Auf einen Blick (4.12.)

Nachricht 04. Dezember 2006

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-> Das Kinderbibelquiz vom 3.12.2006 (mp3-Datei)

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Die Synode der hannoverschen Landeskirche hat eine Resolution zur Ausdehnjung der Ladenöffnung an Sonn- und Feiertagen verabschiedet:

Aus Anlass der Neufassung des Gesetzes über die Ladenöffnungszeiten in Niedersachsen hat sich die 23. Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers mit dem Sonntagsschutz befasst und gibt folgende Erklärung ab:

"Sechs mal 24 Stunden einkaufen sind mehr als genug.

Mit der vollständigen Freigabe der Ladenöffnungszeiten von Montag bis Sonnabend ist dem Wunsch nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten Genüge getan. Der Sonntag muss ein freier Tag bleiben. Damit das gelingt, sollten am Sonnabend um 20 Uhr die Geschäfte geschlossen werden.

Die Landessynode nimmt gerne zur Kenntnis, dass im neuen Gesetz der Sonntag grundsätzlich geschützt bleiben soll. Sie begrüßt den besonderen Schutz der christlichen Feste und der Adventssonntage.

Mit Sorge nimmt die Landessynode jedoch die Aushöhlung des Sonntagsschutzes durch die Zulassung weiterer Ausnahmen der Sonn- und Feiertagsregelung zur Kenntnis. Selbstverständlich sind in unserer Gesellschaft Dienstleistungen für die Menschen notwendig. Wir sprechen uns entschieden dafür aus, Ausnahmen vom Sonntagsschutz auf das notwendige Minimum zu reduzieren, und bitten dringend, die im Gesetzentwurf enthaltenen Ausweitungen zurückzunehmen. Die Oster- und Pfingstfeiertage sollen weiter geschützt bleiben.

Der Sonntag ist uns als Tag des Gottesdienstes, als Kulturgut der Ruhe und der Besinnung wichtig. Unsere Verfassung stellt die Sonn- und Feiertage unter ihren besonderen Schutz. Die Bibel fordert im dritten Gebot für die Menschen, dass wir den Feiertag heiligen. Der Sonntag ist der wichtigste Tag in der Woche. Er gibt uns Luft zum Leben, indem er Zeit für Gottesdienst, Familie und gemeinsame Freizeit schenkt. 'Ohne Sonntag gibt es nur noch Werktage'.

Die Landessynode ruft alle Verantwortlichen auf, sich für den verfassungsmäßigen Schutz der Sonn- und Feiertage einzusetzen. An die Kunden appellieren wir, bewusst mit ihrem Einkaufsverhalten umzugehen. Freiräume des Lebens dürfen nicht wirtschaftlichen Interessen geopfert werden."

-> Berichterstattung zur Synode
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Missionstag soll Jugendliche für Mission begeistern

Krelingen/Kr. Soltau-Fallingbostel (epd). Das Geistliche Rüstzentrum in Krelingen bei Walsrode und neun weitere Missionswerke laden am 3. Februar 2007 zum dritten Mal zum Jugendmissionstag "Move" ein. Die Veranstaltung im Krelinger Rüstzentrum solle junge Erwachsene dafür begeistern, als Missionare vor allem im Ausland den christlichen Glauben zu verbreiten, teilten die Werke am Montag mit.

Der Missionstag für Jugendliche ab 16 Jahren beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Insgesamt präsentieren sich 25 Missionswerke mit Informationsständen. Auf dem Programm stehen Seminare zu Themen wie "Ansteckendes Christsein" oder "Muslime - fürchten oder vergesssen?". Zu den Organisatoren gehören neben dem Geistlichen Rüstzentrum das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen und die Liebenzeller Mission. Internet: www.move-to-mission.de

(epd Niedersachsen-Bremen/b3355/04.12.06)
Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen
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Schmerzmediziner ruft zum Innehalten im Advent auf

Hannover (epd). Der hannoversche Schmerzmediziner Professor Wolfhard Winkelmüller hat die Menschen zum Innehalten in der Adventszeit aufgerufen. Auch wenn die Verunsicherung im täglichen gesellschaftlichen und politischen Leben groß sei, sei Resignation nicht angebracht, sagte Winkelmüller als Laienprediger im Gottesdienst zum ersten Advent im hannoverschen Friederikenstift.

Arbeitslosigkeit, Bildungsnotstand, Armut, Krankheit, Alter und Führungslosigkeit der Regierenden seien Themen, die die Menschen umtrieben, sagte Winkelmüller, der bis 2004 Chefarzt der Neurologischen Klinik des Stiftes war. Es fehlten Politiker, die nicht selbstverliebt nach ständiger Medienpräsenz schielten und ihr Geschäft als Selbstzweck betrieben. Auch Wirtschaftsführer, die einen Moralkodex für sich beanspruchten, seien kaum in Sicht.

