Landesbischöfin würdigt soziale Projekte des Gustav-Adolf-Werks

Nachricht 07. Januar 2007

Hannover/Leipzig (epd). Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat die sozialen Projekte des Gustav-Adolf-Werks für evangelische Minderheiten im Ausland gewürdigt. "Für uns als Evangelische ist Globalisierung kein ökonomisches Schicksal, sondern eine Ermutigung zur Solidarität über Grenzen hinweg", sagte sie am Sonntag in Hannover zum Auftakt einer Gottesdienstreihe zum 175-jährigen Bestehen des Diaspora-Hilfswerks.

Die Gemeinschaft der evangelischen Kirchen muss sich laut Käßmann "gegen Armut und Verelendung stemmen in Kirgisien wie in Argentinien, in der Ukraine wie in Estland". Seit 1832 unterstützt der Verein evangelische Minderheitskirchen in Ländern Europas, Lateinamerikas und Asiens. Das bleibe auch weiterhin wichtig, sagte die Bischöfin. Der Protestantismus stehe weltweit für Grundsätze wie Freiheit des Gewissens, Menschenwürde unabhängig von der Leistungsfähigkeit oder die Gleichberechtigung von Männern und Frauen.

Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) der Evangelischen Kirche in Deutschland mit seiner Zentrale in Leipzig besteht aus 24 Hauptgruppen und der GAW-Frauenarbeit. Für 2007 hat das Werk zu einer Aktion "175 Gottesdienste" aufgerufen, deren erster jetzt in Hannover stattfand. In mehr als 40 Partnerkirchen in 35 Ländern unterstützt das GAW nach eigenen Angaben jedes Jahr rund 150 Projekte. Benannt ist das Werk nach dem schwedischen König Gustav II. Adolf (1594-1632), der im Dreißigjährigen Krieg die deutschen Protestanten unterstützte.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0028/06.01.07)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen