Auf einen Blick (18.12.)

Nachricht 18. Dezember 2006

Radio hören im Internet
produziert vom Evangelischen Kirchenfunk (ekn - www.ekn.de)

-> Das Kinderbibelquiz vom 17.12.2006 (mp3-Datei, 3 MB)
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Landeskirche hat rund 220.000 Internet-Kontakte im Monat

Hannover (epd). Die hannoversche Landeskirche verzeichnet auf ihrer Homepage www.evlka.de monatlich mehr als 220.000 Besucher. "Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass unsere Präsenz intensiv wahrgenommen wird", sagte der kirchliche Internet-Beauftragte Johannes Neukirch in der evangelischen Mitarbeiterzeitschrift "Dialog", die Mitte Dezember in Hannover erschienen ist. Jeder Nutzer rufe im Schnitt 5,8 Seiten auf: "Wir gehen davon aus, dass die Zahlen noch deutlich steigen werden."

Die Landeskirche mit mehr als drei Millionen Mitgliedern will künftig ihre Mitarbeiter-Kommunikation über das Internet betreiben. Die Zeitschrift "Dialog", die bisher in einer Auflage von 30.000 Exemplaren erschien, soll unter www.dialog.evlka.de als E-Mail-Newsletter und Web-Magazin fortgeführt werden. Die Landeskirche beschäftigt knapp 30.000 Mitarbeiter, unter ihnen Pastoren, Diakone, Küster, Musiker, Sekretärinnen, Raumpflegerinnen, Erzieherinnen und Verwaltungsmitarbeiter.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3491/18.12.06)
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Evangelische Kirche expandiert im privaten Rundfunk

Hannover (epd). Die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Rundfunk e.V. (aer) startet nach eigenen Angaben mit einem neuen Verbandsmitglied in das Jahr 2007. Mit der Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland erweitere sich der Mediendachverband auf 16 Partner-Redaktionen, teilte die Arbeitsgemeinschaft am Donnerstag in Hannover mit. Der Föderation gehören die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen an.

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft und Chefredakteur des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen, Tobias Glawion, sagte, bei der jungen Generation stünden die privaten Hörfunkanbieter mit einem Marktanteil von knapp 60 Prozent längst an der Spitze.
Die in der Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossenen Redaktionen verantworteten bundesweit mehr als 100 Sendeformate bei etwa der Hälfte der rund 220 privaten Anbieter in Deutschland. Dafür stellten die Sender pro Woche rund 500 Sendeplätze zur Verfügung.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3470/14.12.06)
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Evangelische Pastorin will Katholikin werden

Osnabrück (epd). Eine langjährige evangelische Pastorin aus dem Kirchenkreis Georgsmarienhütte bei Osnabrück will zum katholischen Glauben übertreten. Karin Gösmann wird künftig im Bistum Osnabrück arbeiten. Die 57-Jährige habe erklärt, ihren Dienst zum Jahresende aufgeben zu wollen, teilte die evangelisch-lutherische Landessuperintendentur Osnabrück am Freitag mit. Regionalbischöfin Doris Janssen-Reschke hat sie mit sofortiger Wirkung beurlaubt.

Sie respektiere diesen Schritt, sagte Janssen-Reschke dem epd. Aber ihren Dienst, etwa die Gottesdienste zu Weihnachten oder Beerdigungen, könne Gösmann nach lutherischem Verständnis nicht mehr verrichten. Denn sie habe mit ihrem Übertritt auch bekundet, dass sie sich an das Ordinationsversprechen nicht mehr halten wolle. Sie danke Gösmann für die bisherige Mitarbeit und wünsche ihr für ihre Zukunft Gottes Segen.

Die bisherige Pastorin werde von 2007 an im Bistum als Katechetin in der Gemeindeseelsorge beschäftigt, sagte Bistums-Sprecher Hermann Haarmann. Die Gemeinde stehe noch nicht fest. Es sei jedoch sichergestellt, dass sie nicht in ihrem bisherigen Umfeld arbeiten werde. Es habe bereits seit Monaten Gespräche mit ihr gegeben.

