Diakonie: Weniger Armut durch Tagestreffpunkte

Nachricht 23. Oktober 2006

Braunschweig (epd). Tagestreffpunkte mit kompetenter Beratung tragen nach Beobachtungen des Diakonischen Werkes wesentlich zur Verringerung von Armut und Unterversorgung bei. Die Treffpunkte in Braunschweig, Wolfsburg, Gifhorn, Helmstedt, Northeim, Goslar und Göttingen seien in dieser Region für viele das letzte soziale Netz, sagte am Montag in Braunschweig der Leiter der Zentralen Beratungsstelle für die Wohnungslosenhilfe, Alfred Loschen, dem epd.

Jeder der sieben Tagesaufenthalte wird täglich von 25 bis bis 30 Menschen aufgesucht, berichtete Loschen. Die Zentrale Beratungsstelle gehe von einer Zunahme auf Grund der Sozialgesetzgebung aus. Der Experte des Diakonischen Werkes warnte die Kommunen davor, die Mittel für die Tagestreffpunkte zu streichen und damit auch auf die Gegenfinanzierung durch das Land zu verzichten. Die Folgekosten wären ungleich höher, meinte Loschen.

Im Blick auf die aktuelle Debatte über Armut sagte Loschen, den soziologischen Begriff "Unterschicht" lehne er in dieser Diskussion ab. Es gebe jedoch Menschen, die an den Rand geraten seien und denen wieder Chancen der Teilhabe eröffnet werden müssten.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2846/23.10.06)
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