Fünfter niedersächsischer "Friedwald" in Buxtehude

Nachricht 10. Oktober 2006

Buxtehude/Kr. Stade (epd). In Buxtehude bei Hamburg soll am 1. November der fünfte "Friedwald" in Niedersachsen eröffnet werden. Auf einem 73 Hektar großen Gelände im Neukloster Forst könne künftig die Asche Verstorbener unter Bäumen beigesetzt werden, sagte am Dienstag die Sprecherin der "FriedWald"-GmbH in Griesheim bei Darmstadt, Corinna Brod, auf Anfrage. Der Wald sei geprägt durch alte Eichen und Buchen. Das Gelände gehört dem Land und wird Brod zufolge in Zusammenarbeit mit den niedersächsischen Staatsforsten in Betrieb genommen.

Die Asche der Toten wird in biologisch abbaubaren Urnen beigesetzt. Der Name des Verstorbenen und christliche Symbole können auf einem Schild am Baum angebracht werden. Bisher hat die Friedwald-Gesellschaft in Niedersachsen vier Friedwälder eingerichtet, immer in Kooperation mit dem Landesforstbetrieb. Sie liegen in Königslutter bei Braunschweig, in der Lüneburger Heide bei Bispingen, in Bramsche bei Osnabrück und in Hude bei Oldenburg.

Die evangelische Kirche lehnt die Friedwälder nach anfänglichen Bedenken nicht mehr grundsätzlich ab. In einer Stellungnahme der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) heißt es, wenn das Grab an einem Baum frei zugänglich sei und ein Namensschild an den Verstorbenen erinnere, spreche nichts dagegen. Im März haben die bayerische evangelische Landeskirche und die "FriedWald"-GmbH einen Vertrag für den ersten evangelischen Friedwald Deutschlands unterzeichnet.

Die Idee des Friedwaldes stammt aus der Schweiz, wo seit Mitte der 90er Jahre mehr als 50 solcher Orte eingerichtet wurden. Mit "FriedWald" und der Firma "Ruheforst" sind bundesweit zwei Unternehmen aktiv, die Konzepte für Waldfriedhöfe vertreiben und das Marketing übernehmen. (Internet: www.friedwald.de und www.ruheforst.de)

(epd Niedersachsen-Bremen/b2724/10.10.06)
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