Auf einen Blick (14.10.)

Nachricht 13. Oktober 2006

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Das Thema der Woche: Abschiebung, Autorin: Birke Schoepplenberg
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"Offen gesagt...": Depression – wenn das Leben sinnlos scheint

„Offen gesagt …“ die christliche Talksendung aus der St. Pauli Kirche Hamburg mit Moderator Pastor Jan Dieckmann am 22. Oktober um 11.30 Uhr im NDR Fernsehen

Vier Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Depressionen. Sie können morgens nicht mehr aufstehen und sehen keinen Sinn mehr im Leben. Viele Betroffene leiden darunter, dass ihre Krankheit nicht ernst genommen wird. Freunde und Angehörige wissen nicht, wie sie mit Depressiven umgehen sollen. Viele Erkrankte versuchen sogar sich das Leben zu nehmen.

Wie erkennt man die ersten Anzeichen einer Depression? Wie lebt man mit einer Krankheit, die einem die Lebensenergie raubt?

Über den Kampf gegen die Depression und mögliche Wege aus der Krankheit spricht Pastor Jan Dieckmann mit Holger Reiners, der 20 Jahre an Depressionen litt und dadurch ausgelöst auch unter Sprachstörungen, und mit der Pastorin Christine Behler, bei der die Depressionen seit ihrer Jugend immer wieder in Schüben kommen und sie zuweilen für längere Zeit aus der Bahn werfen.

Infos: www.fernsehkirche.de
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Ehemalige gegen Schließung des Predigerseminars Celle

Celle/Hannover (epd). Ehemalige Absolventen wenden sich gegen eine mögliche Schließung des Predigerseminars der hannoverschen Landeskirche in Celle. Eine Gruppe von Pastoren, die vor 40 Jahren ihre Ausbildung an der damaligen Vorläufereinrichtung Pfarrvikarseminar abgeschlossen haben, habe bei Feiern des Jahrestages dazu aufgerufen, für den Erhalt der Ausbildungsstätte zu kämpfen, sagte ihr Vertreter, Ruhestandspastor Klaus-Walter Vetter aus Edemissen, am Freitag.

Eine endgültige Entscheidung, darüber, welches der beiden landeskirchlichen Predigerseminare in Celle und Loccum bis zum Jahr 2010 geschlossen wird, wird nach epd-Informationen nicht vor November erwartet. Dann berate der Präsident des Landeskirchenamtes mit dem Landessynodalauschuss über das Thema, sagte der Ausschussvorsitzende, Propst Wolf von Nordheim aus Uelzen. Der Landessynodalausschuss führt zwischen den Sitzungen die Geschäfte der Landessynode.

Bei ihrer letzten Sitzung im Juni hatte die Landessynode eine Vorentscheidung des Landeskirchenamtes kritisiert, die vorsieht, das Celler Seminar zu schließen. Das Landeskirchenamt hatte sich daraufhin bereit erklärt, den Landessynodalausschuss in die Beratungen mit einzubeziehen. Der Landessynodalausschuss sah die Entscheidung für Loccum nicht als ausreichend begründet an. Wolf von Nordheim vermisste unter anderem Kostenrechnungen und gab zu bedenken, dass Celle verkehrsmäßig besser zu erreichen sei.

Eckhart von Vietinghoff, Präsident des Landeskirchenamtes, erklärte im Juni vor der Synode, dass seine Behörde die Entscheidung über den Standort zu treffen habe, nachdem das Kirchenparlament im Grundsatz beschlossen hat, nur noch ein Predigerseminar zu unterhalten. Damit sollen 422.000 Euro bis zum Jahr 2010 eingespart werden.
(epd Niedersachsen-Bremen/b2777/13.10.06)
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Buch zu Islamischem Religionsunterricht in Niedersachsen

Hannover (epd). Die Ergebnisse einer Tagung zum islamischen Religionsunterricht in Niedersachsen sind jetzt in Buchform veröffentlicht. "Islamischer Religionsunterricht - wohin führt der Weg?" ist der Titel des Buches, das die evangelische Kirche zusammen mit dem Kultusministerium herausgegeben hat. Darin seien die Beiträge aus Politik, Recht und Pädagogik aus einer Tagung im März in Loccum dokumentiert, teilte das Haus kirchlicher Dienste in Hannover am Freitag mit.

