie der Norddeutsche Rundfunk am Mittwoch in Hannover mitteilte, starb Becher am 6. Januar im Alter von 67 Jahren. Neben seiner Arbeit beim NDR-Hörfunk war Becher auch mehrere Jahre für den Lutherischen Weltbund tätig.

So leitete er zwischen 1992 bis 1994 von Wien aus einen Informationsdienst für lutherische Minderheitskirchen in Europa. Zuvor hatte Becher von 1974 an beim lutherischen Rundfunksender "Stimme des Evangeliums" in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba gearbeitet.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0054/10.01.07)
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