Sozialministerin fordert Engagement für Familien

Nachricht 10. Januar 2007

Walsrode (epd). Die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) hat sich am Mittwoch in Walsrode für mehr vorbeugende Hilfen für Familien ausgesprochen. Die staatliche Familienpolitik brauche als Ergänzung privates Handeln vor Ort, sagte Ross-Luttmann bei der Eröffnung des Projektes "wellcome" des Diakonischen Werkes Walsrode. Bei dem Projekt unterstützen Ehrenamtliche junge Familien mit neugeborenen Kindern. (Internet: www.wellcome-online.de)

In Niedersachsen ist Walsrode nach Winsen bei Hamburg und dem ostfriesischen Leer der dritte Standort, an dem das Angebot offiziell eröffnet wurde. Die Ministerin ist Schirmherrin des Projektes, das unbürokratische Alltagshilfe leisten soll. "Wellcome" sei eine moderne Form der Nachbarschaftshilfe und könne zu einem familienfreundlicheren Klima beitragen, sagte Ross-Luttmann laut Redemanuskript.

Der Lüneburger evangelische Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen ergänzte, das Projekt sei "ein wichtiger weiterer Knoten im schon bestehenden Netzwerk von Hilfsangeboten für junge Familien". Das Projekt "wellcome" wurde vor mehr als vier Jahren von der Hamburger Sozialpädagogin Rose Volz-Schmidt ins Leben gerufen. Ihr Konzept der Hilfe, die über Fachstellen wie Familienbildungsstätten oder die Diakonie koordiniert wird, läuft den Angaben zufolge seit einigen Jahren erfolgreich in Hamburg und Schleswig-Holstein.

Der Name "wellcome" setzt sich aus den englischen Worten Wellness für Wohlfühlen und Welcome für Willkommen zusammen. In Walsrode gibt es nach Auskunft der dortigen Projektleiterin Sigrid Schneckener schon mehr als 20 ehrenamtliche Helferinnen: "Wellcome bietet Unterstützung bei alltäglichen Dingen und schafft so einen Freiraum für die Mütter." Der Einsatz der Ehrenamtlichen kostet in der Regel vier Euro pro Stunde.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0056/10.01.07)
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