Niedersachsen bietet in einem Modellversuch als erstes Bundesland seit 2003 islamischen Religionsunterricht nach dem Vorbild des christlich-konfessionellen Religionsunterrichts an. Mittlerweile seien 21 Grundschulen beteiligt. Der Versuch habe sich als überaus positiv erwiesen, heißt es in der Mitteilung.
(epd Niedersachsen-Bremen/b2773/13.10.06)
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Diakonie beteiligt sich an weltweiter Aktion gegen Armut

Hannover (epd). Das Diakonische Werk in Hannover will sich an der weltweiten UN-Aktion "Stand up" zum internationalen Tag der Armutsbekämpfung am 17. Oktober beteiligen. In der niedersächsischen Landeshauptstadt lebten rund 96.000 Menschen an der Armutsgrenze, sagte Diakoniepastor Walter Lampe am Freitag. Das entspreche einer Armutsquote von 19,4 Prozent. Weltweit ist nach Angaben der Diakonie jeder sechste Mensch existenziell arm, indem er über ein Einkommen von weniger als einem Dollar pro Tag verfügt.

In Deutschland liegt die Armutsschwelle pro Person und Jahr bei einem Einkommen von 10.025 Euro. "Die Bekämpfung von Armut und Einsamkeit ist ein vorrangiges Ziel der diakonischen Arbeit", sagte Lampe. Diakonische Projekte wie die Obdachlosen-Zeitung "Asphalt" oder Mittagstische für Kinder verbesserten die Lebenssituation armer Menschen deutlich. Lampe forderte alle Mitarbeiter der Diakonie in einem Brief dazu auf, sich an den "Stand up"-Aktionen gegen Armut zu beteiligen.

Bei der UN-Aktion sollen rund um den Erdball möglichst viele Menschen in einzelnen Aktionen Zeichen gegen die Armut setzen. Die Vereinten Nationen haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2015 die Zahl der in Armut und Hunger lebenden Menschen zu halbieren, eine Grundschulbildung für alle Kinder weltweit zu gewährleisten und die Kindersterblichkeit um zwei Drittel zu senken. Krankheiten wie Aids und Malaria sollen stärker bekämpft werden.
(epd Niedersachsen-Bremen/b2771/13.10.06)
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Generalsynode der Lutheraner in Ahrensburg

Hamburg (epd). Die Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) kommt an diesem Sonnabend in Ahrensburg bei Hamburg zu ihrer jährlichen Tagung zusammen. Das Thema der bis 18. Oktober tagenden Synode lautet "Versammelt in Christi Namen - Gemeinde neu denken". Nach der Eröffnung feiert die Synode am Sonntag einen Abendmahlsgottesdienst im Hamburger Michel. Die Predigt hält Hamburgs Bischöfin Maria Jepsen, teilte die VELKD am Freitag in Hannover mit.

Der im vergangenen Jahr neu gewählte Leitende Bischof der VELKD, der bayerische Landesbischof Friedrich, wird am Montag seinen ersten Bericht vortragen. Auch der erste Bericht des neu berufenen Catholica-Beauftragten, Landesbischof Friedrich Weber aus Wolfenbüttel, steht auf der Tagesordnung der 62 Synodalen aus acht Landeskirchen.
(epd Niedersachsen-Bremen/b2766/13.10.06)
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Neue Verbrechen gegen Christen im Irak gemeldet

Göttingen (epd). Nach neuen Verbrechen an assyro-chadäischen Christen im Irak hat die Gesellschaft für bedrohte Völker ihre Forderung nach einem Bleiberecht für diese Volksgruppe bekräftigt. Die rund 20.000 christlichen Flüchtlinge aus dem Irak müssten unbefristet in Deutschland bleiben dürfen, erklärte die in Göttingen ansässige Menschenrechtsorganisation am Freitag.

Nach ihren Angaben wurde am Mittwoch der syrisch-orthodoxe Priester Paul Alexander enthauptet in der Stadt Mossul gefunden. Am selben Tag sei der christliche Geistliche Joseph Fridon Petros in Bagdad von Islamisten angegriffen und ermordet worden. Vor einigen Tagen sei ein 14-jähriger Junge in Bagdads christlichen Vorort Albasra gekreuzigt worden. Christliche Mädchen und Frauen würden immer häufiger Opfer von Entführungen, Vergewaltigungen und Mord.

Im Irak seien in den vergangenen Monaten mehr als 25 Kirchen zerstört worden, hieß es. Zuletzt hätten Unbekannte am 24. September einen Bombenanschlag auf die orthodoxe Maria-Kathedrale in Bagdad verübt und dabei zwei Christen getötet. Bei weiteren Terrorangriffen in der irakischen Hauptstadt seien Anfang Oktober neun assyrische Christen ums Leben gekommen.

"Wenn sie die finanziellen und logistischen Möglichkeiten hätten, würden die meisten Assyro-Chaldäer vor dem Terror ins Ausland fliehen", sagte der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker, Tilman Zülch. Im Irak leben Schätzungen zufolge zwischen 600.000 und einer Million assyro-chaldäische Christen.
(epd Niedersachsen-Bremen/b2765/13.10.06)
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