Somalia: Caritas und Diakonie weiten Flüchtlingshilfe aus

Nachricht 03. Januar 2007

Freiburg/Stuttgart, 3. Januar 2007. Angesichts der angespannten humanitären Lage in Somalia rufen Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe zu stärkeren Anstrengungen für die Flüchtlinge und Vertriebenen auf. „Das Ende der Kämpfe bedeutet nicht das Ende der Not der Flüchtlinge“, warnt Oliver Müller, Leiter von Caritas international. Hunderttausende von Menschen harrten aus Angst vor Kämpfen und Unruhen weiterhin in provisorischen Flüchtlingslagern aus.

„Unabdingbare Voraussetzung für eine politische Lösung des Konfliktes ist es, die seit Jahren katastrophalen Lebensbedingungen der Menschen in Somalia zu verbessern. Humanitäre Hilfe ist ein wesentlicher erster Schritt dazu“, erklärt Thomas Hoerz, Abteilungsleiter der Diakonie Katastrophenhilfe. Caritas und Diakonie werden aufgrund der anhaltenden Not ihre Hilfe für die Flüchtlinge über die somalische Hauptstadt Mogadischu hinaus auf die südlichere Region Lower Shabelle ausweiten. Gemeinsam mit ihrer somalischen Partnerorganisation DBG (Daryeel Bulsho Guud) versorgen die beiden kirchlichen Hilfswerke rund 30.000 Menschen mit Trinkwasser, Nahrung, Plastikplanen und Moskitonetzen.

Zu diesem Zweck wird die bisherige Unterstützung um 100.000 Euro aufgestockt. Für die Soforthilfe hat das Auswärtige Amt der Bundesregierung 250.000 Euro zur Verfügung gestellt. Um eine angemessene Versorgung der Flüchtlinge sicher stellen zu können, rufen Caritas und Diakonie dringend zu Spenden auf. Bislang sind offiziellen Zahlen zufolge allein durch die jüngsten Kämpfe mindestens 60.000 Menschen vertrieben worden. Bereits zuvor hatten 500.000 Menschen ihre Heimat verlassen müssen.

Für die Nothilfe in Somalia sind die Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international dringend auf Spenden angewiesen:

Kennwort: „Somalia“
Spendenkonten:
Diakonie Katastrophenhilfe:
Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online über das
Internet www.diakonie-katastrophenhilfe.de/somalia