Gustav-Adolf-Werk: 175 Jahre Hilfe für Diaspora-Kirchen

Nachricht 04. Januar 2007

Hannover/Leipzig (epd). Das evangelische Gustav-Adolf-Werk (GAW) begeht in diesem Jahr sein 175-jähriges Bestehen. Der erste von 175 Gottesdiensten aus diesem Anlass wird am 7. Januar mit Landesbischöfin Margot Käßmann in Hannover gefeiert. Seit 1832 unterstützt der Verein evangelische Minderheits-Kirchen in Ländern Europas, Lateinamerikas und Asiens. Die norddeutschen GAW-Hauptgruppen haben zu einer Tagung mit dem Thema "Glauben verbindet" vom 5. bis 7. Januar in Hannover eingeladen.

In mehr als 40 Partnerkirchen in 35 Ländern unterstützt das GAW nach eigenen Angaben jedes Jahr rund 150 Projekte. Von 1994 bis 2005 seien 38 Millionen Euro für evangelische Minderheiten eingesetzt worden. Damit werden Kirchen gebaut oder renoviert, Kinderheime, Schulen, Suppenküchen oder Altenheime gefördert. Schüler aus armen Familien und Theologiestudenten erhalten Stipendien. Benannt ist das Werk nach dem schwedischen König Gustav II. Adolf (1594-1632), der im Dreißigjährigen Krieg die deutschen Protestanten unterstützte.

Das Gustav-Adolf-Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit seiner Zentrale in Leipzig besteht aus 24 Hauptgruppen und der GAW-Frauenarbeit. Für 2007 hat das GAW zu einer Aktion "175 Gottesdienste" aufgerufen. Zu den Festveranstaltungen gehören auch eine theologische Tagung in der Lutherstadt Wittenberg vom 17. bis 19. Januar sowie Gedenktage und Feiern in Leipzig und im nahen Lützen, wo Gustav Adolf starb, sowie in Sorkwity (Polen). Ein Kreativwettbewerb für Kinder und Jugendliche hat das Thema "Gewalt im Alltag - Gewalt gegen Minderheiten".

Zur Tagung in Hannover werden der Erzbischof der lutherischen Kirchen in Ländern der ehemaligen Sowjetunion, Edmund Ratz, und der brasilianische Pfarrer Silfredo Dalfert erwartet. Der Gottesdienst mit Bischöfin Käßmann beginnt am Sonntag um 10 Uhr in der Marktkirche.

(epd Niedersachsen-Bremen/b0014/04.01.07)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen