Diakonie baut Hilfen für junge Familien aus

Nachricht 06. November 2006

Winsen/Kr. Harburg (epd). Die Diakonie in Niedersachsen baut ihre Hilfen für junge Familien aus. In Winsen im Landkreis Harburg wurde am Freitag offiziell das Projekt "wellcome" eröffnet. "Ziel ist es, Eltern nach der Geburt eines Kindes zu unterstützen", sagte Projektleiterin Ines Appel vom Diakonischen Werk der Region. Bereits seit Februar entlasteten ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Familien in den ersten Wochen nach der Geburt eines Kindes.

Der Name "wellcome" setzt sich aus den englischen Worten Wellness für Wohlfühlen und Welcome für Willkommen zusammen. Die Hamburger Sozialpädagogin Rose Volz-Schmidt hatte 2002 die Idee zu "wellcome". Ihr Konzept der freiwilligen Hilfe, die über Fachstellen wie Familienbildungsstätten oder die Diakonie koordiniert wird, läuft seit einigen Jahren erfolgreich in Hamburg und Schleswig-Holstein.

In Niedersachsen steht "wellcome" unter Schirmherrschaft von Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU). Winsen ist nach Leer in Ostfriesland der zweite Standort, an dem das Angebot offiziell eröffnet wurde. Auch in Walsrode hat nach Auskunft Appels die Arbeit bereits begonnen. Rund 20 weitere Standorte planten Diakonie und Familienbildungsstätten für das kommende Jahr.

Der Lüneburger Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen dankte zur Eröffnung den Mitarbeitern. "wellcome" sei eine Ergänzung zu anderen Beratungsangeboten und trage zu einem "Netzwerk für das Leben" bei, sagte er. Der Einsatz der Ehrenamtlichen kostet die Eltern vier Euro pro Stunde. Ein Nachlass ist möglich. Im Landkreis Harburg hätten bei bisher 14 Einsätzen die meisten Familien nicht den vollen Satz bezahlt, sagte Appel. "Wellcome" sei auf Spenden angewiesen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2981/03.11.06)
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