Die Gesellschaft müsse sich fragen, wo die Grenzen der Spaßkultur seien und die persönliche Freiheit ende, die die Achtung und Würde des anderen missachte. "Wer gibt den verängstigten Menschen Orientierung, wer kritisiert die falschen Propheten, die in den Medien unsere Leitkultur verkünden: Geiz ist geil, Gier ist geil?", fragte der Mediziner.

Viele Frauen und Männer schienen jedoch zu ahnen, was ihnen fehle: "Es kann nicht nur Nostalgie sein, die die Menschen am Heiligen Abend in Scharen in die Kirche treibt, um die Botschaft des alten Weihnachtsliedes zu hören 'Welt ging verloren, Christus ist geboren'". Auch der Sozialphilosoph Max Horkheimner habe am Ende seines Lebens gesagt: "Politik ohne Theologie ist absurd, alles, was mit Moral und Menschlichkeit zusammenhängt, geht auf die biblische Botschaft zurück."

(epd Niedersachsen-Bremen/b3350/01.12.06)
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Das aktuelle Stichwort: Nikolaustag am 6. Dezember

Bremen/Hannover (epd). Über den historischen Nikolaus gibt es so gut wie keine historisch bezeugten Überlieferungen. Dennoch ist er seit Jahrhunderten einer der beliebtesten christlichen Volksheiligen. Sein Gedenktag, der Nikolaustag am 6. Dezember, gilt vor allem als Tag der Kinder. Die Figur des Nikolaus geht zurück auf den für seine Mildtätigkeit bekannt gewordenen Bischof von Myra, dem heutigen Demre in der Türkei. Der als Freund der Kinder geltende Heilige soll um das Jahr 350 gestorben sein, vermutlich an einem 6. Dezember.

Seine Gebeine wurden Legenden zufolge 1087 von italienischen Seeleuten aus dem inzwischen islamisch gewordenen Myra geraubt und nach Bari in Apulien gebracht. Dort werden sie als Reliquien bis heute verehrt. Im mittelalterlichen Abendland wurde St. Nikolaus zum Nothelfer in allen möglichen Lebenslagen für Schüler, Liebende und Heiratswillige. Seefahrern galt er als Patron und Helfer bei Gefahren auf See. Die Russen betrachten ihn als ihren Schutzheiligen.

In vielen Hafenstädten gibt es Nikolauskirchen, in Norddeutschland "Nikolai"-Kirchen. In zahlreichen Überlieferungen wird sein Einsatz zum Wohle der Kinder geschildert. In so genannten Nikolausspielen mussten die Kinder Rechenschaft über ihr Verhalten im vergangenen Jahr ablegen. Wer "artig" war, wurde vom Nikolaus mit "Apfel, Nuss und Mandelkern", heute eher mit Süßigkeiten, belohnt. Für die anderen hielten die Nikolaus-Begleiter - je nach Landschaft Knecht Ruprecht, Pelznickel oder Krampus - die Rute bereit.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3353/04.12.06)
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Fernsehgottesdienste jetzt als Podcast

M a i n z (idea) – Unter dem Namen „Godpod“ bietet das ZDF (Mainz) zum ersten Mal Internetnutzern die Möglichkeit an, sich nach der Live-Übertragung des Gottesdienstes am Sonntagmorgen eine Meditation kostenlos herunterzuladen. Wie das ZDF mitteilt, kann man diesen Service erstmals am 1. Advent (3. Dezember) nutzen. Das ZDF überträgt einen Gottesdienst aus der katholischen Kirche in Aue (Erzgebirge). Der Video-Podcast befindet sich im Internet auf der Seite www.gottesdienste.zdf.de. Wie das Webmagazin für Online-Marketing und E-Business „emar“ (München) berichtet, kann man sich den Podcast nicht nur kostenlos auf seinen PC oder MP3-Player laden, er ist auch über Podcasting-Clients wie iPodder oder iTunes zu beziehen. Godpod bietet eine ein- bis zweiminütige Meditation aus Texten, Bildern und Musik, passend zur Jahreszeit, oder einem Gedanken aus den Sonntagslesungen der katholischen Kirche. Werbung wird auf dem Podcast nicht möglich sein. Dieses Angebot des ZDF ist nicht mit dem „GODPod“ zu verwechseln, über den idea im Februar berichtet hatte. Dabei handelt es sich um eine sprechende Bibel für die Hosentasche. Die nordirische Firma Mega Voice produziert ein solarbetriebenes Abspielgerät, auf dem die komplette Bibel als MP3-Datei gespeichert ist.