Gösmann, die seit 1988 Pastorin in Bissendorf-Achelriede war, sagte, sie tendiere schon seit einigen Jahren zur katholischen Kirche. Sie habe Gefallen gefunden an katholischen Gottesdiensten und habe sich mit der katholischen Theologie auseinandergesetzt. Dass sie als Frau in der katholischen Kirche ihren eigentlichen Beruf nicht mehr ausüben könne, beeinträchtige sie nicht. Sie wolle die katholische Kirche auch nicht reformieren.

Andererseits habe sie nichts gegen die evangelische Kirche: "Da stört mich nichts", sagte sie. Sie gehe auch nicht im Streit, sondern eher mit schwerem Herzen. "Wenn man so lange in einer Gemeinde tätig war und gerne dort gearbeitet hat, dann fällt einem der Abschied schon schwer."

(epd Niedersachsen-Bremen/b3499/15.12.06)
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Mission ist notwendig
DNK/LWB veröffentlicht Handreichung für die Gemeinden zum Missionsdokument des Lutherischen Weltbundes in 2. Auflage

Hannover – Unter dem Titel "Mission im Kontext. Verwandlung – Versöhnung – Bevollmächtigung" veröffentlicht das Deutsche Nationalkomitee des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) jetzt in 2. Auflage eine Handreichung zum gleichnamigen Studiendokument des LWB. Mit diesem Papier lädt der Lutherische Weltbund alle Mitgliedskirchen ein, über ihr Verständnis von Mission und ihre missionarischen Aktivitäten nachzudenken. "Verwandlung – Versöhnung – Bevollmächtigung" sind die Leitlinien, unter denen der LWB sein Missionsverständnis entwickelt. Um diesen Impuls für die Gemeinden fruchtbar zu machen, hat das DNK/LWB eine 20-seitige Arbeitshilfe erstellt. Sie wendet sich an Pastorinnen und Pastoren, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gemeinden, an Kirchenvorstände und alle, die zu Fragen von Mission und Ökumene nach Klärung suchen.

"Ich freue mich über das Interesse an diesem vom Lutherischen Weltbund initiierten Prozess des Nachdenkens über Mission", kommentiert der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und Vorsitzende DNK/LWB, Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München), die Neuauflage. Die erste Auflage war im Sommer erschienen. In seinem Geleitwort schreibt Friedrich: "Mission ist notwendig – vor allem vor der eigenen Haustür." Heute dürfe man wieder von Mission reden. Dies sei lange Zeit auch in unserer Kirche eher schwierig gewesen, denn Mission sei in einem Atemzug mit Kolonialisierung genannt worden. Es sei nicht zu leugnen, dass die Missionsgeschichte ihre dunklen Seiten habe. Aber die Kirche habe gelernt, dass es nicht um das "Ob", sondern um das "Wie" gehe. "Wo keine Mission ist, geschieht keine Weitergabe der frohen Botschaft von Jesus Christus, und Menschen können die befreiende Gnade des Evangeliums nicht erleben." Deswegen sei "Mission nicht eine Aufgabe der Kirche neben anderen", so der bayerische Landesbischof. "Vielmehr ist die Kirche in die weltweite Mission Gottes hinein genommen – und Mission ist ein Wesensmerkmal der Kirche."

Lutherisches Kirchenamt - Pressestelle
www.velkd.de
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Armutsdenkschrift neu erschienen

Um die Kundgebung der 5. Tagung der 10. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ergänzt, ist nun die Neuauflage der Armuts-Denkschrift von diesem Sommer im Gütersloher Verlagshaus erschienen. Unter dem Titel „Gerechte Teilhabe. Befähigung zu Eigenverantwortung und Solidarität. Eine Denkschrift des Rates der EKD zur Armut in Deutschland“ hat sich der Rat im Sommer zur aktuellen Debatte geäußert. Die im Gütersloher Verlagshaus erschienene Denkschrift wurde bisher in drei Auflagen 10.000 mal verkauft. Nachdem die Synode der EKD bei ihrer 5. Tagung Anfang November in Würzburg die Fragen, wie mit Armut und Reichtum in der Gesellschaft umgegangen werden kann, als Schwerpunktthema diskutiert und die Kundgebung „Gerechtigkeit erhöht ein Volk. Armut muss bekämpft werden – Reichtum verpflichtet“ verabschiedet hat, wurde die Buchausgabe der Denkschrift um diesen Text ergänzt. Beide Texte können nun im Buchhandel in einer Ausgabe bezogen werden.

Hannover, 15. Dezember 2006
Pressestelle der EKD

Hinweis:

"Gerechte Teilhabe. Befähigung zu Eigenverantwortung und Solidarität. Eine Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Armut in Deutschland. Mit einer Kundgebung der Synode der EKD" ist erschienen im Gütersloher Verlagshaus (ISBN: 978-3-579-02386-1) und zum Preis von 5,95 Euro im Buchhandel erhältlich.
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EKD-Beauftragte warnt vor religiösem Analphabetismus

Oldenburg (epd). Die Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland, Petras Bahr, hat vor einem wachsenden "Analphabetismus in Sachen Religion" gewarnt. Obwohl selbst Zeitschriften oder große Zeitungen sich inzwischen ernsthaft mit dem Thema Religion beschäftigten, nehme die bloße Kenntnis über die Grundlagen des Christentums bedenklich ab, sagte die Theologin am Donnerstagabend beim Adventsempfang der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg.

Die Menschen in Deutschland reagierten auf die Integration der Muslime verstärkt mit der Frage nach den eigenen Wurzeln, sagte Bahr. Plötzlich seien die Kirchen wieder als eine Art Bundeswerte-Agentur gefragt. Politiker, die sich auf das christliche Menschenbild als Richtschnur ihres Handelns beriefen, ignorierten dabei gleichzeitig die Aussagen der Kirchen. Gerade junge Abgeordnete gäben zu, dass sie nicht wüssten, was mit diesem Menschenbild gemeint sei.

Die Verbannung des Religionsunterrichtes aus den Schulen in den neuen Bundesländern sei nur eine fatale Folge dieser Entwicklung, mahnte Bahr. "Diese Politik ist nicht nur dumm, sie ist gefährlich. Nicht die Abwesenheit, sondern die Einführung in die Religion macht kompetent im Umgang mit der Überzeugung anderer." Wer dagegen keine Religion habe, glaube am Ende alles, wie der Zustrom bei den Rechtsradikalen zeige.

Eine kirchen- und religionsfeindliche Politik rücke jede religiöse Überzeugung in die Ecke des Fundamentalismus, kritisierte Bahr. Da passe es ins Bild, dass Politiker auch vor dem Sonntag als Ruhetag nicht halt machten. "Wenn jeder Tag zum Werktag wird, dann ist das kein politisches Kavaliersdelikt, sondern eine Kulturrevolution durch die Hintertür, deren Folgen wir erst in ein paar Jahren ermessen können."

(epd Niedersachsen-Bremen/b3490/15.12.06)
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Russische Redakteurin ausgezeichnet
„Hoffnung für Osteuropa“ würdigt auch Journalistinnen aus Rumänien und Bulgarien

Stuttgart, 8. Dezember 2006. Die evangelische Hilfsaktion „Hoffnung für Osteuropa“ zeichnet Xenia Maximova mit dem „Journalistenpreis Osteuropa“ 2007 aus. Die 24-jährige Redakteurin der auflagenstarken Moskauer Zeitung „Moskowskij Komsomolez“ wird für ihre herausragende Reportage „Anatomie eines Lebens“ gewürdigt. Darin schildert sie die Erfahrungen des jungen Studenten Sascha, der aufgrund seiner AIDS-Erkrankung fast erblindet, stigmatisiert und von allen verlassen wird. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wird am 24. Februar 2007 in Greifswald im Rahmen der bundesweiten Eröffnung der 14. Spendenaktion „Hoffnung für Osteuropa“ verliehen.

