Auf einen Blick (21.11.)

Nachricht 21. November 2006

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Das Thema der Woche: Bleiberecht und Kirchenasyl
Welcher Flüchtling darf in Deutschland bleiben und welcher nicht? Darum gibt es schon ein jahrelanges Gezerre. Gemeinde-Pastor Andreas Ruh hat früher nicht viel vom Asyl in der Kirche gehalten. Jetzt sieht er das ganz anders und beruft sich dabei auf eine Bibelstelle...
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Regionalbischöfin kritisiert Situation in Gefängnissen

Osnabrück (epd). Die evangelische Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke hat die personelle Situation in deutschen Gefängnissen kritisiert. "Wenn gesagt wird, dass Inhaftierte keine Lobby haben, dass in den Haftanstalten an Personal und Therapien gespart wird, so ist das leider richtig", sagte die Osnabrücker Regionalbischöfin am Dienstag. Wie eine Gesellschaft mit Straftäterinnen und Straftätern umgehe, sei ein Spiegelbild ihres Zustandes.

Janssen-Reschke wird an diesem Donnerstag die Justizvollzuganstalten in Lingen und Meppen im Emsland besuchen. Dabei werde sie mit Anstaltsleitungen, den Bediensteten und ihrem Personalrat sowie Inhaftierten sprechen. Sie wolle mit diesem Besuch auch die Arbeit der Gefängnisseelsorgerinnen und Seelsorger unterstützen. Sie leisteten mit ihren Gesprächen, mit Gottesdiensten und der Gewinnung von Ehrenamtlichen für die Gefangenenhilfe einen wichtigen Dienst. Oft könnten sie durch ihre Gespräche und die Vermittlung von Außenkontakten Isolationen aufbrechen und Gewalt eindämmen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3193/21.11.06)
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„Offen gesagt …“ die christliche Talksendung aus der St. Pauli Kirche Hamburg mit Moderator Pastor Jan Dieckmann am 26. November um 11.30 Uhr im NDR Fernsehen

Sterbende auf ihrem letzten Weg zu begleiten, ist schwer. Manche Angehörige geraten dabei an die Grenzen ihrer körperlichen und seelischen Belastbarkeit. Wie ist das, einen geliebten Menschen in seiner letzten Lebensphase zu begleiten? Was bedeutet es, einem Todkranken beim Sterben zu helfen? Wie weit kann und darf diese Hilfe gehen? Darüber spricht Pastor Jan Dieckmann am Ewigkeitssonntag, 26.11. um 11.30 Uhr im NDR Fernsehen mit Ute Bauer und Christine Lehrke bei „Offen gesagt…“.

Christine Lehrke (53) traf vor drei Jahren die schwerste Entscheidung ihres Lebens. Sie begleitete ihren schwerkranken Mann Klaus in die Schweiz, wo er mit Hilfe einer Sterbehilfeorganisation seinem Leben ein Ende setzte.

Der Bruder von Ute Bauer (45) starb in einem Hospiz in ihren Armen. Als ein Geschenk ihres Bruders habe sie diese große Nähe in den letzten Tagen seines Lebens erfahren, sagt sie. „Die Hoffnung, dass nach dem Tod etwas sein wird, ist dadurch stärker geworden.“

„Offen gesagt...“ ist die christliche Talksendung im NDR-Fernsehen und kommt aus der St. Pauli-Kirche in Hamburg

„Offen gesagt …“ wird gemeinsam verantwortet vom Katholischen Rundfunkreferat für den NDR und der Evangelischen Radio- und Fernsehkirche im NDR.

„Offen gesagt …“ wird von Pastor Jan Dieckmann moderiert und ist die einzige ökumenische Sendung im deutschen Fernsehen.

Infos: www.fernsehkirche.de
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Das aktuelle Stichwort: Buß- und Bettag

Hannover (epd). Der Buß- und Bettag an diesem Mittwoch ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung und Neuorientierung. In Gottesdiensten wird dazu eingeladen, eine Bilanz des Lebens im vergangenen Jahr zu ziehen. Versagen und Schuld sowie Versäumnisse und Fehlentscheidungen werden vor Gott zur Sprache gebracht. Durch diesen Akt der Befreiung wird zugleich Trost und Hoffnung vermittelt.

Der Feiertag wurde vor einigen Jahren zum politischen Zankapfel: Der protestantische Buß- und Bettag, erstmals 1532 im mittelalterlichen Straßburg offiziell eingeführt, wurde 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen als gesetzlicher Feiertag ersatzlos gestrichen.

