Doris Janssen-Reschke für Änderung der Sprengelreform

Nachricht 18. Dezember 2006

Osnabrück (epd). Die Osnabrücker Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke übt weiterhin Kritik an der Sprengelreform, die die hannoversche Landessynode Ende November beschlossen hat. Der Kirchenkreis Emsland-Bentheim müsse sich mit seinem Protest gegen den Wechsel vom Sprengel Osnabrück nach Ostfriesland an die Kirchenleitung wenden, sagte sie dem Anzeigenblatt "Osnabrücker Nachrichten am Sonntag". Der Kirchenkreistag hat nach Angaben seiner Vorsitzenden, Gundula Zieschang, für diesen Donnerstag eine außerordentliche Sitzung anberaumt.

"Wenn das Emsland wirklich entschlossen und sicher ist, dass das keine gute Lösung ist, muss es sich an die Kirchenleitung wenden", sagte Janssen-Reschke. Auch der ehemalige Superintendent des Kirchenkreises Emsland-Bentheim, Hans-Neithardt Hansch hatte in einem Leserbrief zum Protest gegen "diese fragwürdige Entscheidung" aufgerufen. Dem Sprengel Osnabrück würden damit ökumenische Sensibilität und lutherisches Profil genommen. Im Emsland sind die Protestanten gegenüber den Katholiken in der Minderheit.

Janssen-Reschke äußerte sich erstaunt darüber, wie rasch in Hannover über ihren Nachfolger entschieden worden sei. Sie hatte unter anderem wegen der Sprengelreform ihre Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand zum 31. August 2007 beantragt. Vom 1. September an soll der Göttinger Landessuperintendent, Burghard Krause, das Amt übernehmen. Die Sprengel Göttingen und Hildesheim werden zusammengelegt. Auch der Osnabrücker Superintendent, Hans-Hermann Hammersen wies darauf hin, dass es bisher üblich gewesen sei, vor einer Neubesetzung die Betroffenen anzuhören. (epd Niedersachsen-Bremen/b3504/18.12.06)

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