„Die Geschichte macht betroffen, ohne die nötige Distanz zu durchbrechen“, urteilt die mit führenden Medienvertretern besetzte Jury. Xenia Maximova ist seit 2004 stellvertretende Leiterin des Ressorts für Familie und Soziales bei der „Moskowskij Komsomolez“ und schreibt als freie Mitarbeiterin auch für andere russische Printmedien. Im Sommer 2004 absolvierte die diplomierte Journalistin ein Praktikum bei der Deutschen Presseagentur in Hamburg, im Frühjahr 2005 folgte eine Hospitation bei der „taz“ in Berlin. 2006 war sie für die Deutsche Welle in Bonn tätig.

Der „Journalistenpreis Osteuropa“ wird seit 1995 von der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ und ihren Trägerorganisationen - der Evangelischen Kirche in Deutschland, dem Gustav-Adolf-Werk und dem Martin-Luther-Bund - in Kooperation mit dem Institut für Journalistik der Universität Dortmund verliehen. Mit der Auszeichnung sollen junge Nachwuchskräfte zu einem kritikfähigen Journalismus ermutigt werden. Der Preis ist zusätzlich mit einem Stipendium für eine vierwöchige Hospitation bei einer anerkannten deutschen Tageszeitung verbunden.

Die Ausschreibung stand in diesem Jahr unter dem Thema „Junge Menschen in Mittel- und Osteuropa“. Neben der Reportage von Xenia Maximova beeindruckten zwei weitere Texte. So wird der 26-jährigen Rumänin Laura Capatana Juller für ihren Artikel „Die Seelen der elternlosen Kinder“ ein mit 500 Euro dotierter Förderpreis zugesprochen. Der Beitrag erschien im Südkurier, in der Mittelbayrischen Zeitung Regensburg und Südwestpresse Ulm, im Züricher Oberländer und zuletzt auch in der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien. Sie beschreibt darin das Schicksal rumänischer Kinder, die von ihren Eltern verlassen werden, weil diese Arbeit im westeuropäischen Ausland suchen.

Einen gleichwertigen Förderpreis erhält die Bulgarin Janina Dimitrova Dragostinova, die sich bereits als Übersetzerin deutscher Literatur einen Namen machte. In ihrem von „Hoffnung für Osteuropa“ prämierten und im bulgarischen „Standart“ publizierten Artikel schildert sie die Lebenswirklichkeit bulgarischer Migranten im österreichischen Wien sowie deren Hoffnungen und Enttäuschungen in Bezug auf den Beitritt Bulgariens in die Europäische Union.

Die prämierten Beiträge und weitere Informationen können im Internet unter www.hoffnung-fuer-osteuropa.de eingesehen und heruntergeladen werden.
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Das aktuelle Stichwort: Weihnachten

Hanover (epd). Christen in aller Welt feiern an Weihnachten die Geburt Jesu in Bethlehem. Nach christlichem Glauben wird Gott in Jesus von Nazareth Mensch, um die Welt zu erlösen und den Menschen das Heil zu bringen: "Gott wurde Mensch, damit Menschen Kinder Gottes werden", lautet ein theologisches Bekenntnis. Weihnachten - die heilige, geweihte Nacht - gilt daher auch als das "Fest der Liebe".

Im Lukas-Evangelium (2, 1-20) wird die Weihnachtsgeschichte erzählt: Wegen einer Steuererfassung unter Kaiser Augustus gehen Josef und seine schwangere Braut Maria nach Bethlehem, dem Geburtsort Josefs. In der Stadt ist kein Platz in einer Herberge zu finden, deshalb kommt das Kind unter ärmlichen Verhältnissen zur Welt und wurde in eine Futterkrippe gelegt. Engel verkünden Hirten die Geburt des Heilands.

Erste Belege für das Weihnachtsfest finden sich im 4. Jahrhundert in Rom. Heute gehören die Gottesdienste an Heiligabend und an den beiden Weihnachtsfeiertagen zu den meist besuchten im ganzen Jahr. Nach Ansicht des großen evangelischen Theologen Friedrich Daniel Schleiermacher (1768-1834) drückt das Weihnachtsfest mit seinem gefühlsbetonten Zugang zum Glauben auf vollkommene Weise das Wesen des Christentums aus.

Termine für Weihnachtsgottesdienste können im Internet unter www.weihnachtsgottesdienste.de abgerufen werden.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3509/18.12.06)
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