Architektenwettbewerb für Autobahnkirche entschieden

Nachricht 12. Oktober 2006

Göttingen (epd). Ein Göttinger Büro hat den bundesweiten Architekten-Wettbewerb für die geplante Autobahnkirche an der A 38 am Dreieck Drammetal in Südniedersachsen gewonnen. Die Architektenwerkstatt Matthias Rüger und Charlotte Kolle habe sich gegen Konkurrenz aus mehreren Bundesländern durchgesetzt, teilte die Göttinger Gesellschaft für Wirtschaftsförderung als Ausschreiber am Donnerstag mit. Der Entwurf werde in der kommenden Wochen öffentlich vorgestellt.

Vorgabe in der Ausschreibung war, dass die Kirche die Form eines Containers hat oder sich zumindest optisch daran anlehnt. Damit soll die Autobahnkirche in das Gewerbegebiet eingepasst werden, das rund um das Dreieck Drammetal entsteht und in dem sich vor allem Logistik- und Speditionsfirmen niederlassen wollen. "Container repräsentieren die Logistikbranche, die Spediteure und die anderen gewerblichen Nutzer im Autobahnverkehr", erklärte der Bürgermeister der Gemeinde Friedland, Andreas Friedrichs (SPD).

Wann der Bau der Kirche beginnt, steht noch nicht fest. Zunächst soll die neue Autobahn A 38, die am Dreieck Drammetal von der Nord-Süd-Autobahn A 7 abzweigt und in den Osten nach Halle und Leipzig führt, bis Ende 2007 ganz fertig gebaut werden. Die hannoversche Landeskirche hat den Architekten-Wettbewerb finanziell unterstützt, will für den Bau selbst aber keine Mittel zur Verfügung stellen. Stattdessen sollen Spender gewonnen werden.

Die Containerkirche wird die zweite Autobahnkirche in Niedersachsen. In Deutschland gibt es rund 30 Autobahnkirchen und -kapellen. Sie stehen in der Nähe von Abfahrten, Kreuzen oder Raststätten und werden von evangelischen oder katholischen Kirchengemeinden am Ort betreut. Rund eine Million Menschen besuchen einer Umfrage zufolge jährlich die Autobahnkirchen.

(epd Niedersachsen-Bremen/b2755/12.10.06)
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