Der Bußtag hat seinen festen Platz im kirchlichen Festkalender jedoch nicht verloren. Viele Gemeinden laden meist am frühen Abend zu Andachten ein, um so auch Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen. Die hohe Resonanz auf dieses Angebot belegt, dass der Bußtag im Leben vieler Menschen nach wie vor tief verwurzelt ist. In einigen kleinen Gemeinden, wie etwa in Franken, bleiben sogar die meisten Läden, Betriebe und Verwaltungseinrichtungen am Mittwoch geschlossen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3171/20.11.06)
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Das aktuelle Stichwort: Ewigkeitssonntag

Hannover (epd). Mit dem Ewigkeits- oder Totensonntag (26. November) endet das Kirchenjahr. Neben dem Andenken an die Gestorbenen wird in vielen Gottesdiensten dabei zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigt. Wem es gelinge, Abschied und Tod im Alltag zu bewältigen, bekomme auch sein Leben besser in den Griff, heißt es bereits in christlichen Lebenshilfetexten aus dem Mittelalter. Vergänglichkeit wird so als Gewinn und nicht als Verlust erfahren.

Im grundlegenden Apostolischen Glaubensbekenntnis bekennen Christen ihren Glauben an "die Auferstehung der Toten und das ewige Leben". Der Gedenktag am Sonntag geht auf eine Anregung aus der Reformationszeit zurück. Er stellt eine evangelische Alternative zum katholischen Allerseelentag dar. Der Ewigkeitssonntag wird erstmals Mitte des 16. Jahrhunderts in einer Kirchenordnung erwähnt. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. führte ihn als "Feiertag zum Gedächtnis der Entschlafenen" ein.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3117/16.11.06)
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Bremer Theologe gibt Tipps für Traueransprachen

Bremen (epd). Der Bremer Theologe Klaus Dirschauer gibt in einem neuen Ratgeber Tipps für persönlich gestaltete Traueransprachen. Adressaten des 160-seitigen Leitfadens sind nicht nur Bestatter und freie Trauerredner, sondern auch Angehörige und Bekannte, die bei einer Beerdigung sprechen müssen. "Die Kirchen haben die Domäne der Bestattung längst verloren", sagte der Trauerexperte Dirschauer am Dienstag dem epd.

Das Buch geht auf den Ablauf einer Trauerfeier ein, benennt Erwartungen des Trauergesellschaft und hilft Schritt für Schritt, eine Ansprache zu entwerfen. Ergänzt wird der Ratgeber durch Hinweise für den Umgang mit Trauernden sowie Mustertexte. Zusätzlich hat Dirschauer einschlägige Zitate und Musikvorschläge gesammelt. Auch Antworten auf juristische Fragen und hilfreiche Adressen sind aufgeführt.

Der Leitfaden ist unter dem Titel "Traueransprachen persönlich gestalten" im Münchner Claudius-Verlag erschienen und kostet 16,80 Euro. Der Autor hat Germanistik, Psychologie, Philosophie und Theologie studiert. Nach dem Pfarramt war Dirschauer lange Zeit als Ausbildungsreferent verantwortlich für den theologischen Nachwuchs der Bremischen Evangelischen Kirche. (Internet: www.claudius.de und www.dirschauer.info)

(epd Niedersachsen-Bremen/b3197/21.11.06)
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Denkmalschützer aus aller Welt tagen in Hildesheim

Hildesheim (epd). Denkmalschützer aus mehreren Kontinenten wollen von Donnerstag bis Sonnabend in Hildesheim über die Konservierung und den Erhalt von Kulturerbe-Stätten diskutieren. Zu der Tagung des Deutschen Nationalkomitees des Internationalen Rates für Denkmalpflege (ICOMOS) werden rund 200 Fachleute erwartet, teilte das katholische Bistum Hildesheim mit. Neben dem Bistum unterstützen auch die evangelische hannoversche Landeskirche und die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst das Treffen.

Im Mittelpunkt der Tagung "Weltkulturerbe Deutschland" stehe die Diskussion darüber, wie Kunstschätze so behandelt werden können, dass Schäden vermieden werden. Außerdem gehe es um denkmalpflegerische und juristische Fragen. Die Teilnehmer wollen auch Kirchen in Hildesheim sowie das zum Weltkulturerbe zählende Bergwerk Rammelsberg bei Goslar besuchen. Der Internationale Rat für Denkmalpflege besteht seit 1965 (Internet:www.icomos.de).

(epd Niedersachsen-Bremen/b3166/20.11.06)
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Lachen in der Hildesheimer City-Kirche

Hildesheim (epd). In der evangelischen Hildesheimer Citykirche St. Jacobi darf am 29. November wieder laut gelacht werden. Zwischen zehn und elf Uhr bietet die Pädagogin Rita Schlote-Kahlstorf in der Kirche ein "Lachen zur Marktzeit" an. Atmen, Bewegung und befreiendes Lachen sollen den Teilnehmern laut Ankündigung "eine erfrischende Erfahrung" vermitteln. Schlote-Kalhstlorf veranstaltet in Hildesheim bereits seit 2002 Lach-Seminare.

(epd Niedersachsen-Bremen/b3186/21.11.06)
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